Praxis für Osteopathie Rauber    

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Ingrid's Blog 16/19

Gepostet am 14. Oktober 2019 um 16:00

....Spannendes zur Osteopathie:

Osteopathie bei Fersensporn:


Hier ist Geduld gefragt!!!  Warum?: Der Fersensporn steht am Ende einer langen Kette von Ereignissen, die schon meist Monate vorher in Gang gesetzt wurden. Die Ursache ist sehr oft eine Beckenblockierung die durch falsche / ungewohnte Belastung des Körpers (Anheben schwerer Lasten, etc.) ausgelöst wurde. Auf diese Beckenblockierung reagiert eine hintere Muskelkette des Beines mit Verkürzung auf einer Seite, der Seite, wo dann der Fersensporn auftritt. Also haben wir Zug auf der Muskelkette, die an der Fußsohle endet. Was macht der Körper, wenn irgendwo dran "gezogen" wird? Er bildet Substanz. Ein Fersensporn ist eine verdickte Sehnenstruktur an der Ferse, die durch Überlastung (viel "Zug") oder Fehlbelastung entsteht. Ursache wäre hier die Beckenblockierung, die solange behandelt werden muss, bis der Zug in der Muskelkette aufhört. Nur dann kann sich nach und nach, weil die Stelle nicht mehr belastet wird, die gebildete Substanz an der Ferse wieder auflösen. Das dauert leider etwas,  es hatte ja auch Zeit gebraucht, bis es soweit war.


Noch eine Erklärung zu Beckenblockierungen: Das Becken kann auf verschiedene Arten blockieren: nach außen, nach innen, nach oben, nach unten, nach hinten oder nach vorne - oder eine Mischung aus 2 oder 3 dieser Varianten. Ein nach hinten blockiertes Becken beispielsweise schiebt das Becken nach hinten und macht damit Zug auf die Beinmuskulatur, ebenso ein nach vorne blockiertes Becken drückt das Becken nach vorne und macht damit auch Zug auf die Beinmuskulatur. Es ist ein bisschen vereinfacht erklärt....der Versuch deutlich zu machen, wie das Becken alle Muskeln bis in den Fuß beeinflusst.


Eine weitere wichtige Rolle spielen hier Fußfehlstellungen.



"Kraut" der Woche, heute etwas abgewandelt:


Hekla Lava




ist Lava aus Island. Chemische Analysen des Eruptionsmaterials zeigen, dass die Lava und auch die Asche sehr reich an Quarz sind. Quarz, auch Bergkristall, ist reines Siliciumdioxid (SiO) und deshalb ist es gar nicht überraschend wenn Hekla Lava und Silicea als homöopathische Mittel viele Ähnlichkeiten aufweisen.

Hekla Lava wird in der Homöopathie eingesetzt bei
  absterbendem Knochengewebe (Knochennekrose), Knochenauswüchsen und geschwulstartigen Verformungen.   Fersensporn und andere berührungsempfindliche Exostosen der unteren Extremität sollen sehr gut auf die Behandlung mit diesem homöopathischen Mittel ansprechen.


Geschichtliches:

Der Henker im Mittelalter


Der Henker hatte in der streng hierarisch eingeteilten Gesellschaft des Mittelalters eine Sonderstellung. Er gehörte nirgends dazu, war verachtet und abseits gestellt: er musste auch am Stadtrand wohnen, durfte niemanden ausbilden, daher wurde der "Beruf" innerhalb von Familien weitergegeben, war "unrein", daher hatte er Schwierigkeiten, zu heiraten und einen Partner zu finden. Daher heirateten Henker und Abdecker in der Regel unter sich.

Seine Aufgaben waren, Urteile zu vollstrecken, auch das Foltern gehörte zu seinen Aufgaben.

Die Verdienste der Henker waren sehr gut, die meisten lebten im Wohlstand.

Henker waren auch gute Heiler, da sie mit der Anatomie des Körpers sehr vertraut waren.

Auf deutschem Boden wurden die letzten Hinrichtungen bis 1981 vollzogen, in der damaligen DDR.

Es gibt heute noch Länder, wo die Todesstrafe vollzogen wird, in den USA und den arabischen Ländern.


"Thema" der Woche:


Aus dem Yoga: die Tantrische Weltsicht:


Die Tantriker Nordindiens sahen den Körper als etwas Wichtiges an. Der Körper als Teil der Schöpfungskraft Shakti ist göttlich und heilig. Darauf entwickelte sich mit der Zeit das Yoga mit seinen Asanas (Körperübungen), denn über den Weg des Körpers kann auch der Geist und die Seele wieder rein werden.


Für den Tantriker war alles schlicht und ergreifend Energie. Pflanzen, Tiere, Menschen, Steine, alles hat Energie unterschiedlicher Schwingung. Es gibt in diesem System keine Hierarchie, alles gilt als gleich göttlich, gleich wichtig und wertvoll für die Gesamtheit der Schöpfung.


Mikrokosmos und Makrokosmos sind identisch. Bausteine, aus denen sich das Universum zusammensetzt, finden sich in unseren Körpern wieder. Gesetze, denen sich das Universum unterwirft, ist auch unser Körper unterworfen. Beide Systeme beziehen sich ständig aufeinander. Alles ist miteinander in Beziehung, voneinander abhängig und miteinander verwoben. Tantra bedeutet übersetzt "Gewebe" oder "Netz".


Auch Körper, Geist und Seele beziehen sich ständig aufeinander und beeinflussen sich gegenseitig. Unser Körper soll gesund sein und sich wohlfühlen, damit er für uns zu einer Quelle der Lust und Freude wird. Unser Körper soll außerdem stark und ausdauernd sein damit er uns ein Gefühl von Kraft, Stabilität und Vertrauen vermitteln kann.


Yoga kann ein wunderbarer Weg sein, dem nahe zu kommen.


Ich wünsche allen Yogis und (noch) Nicht-Yogis eine wunderbare Zeit! Genießen Sie jeden Tag mit Freude und Dankbarkeit! Namasté!

Ihre Ingrid Rauber

Sie hören und lesen von mir wieder am 28.10.







Ingrid's Blog 15/19

Gepostet am 15. September 2019 um 9:05

...Spannendes über Osteopathie:


Die Leber:


Die Leber befindet sich unter unseren Rippen, vorwiegend auf der rechten Seite und sie ragt aber bis zur Mitte der Rippen links. Sie hat zur vielen Organen Kontakt: zum Zwerchfell, Speiseröhre, Magen, Niere rechts, Zwölffingerdarm, Dickdarm. Sie bewegt sich dreidimensional. Sie hat mannigfaltige Aufgaben: Entgiftung, Fettabbau, Speicherfunktion, Immunabwehr, Stoffwechsel. Sie ist sehr regenerativ: man kann einen Teil von ihr entnehmen, sie wächst nach! Sie ist ca. 1,5-2,5 kg schwer und sehr gut durchblutet: durch sie fließen etwas 1,5 l Blut pro Minute! Sie reicht oben von der 5. Rippe bis unten zum unteren Rippenbogen, ca. bis zum 11. Brustwirbel. In der Osteopathie können Blockierungen der Brustwirbelsäule, v.a. 7.-10. Brustwirbel, sowie 7.-10. Rippe mit der Leber zu tun haben. Auch Halswirbelsäulenblockierungen ab dem 4. Halswirbel können mit der Leber zu tun haben, weil hier die Nerven zur Versorgung der Lebenkapsel entspringen. Durch Faszienverbindungen hat sie Verbindungen zur rechten Schulter, und zum Nabel


"Kraut" der Woche:

Der Pestwurz, oder Petasides hybridus



Ich bin einer Patientin von mir sehr dankbar, daß Sie mich auf diese wunderbare Pflanze aufmerksam gemacht hat.

Für alle, die öfter unter Migräne leiden, hält die Pflanzenwelt dieses wirksames Mittel bereit. Die einheimische Pestwurz hat sich in Studien als erfolgreiche Migräne-Vorbeugung erwiesen und ist dabei sehr gut verträglich. Eine gute Nachricht für alle, die ihre Migräne nicht länger mit der permanenten Einnahme von herkömmlichen Schmerzmitteln bekämpfen wollen. Vor allem auch deshalb, weil beim häufigen Einsatz dieser Mittel die Gefahr von Nebenwirkungen und Dauerkopfschmerzen besteht.

Die Heilpflanze wurde bereits im antiken Griechenland zur Behandlung von Entzündungen, Geschwüren und Wunden eingesetzt. Wegen ihrer schweißtreibenden Wirkung diente die Pflanze im Mittelalter als vermeintliches Mittel gegen die Pest.

Die zur Gattung der Korbblütler gehörende europäische Pflanze wächst im Auenbereich von Flüssen und Bächen. Sie fällt durch ihre großen rundlichen Blätter und rosaroten Blüten auf.


Wirkung von Pestwurz bei Migräne: Das Extrakt wirkt schmerzlindernd, krampflösend und entzündungshemmend. Die Heilkräfte stecken in vielen Pflanzenteilen, finden aber in der Herstellung von Migränemitteln nur in den Wurzeln Beachtung.

Aus dem knolligen Wurzelstock der Pestwurz wird ein wertvoller Extrakt mit stark krampflösenden, schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften gewonnen. Außerdem wirkt die Heilpflanze entspannend und ausgleichend auf das vegetative Nervensystem. Der Spezial-Extrakt der Pestwurz wird vor allem bei Migräne, aber auch bei Nacken- und Rückenschmerzen sowie Verkrampfungen eingesetzt.

Der Pestwurz-Extrakt hilft, Migräne-Attacken zu verringern und die Anzahl der Migräne-Tage deutlich zu reduzieren!


Geschichtliches:

Ludwig, der XIV. von Frankreich, der Sonnenkönig (1638-1715)

Nach allem, was man heute weiß, ist es eigentlich ein Wunder, dass der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. überhaupt 79 Jahre alt wurde. Nicht weil er besonders viele Krankheiten gehabt hätte, ganz im Gegenteil.

Seiner guten Grundkonstitution hatte es der mächtige Herrscher wohl zu verdanken, dass er die Behandlung seiner Leibärzte so viele Jahrzehnte überlebte. Denn das medizinische Wissen im 17. und 18. Jahrhundert basierte teilweise auf hanebüchenen Lehren und fatalen Praktiken.

So gingen die Gelehrten am Hof des Königs davon aus, dass die Zähne ein unvergleichlich hohes Infektionsrisiko darstellen. Prinzipiell nicht verkehrt – viele Menschen starben an Zahnkrankheiten und deren Folgen. War das Gebiss vom vermeintlichen "Zahnwurm" befallen, rückten umherziehende Bader und Zahnbrecher mit einer groben Zange an, um das Übel wortwörtlich bei der Wurzel zu packen.

Eine Narkose oder Betäubung gab es nicht – die Dauer der Qual hing einzig von der Schnelligkeit und Geschicklichkeit des Baders ab. Wissen zur Wundheilung und Mundhygiene war kaum vorhanden, sodass nach der Behandlung dennoch etliche Patienten verstarben.

Um diesem Schicksal vorzubeugen, wurden dem Sonnenkönig auf Anraten der Leibärzte schon in jungen Jahren alle Zähne und ein Teil des Gaumens entfernt. Als Folge der wenig fachmännischen und überflüssigen Operation hatte Ludwig XIV. ein Leben lang Probleme mit der Nahrungsaufnahme: Sämtliche Mahlzeiten wanderten unzerkaut in seinen Magen, nicht selten vergammelten Essensreste in seinem löchrigen Kiefer.


"Thema" der Woche:

Meditation

Letztes Mal schrieb ich über Pratyahara, die innere Einkehr in die Stille und die Konzentration auf sich selbst. Eine Steigerung davon ist die Meditation. Man kann auf sehr verschiedene Art und Weise meditieren. Wesentlich dabei ist, daß man "die Antennen" einzieht und sich nicht von Dingen, die einen umgeben, ablenken lässt - auch nicht von den Gedanken, die dann gern im Gehirn vor sich hin plappern.....

Wenn man noch nie meditiert hat, dann gelingt das beim ersten Mal noch nicht. Es geht darum, sich überhaupt auf den Weg zu begeben und sich der Meditation zu öffnen. Beginnen Sie regelmässig, wie ein Ritual, jeden Tag erstmal 5 bis 10 Minuten. Auf dem Boden oder im Stuhl sitzen, die Augen schließen und in den Bauch atmen, der sich sanft hebt und senkt. Stille. Zur Ruhe kommen im tiefsten Innern. Bei sich sein. Alles wohlwollend wahrnehmen, was da ist....zunächst mal die innere Unruhe, die Gedanken, die einen antreiben wollen, Schmerzen und Verkrampfungen......dann, nach einiger Zeit breitet sich langsam tiefer Frieden aus. Und das Wissen in uns, daß alles perfekt und gut ist so wie es ist, das ist der Beginn von Urvertrauen. Alles kann und nichts muss.

Menschen, die regelmässig meditieren, strahlen diesen inneren Frieden irgendwann aus. Das nennt man dann "Ausstrahlung" eines Menschen. Diese Ausstrahlung macht uns schön, ganz ohne Kosmetik. Dann strahlen wir aus, wer wir wirklich sind, ungeschminkt. Wir sind bei uns selbst, in unserer Mitte angekommen.

Ich wünsche Ihnen allen sehr diese Erfahrung. Diese Erfahrung von Stärke und Freiheit und Frieden in uns. Einfach so.

Ich schreibe wieder am 14. Oktober - urlaubsbedingt.

Alles Liebe für Sie alle!

Ihre Ingrid Rauber

Ingrid's Blog 14/19

Gepostet am 2. September 2019 um 7:00

...Spannendes über Osteopathie:


Das Hyoid - oder das Zungenbein:

Wie der deutsche Namen sagt, befindet sich dieser Knochen unterhalb des Unterkiefers und formt damit unseren Hals und Kehlkopfbereich. Es handelt sich hier um einen sogenannten Sesamknochen. Sesamknochen sind Knochen, die keinerlei Verbindung zu anderen Knochen haben, wie zum Beispiel auch die Kniescheibe. Das bedeutet dann aber nicht, daß sie keine Bedeutung haben. Zusammen mit der starken Unterkiefermuskulatur und mit der Halsmuskulatur schützt das Hyoid die Schilddrüse und den Kehlkopf. Es ist wichtiger Ansatzpunkt für die eben genannte Muskulatur und - was für uns Osteopathen sehr wichtig ist - ist sie oft auch ein behandlungswürdiger Bereich bei Nacken- und Halswirbelsäulenproblemen.  Auch bei Kieferproblemen muss das Hyoid mitbehandelt werden. Es wird vom Osteopathen geprüft, ob das Hyoid an der richtigen Stelle sitzt, wie sich die Muskulatur drum herum anfühlt (meist sehr angespannt), und nicht selten muss auch hier die ein oder andere Blockierung befreit und Verspannungen gelöst werden, damit die Druchblutung an dieser Stelle wieder verbessert wird.


"Kraut" der Woche":

Der Bach-Nelkenwurz oder Geum Rivale





Diese zu den Rosengewächsen gehörende Pflanze wird durch die Bitter- und Gerbstoffe, die in der Wurzel vorhanden sind, in der Volksmedizin  eingesetzt gegen Magen- und Darmstörungen, Durchfall, Hämorrhoiden, Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches.

In Deutschland sind 5 Arten heimisch, insgesamt gibt es 50 Arten. Da sie hübsche, große Blüten hat, findet man sie auch häufig in Gärten angepflanzt.

Ihren Namen verdankt diese Pflanze ihrem wohlriechenden Wurzelstock, das darin enthaltene ätherische Öl Eugenol riecht nach Gewürznelken.


Geschichtliches:

Natur-Wissenschaft versus Natur-Heilkunde


Aus: "Der Naturarzt", eine Zeitschrift von 1866:

Eine extrem bewegte Zeit in der Medizin war das 19. Jahrhundert: Die Sichtweisen und Praktiken der Vertreter der traditionellen abendländischen Medizin mit den überlieferten Verfahren standen denen der modernen, naturwissenschaftlichen Medizin unvereinbar gegenüber. Erst jetzt (1839) wurde der Begriff „Naturheilkunde“ erstmals erwähnt - sozusagen als Abgrenzung zur naturwissenschaftlichen Medizin.

Während das Lager der „Schulmedizin“ so wirkungsvolle wie auch giftige Arzneimittel für sich entdeckte, wie Quecksilber-Salbe gegen Schmerzen und Verletzungen, Arsenik zur Stärkung und Schierlingslösung bei Heiserkeit, steuerte die Naturheilkunde dieser Entwicklung entgegen: Hahnemann experimentierte mit starken Verdünnungen dieser Gifte und entwickelte so die Homöopathie. Die Naturheil-Vereine lehnten Arzneimittel jeglicher Art ab und setzten auf Licht, Luft, Wasser, Wärme, Nahrung, Bewegung und Ruhe.

Die größten Feinde der Naturheilkunde und des Fortschrittes sind: die Genusssucht, Bequemlichkeit und Denkfaulheit der Leute. Am meisten macht und erhält gesund: natürliche Nahrung und Mäßigkeit, Nachtruhe und Frühaufstehen, Hautpflege und Abhärtung, Arbeit mit Bewegung und Luftgenuss.


Naturheilkunde in Deutschland – heute:


Von den ca. 360 000 berufstätigen Ärzten haben rund 35 000 eine naturheilkundliche oder komplementärmedizinische Qualifikation. Etwa genauso viele Heilpraktiker üben darüber hinaus die Naturheilkunde in Deutschland aus. Leider hat man noch immer das Gefühl, dass sich Vertreter der Naturheilkunde und der Schulmedizin gegenüberstehen – anstatt Hand in Hand das gleiche Ziel zu verfolgen: Gesundheit. Das ist erstaunlich, weil viele naturheilkundliche Verfahren inzwischen sogar den wissenschaftlichen Kriterien zur Wirksamkeit entsprechen, andererseits aber viele wissenschaftlich-schlüssige Therapie-Verfahren einer kritischen Betrachtung nicht immer standhalten bzw. von der Einbeziehung naturmedizinischer Sichtweisen profitieren würden.

Aber: Naturheilkunde wird immer beliebter und die Menschen sehnen sich nach dem Natürlichen, dem Ursprünglichen und wünschen sich, dass Naturheilkunde und Schulmedizin gleichberechtigt nebeneinander stehen und sich gegenseitig ergänzen. Das beweisen auch aktuelle Studienergebnisse.


Thema der Woche:


Aus dem Yoga: Pratyahara, oder das Zurückziehen der Sinne


Ich hatte schon in letzten Einträgen über den Umgang mit der Welt und den Umgang mit sich selbst geschrieben. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Yoga ist ein Schritt zur Meditation, das Zurückziehen der Sinne, genannt Pratyahara.

Pratyahara befasst sich mit dem Erlangen der Fähigkeit, unsere Sinne im Zaum zu halten und uns in unsere Mitte zurückzuziehen.

Normalerweise folgen die Sinne jedem Reiz, der von außen auf sie eindringt. Mit den Sinnen wendet sich auch der Geist diesem Reiz zu. Da in unserer modernen Welt ständig Reize auf uns eindringen, kann man sich vorstellen, wie die Sinne mit dem Geist im Gefolge ständig hin und herhüpfen.

Es geht bei Pratyahara darum, die Sinne nicht mehr jedem Reiz folgen zu lassen. Bildlich gesprochen geht es darum zu lernen, "die Antennen einzuziehen", und damit nicht mehr auf Empfang geschaltet zu sein.

Eine gute Übung im Alltag ist, wenn man etwas tut, sich nur auf dieses Tun in diesem Moment zu konzentrieren, auf nichts Anderes. Wenn Sie spülen, spülen Sie, wenn sie gehen, gehen sie, wenn Sie auf der Toilette sitzen, dann tun sie nur das. Den Geist nur auf das konzentrieren, was in diesem Moment, im Hier und Jetzt geschieht.

Das kann sehr heilsam sein! Man erwirbt dadurch mehr Ruhe und Gelassenheit im Leben und man lebt viel intensiver!! Denn das, was uns vom wirklichen Leben abhält, ist sich ständig in der Zukunft oder/und in der Vergangenheit zu befinden, oder in den Angelegenheiten Anderer.

Das ist vor allem eine gute Übung für diejenigen, die ständig "Online" sind und sich ein intensives Maß an "nicht mehr bei sich sein" erworben haben.

Probieren Sie es aus. Eine Steigerung wäre dann die Meditation. Dann kommt der Geist zur Ruhe und man geht völlig erfrischt in den Tag. Fähig, alles mit Leichtigkeit zu bewältigen, was einen vorher aus der Bahn geworfen hat.

Ich wünsche Ihnen viele solche wunderbaren Tage! Namasté!

Ich schreibe wieder am 16. September! Genießen Sie den Spätsommer!

Herzlichst Ihre Ingrid Rauber








Ingrid's Blog 13/19

Gepostet am 28. Juli 2019 um 16:00 Comments Kommentare (0)

...Spannendes über Osteopathie:


Das Kiefergelenk


Hier handelt es sich um eine der wichtigsten Gelenke in der osteopathischen Arbeit. Leider in der Schulmedizin oft nicht beachtet, dabei kann das Kiefergelenk Auslöser sein für viele Beschwerden.

Der Gelenkkopf befindet sich am Ende des Unterkiefers, seine Pfanne in einem Anteil des Schädels, der sich Os Temporale nennt, direkt neben dem Ohr. Damit benenne ich schon eine Struktur, die anfällig ist, wenn Kopf und Pfanne nicht direkt aufeinandersitzen. Schwindel und Tinnitus können den Auslöser Kiefergelenk haben.

Auch schlechter werdendes Sehen kann die Konsequenz sein, wenn das Kiefergelenk blockiert ist. Genauso wie Nackenprobleme, Schulterprobleme und Probleme der Brustwirbelsäule.

Kopfschmerzen, Probleme mit den Gesichtsnerven (Facialisparese, Trigeminusneuralgie), Nebenhöhlenprobleme, kurz: alle Geschehnisse am Kopf können auf das Kiefergelenk zurückzuführen sein. Sie merken also: ein weites Feld!

Große Probleme werden gesetzt durch die Zahnkorrekturen bei Kindern. Vor allem feste Zahnspangen sorgen dafür, daß durch die Fixierung der Kiefer andere Strukturen durch den Versuch, diese Unbeweglichkeit auszugleichen, in Mitleidenschaft geraten. Ich habe schon erlebt, daß Kinder dadurch schlechter hörten, schlechtere Augen bekamen, sogar der ganze Körper sich verdrehte, bis zum Becken. Beckenblockierungen beobachte ich bei diesen Kindern eigentlich immer.

Deshalb rate ich Eltern: gehen Sie einmal monatlich zum Osteopathen, wenn Ihre Kinder Spangen tragen!


"Kraut" der Woche:


Minze




Wie der Gattungsname Mantha bereits bekräftigt, zeichnet die Minze das ätherische Öl „Menthol“ aus. Für das intensive und vielfältig ausgeprägte Aroma ist die Minze bekannt. So kann man die aromatischen Blätter erntefrisch zum Tee aufbrühen. Dabei wird auf die bekannte Pfefferminze als wohltuendes Heilkraut beispielsweise bei Unwohlsein in der Bauchregion oder bei Erkältungen zurückgegriffen. Außerdem kann aus den Blättern ein Destillat hergestellt werden. Das konzentrierte ätherische Öl ist beispielsweise zum Einreiben verspannter Muskulatur und zur Inhalation geeignet.

Ebenso Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen kann die Minze mit Hilfe von krampflösenden und kühlenden Eigenschaften günstig beeinflussen. Auch Blähungen und Gastritis, Magenschleimhautentzündung und Übelkeit.

Jetzt im Hochsommer empfehle ich einige Blätter Minze in das Trinkwasser zu tun oder - auch bei Hitze- einen Minztee aufzubrühen und zu trinken. Minze kühlt von innen, auch wenn man sie gewärmt, als Tee, zu sich nimmt.


Geschichtliches:

Die Hexensalbe aus dem Mittelalter:


Alle Rezepturen der Hexensalbe aus der frühen Neuzeit beinhalten durchgehend als wesendliche Bestandteile psychoaktive Substanzen: Schlafmohn/Opium, Nachtschatten/Tollkirsche, Alraune, Bilsenkraut, Stechapfel, Lattich, Taumelolch, Sturm- und Eisenkraut, Schierling, Hanf, Steppenraute, Seerosen. Die meisten dieser Pflanzen sind in astrologischer Hinsicht „Pflanzen des Saturns“ also Kräuter die am Samstag gesammelt werden.

Eine dieser saturnischen Zauberpflanzen hat jedoch Eingang in das Buch der verbotenen Künste gefunden: die Alraune, die unter ihrem im Odenwald gebräuchlichen Namen „Atzman“ beschreibt (Buch aller verbotenen Künste, Kapitel 79/79a). Immerhin ist die Alraune, die „Menschenwurzel“, seit der Antike Bestandteil vieler Riten, die als „verbotene Künste“ angesehen werden: Orakelwesen, Totenbeschwörung, Flugsalben, Dienstbarmachung von Hilfsgeistern, Liebeszauber und Aphrodisiaka, magische Räucherungen usw.

Der deutsche Name Alraune leitet sich von Alruna, „die Alles weiß“, dem Namen für die südgermanischen Seherinnen und weisen Frauen, ab. So wie diese ehemals heiligen Frauen und Schamaninnen später als „Hexen“ verfolgt und ermordet wurden, so wurde die Alraune, ihre psychoaktive Orakelpflanze, dämonisiert. Mit der Christianisierung Germaniens wurde die Mandragora (als alte heidnische Ritualpflanze) zuerst von Hildegrad von Bingen (1093- 1179) verteufelt.

Es waren in erster Linie die kräuterkundigen Hebammen des Mittelalters, die sich genau mit diesen gefährlichen Pflanzen und deren Wirksamkeit und Dosierung auskannten. Da diese ihr Wissen nur mündlich weitergaben, ist viel Wissen aus dieser Zeit verlorengegangen.


"Thema der Woche":


Wunder:


Gibt es Wunder?


Ich behaupte, ja! Für mich ist Wunder die Kunst, all das was im Leben passiert - auch das Negative - als Chance zu begreifen und daraus zu lernen und damit vor allem sich selbst besser und besser kennenzulernen. Sich dem Urvertrauen öffnen und der Dankbarkeit gegenüber den Dingen, die uns offensichtlich tagtäglich begegnen: der Sonnenaufgang, die Natur überhaupt, der Regen, das Lächeln das einem begegnet, ein Dach über dem Kopf zu haben und fließendes Wasser, überhaupt die Fülle, die wir hier in unserer westlichen Welt haben.

Wir sind niemals Opfer und auch nicht dafür geboren worden, einen Punkt nach dem Anderen im Leben abzuhaken oder/und von jemand Anderen abhängig zu sein. Wir sind auf der Welt, uns selbst zu entfalten und kennenzulernen - mit allen Facetten. Und dabei auf unser Herz zu hören, das uns auf unserem Weg begleitet und unser Denken und Handeln führt.

Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber und ein offenes Herz führen dahin, daß uns tagtäglich Wunder begegnen!

Öffnen Sie Ihr Herz für das Fühlen und Ihre Gedanken für die Möglichkeit, daß Ihnen Wunder begegnen!

Vielleicht ist das Tor dafür ja schon offen allein dadurch, daß Ihnen dieser Text hier begegnet ist und bei Ihnen etwas auslöst?

Genießen Sie den Sommer!

Ich mache jetzt im August eine kleine Sommerpause und melde mich hier wieder am 2. September.

Viel Licht, Liebe und positive Begegnungen für Sie!


Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber





Ingrid's Blog 12/19

Gepostet am 15. Juli 2019 um 16:00

....über Osteopathie:


Blasenprobleme


Bei verschiedenen Problemen mit dem Wasserlassen (Wasser nicht halten können ebenso wie nur tröpfelweises Absetzen von Urin) kann der Osteopath helfen.


Zunächst gilt es der Ursache auf den Grund zu gehen. Ist eine chronische Blasenreizung oder eine Blasenentzündung die Ursache so kann zusätzlich zur medikamentösen Behandlung durch Osteopathie der Faszien in dem Bereich Entspannung erreicht werden und damit eine bessere Durchblutung, was aus meiner Erfahrung letztendlich dazu führt, daß die chronischen Reizsymptome der Blase irgendwann wegbleiben.


Bei Problemen mit dem Wasserlassen bei Frauen nach Geburten oder auch im Alter kann auch gut osteopathisch behandelt werden. Auch hier werden die Faszien im Unterleib entspannt und die Durchblutung verbessert sich.


Tröpfelweises Absetzen von Urin kommt eher bei Männern vor, bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. Auch hier habe ich mit Faszienarbeit schon gute Ergebnisse erzielen können.



"Kraut" der Woche:


Lavendel



Wer kennt sie nicht, die unendlichen Lavendelfelder in Frankreich! Mir sind sie unvergessen, ganz abgesehen von dem Duft....


Außer seiner Schönheit hat der Lavendel auch eine Menge medizinischer Fähigkeiten:

Der echte Lavendel blickt als Heilkraut auf eine lange und eindrucksvolle Geschichte. Den Römern, Ägyptern und Griechen galt der Lavendel als nahezu heiliges Kraut. Im römischen Militär wurde die Pflanze u.a. als Wundheilungsmittel und Stimulans verwendet. Sowohl Griechen als auch Römer verwendeten Lavendel als Zutat für ihr Badewasser. Der römische Arzt Dioskurides hat in seinem Buch Materia Medica (1. Jahrhundert n. Chr.) bereits ausführlich über den Lavendel und seine Anwendungsmöglichkeiten berichtet.

Das Kraut sowie dessen Heilwirkung wurde auch in den europäischen Ländern bekannt, so dass er in vielen Klostergärten kultiviert wurde und auch bei vielen Erkrankungen und Beschwerden zur Anwendung kam. Hildegard von Bingen beschrieb den Lavendel als warmes und trockenes Kraut, welches von ihr u.a. bei Lungen- und Leberkrankheiten sowie bei psychologischen Befindlichkeiten verabreichtet wurde. Paracelsus kannte bereits seine beruhigende Wirkung und setzte das Kraut als Sedativum sowie zur Behandlung bei Herz- und Verdauungsbeschwerden ein.

Das Heilkraut findet in nahezu allen mittelalterlichen Kräuterbüchern Erwähnung. Im Kräuterbuch von Pietro Andrea Matthioli (spätes 16. Jahrhundert) wurden zahlreiche innerliche wie äußerliche Anwendungen beschrieben. So wurde Lavendel u.a. dafür eingesetzt, um Lähmungen, Krämpfe, Magenbeschwerden sowie Leber- und Milzkrankheiten zu behandeln. Dort wurde empfohlen, den Lavendel in Wein oder Wasser zu sieden (Tee) und zu trinken oder als Schnaps (gebranntes Wasser) auf die Pulsadern zu streichen.

Außerdem wurde der Lavendel bei verschiedenen Zahnkrankheiten, bei Sprachproblemen sowie bei Gliederschmerzen empfohlen. Ebenso wurde er bei Schwangeren, die Beschwerden durch Wehen haben, verabreicht. Bei letzterem wurden pure Lavendelzweige auf dem Bauch gelegt.

Heute findet der Lavendel vor allem bei nervösen Unruhezuständen, leichten Depressionen, Schlaflosigkeit sowie als leichtes Beruhigungsmittel Anwendung. Die einschlaffördernde, sedative und muskelentspannende Wirkung des Lavendels wurde in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt. Verantwortlich für die beruhigende, sedative Wirkungen sind bestimmte ätherische Öle im Lavendel, v.a.der Stoff Linalool.

Neben der beruhigenden Wirkung wirken die Inhaltsstoffe des Lavendels zudem antibakteriell (u.a. Shigella, Staphylococcus aureus, Escherichia coli), antifungizid, galletreibend sowie krampflösend. Für die antibakteriellen und antifungiziden Eigenschaften sind vor allem die ätherischen Öle verantwortlich. Je nach Sorte und Anbaugebiet können mehr als 40 ätherische Öle vorkommen. Die galletreibenden Eigenschaften werden vor allem durch die enthaltenden Gerbstoffe bewirkt.

Angewendet wird Lavendel in der Naturheilkunde heute wie damals als Tee oder als Badezusatz. Weitere Darreichungsformen sind die Aromatherapie mit ätherischen Ölen oder die Verwendung von Lavendelkissen.

Zubereitung von Lavendel-Tee:

Für die Zubereitung von 250 ml Lavendeltee werden ein gestrichener Esslöffel Lavendelblätter oder -blüten mit 250 ml kochend heißem Wasser übergossen. Der Tee sollte wenigstens 7 Minuten, aber nicht länger als 10 Minuten ziehen. Der Tee sollte nach Möglichkeit nicht gesüßt werden.

Lavendeltee kann bei nervösen Unruhezuständen, bei Schlaflosigkeit sowie bei kleineren Magen- und Darmbeschwerden wie Völlegefühl oder Durchfall getrunken werden.

Für die Zubereitung eines Kräuterbads mit Lavendel sollten etwa 40 bis 50 Gramm Lavendelblüten mit einem Liter kochendem Wasser in einem Behälter übergossen werden und etwa 15 Minuten ziehen gelassen werden. Der Behälter kann dann in die vorgefüllte Wanne gegossen werden. Auch wenn das Lavendelbad durchaus entspannungsfördernd und beruhigend ist, sollte das Bad nach spätestens 25 Minuten beendet werden.

Einige Inhaltsstoffe des Lavendels könnten auch bei der Behandlung des so genannten Hodgin Lymphoms helfen. Unter Laborbedingungen konnten Lymphomzellen in ihrem Wachstum (Proliferation) gehemmt werden.

Ein weiterer medizinischer Forschungsansatz ist die Anwendung von Lavendelextrakten bei der Alzheimer-Erkrankung. Beispielsweise könnten Lerndefizite bei Alzheimer-Patienten vermindert werden, oder das Enzym Acetylcholinesterase, welches bei der Entstehung und Fortschreiten der Krankheit eine Rolle spielt, nachhaltig gehemmt werden.

Hinweis: Eine Überdosierung von Lavendeltee über einen längeren Zeitraum sollte vermieden werden. Lavendelöl sollte niemals pur eingenommen werden, denn es kann im Magen zu Reizungserscheinungen führen.


Geschichtliches aus der Medizin: der Wundarzt

Wundärzte gab es seit dem 13. Jahrhundert. Sie sind die Vorläufer der heutigen Chirurgen. Übrigens: die Werkzeuge mit denen sie gearbeitet haben unterscheiden sich nur in den Materialien von denen in der heutigen Chirurgie. Wundarzt war ein Handwerkerberuf, sie waren auch als solches organisiert. Sie machten eine Ausbildung bei einem Bader oder Babier. Sie waren zuständig für äußere Wunden und deren Versorgung. Einige Wundärzte hatte sogar eigene Salbenrezepturen, damit die Wunden besser heilen konnten. So wurden Notizen von einem Wundarzt aus dem frühen 14. Jahrhundert gefunden, der eine Salbe mixte aus: Zwiebel- und Knoblauchsud, Ochsengalle und Bier. Diese sollte wunderbar bei der Heilung der Wunden helfen. Man hat auch nachgewiesen, daß diese Mischung tatsächlich antiseptische Wirkung hatte.


Thema der Woche:

Gedankenhygiene!

Ich möchte Sie heute dazu einladen, täglich Ihre Gedanken auszumisten, so wie Sie Müll und Überflüssiges entsorgen, entsorgen Sie Gedanken, die Ihnen offensichtlich schaden und Sie im Leben nicht weiterbringen, sondern Sie sogar am Weiterkommen hemmen.

Betreiben Sie regelmässig Gedankehygiene? Wessen Geistes Kind sind Sie? Welche Gedanken und Glaubenssätze kehren immer wieder ohne von Ihnen auf Wahrheitsgehalt überprüft zu werden? Ja, welche Gedanken und Glaubenssätze sind vielleicht gar nicht ihre Gedanken sondern ungefragt von anderen Personen übernommene? Haben Sie viele Sätze mit Konjunktiv wie "ich hätte, müsste, wollte eigentlich...." Byron Katie sagt dazu: diese Gedanken entsprechen nicht der Realität, sie sind schlicht unwahr und müssen dringend auf den Prüfstand. Ich rate Ihnen, solche Gedanken aufzuschreiben und mit dem 5-Schrittesystem von Byron Katie zu überprüfen:

1. "Ist dieser Gedanke wirklich wahr?" Übernimm Deine Verantwortung für alles, was Du in Deinem Leben vorfindest. (denn Du hast es erschaffen).

2. "Kannst Du 100% sicher sein, daß er wahr ist?" Anerkenne und nimm an, was jetzt ist.

3." Wie reagierst Du und Dein Körper auf diesen Gedanken?" Nimm all deine Urteile über andere und Situationen zurück und vergebe (auch Dir selbst).

4. "Wer wärst Du ohne diesen Gedanken?" Fühle deine Emotionen bejahend (nur dann können sie gehen).

5. "Kehre Deinen Gedanken um".Triff eine neue Entscheidung! Vielleicht wird ja beispielsweise aus "Er müsste freundlicher zu mir sein" "ICH müsste freundlicher zu mir sein".

Wie ich finde, ein wichtiger Schritt zur Begegnung mit sich selbst, zur Selbstliebe und zu persönlicher Freiheit!

Gedankenhygiene betreiben ist nicht nur befreiend für sich selbst, sondern auch für alle Menschen und Tiere, die uns umgeben.


Probieren Sie es aus und Sie werden sehen wie sich Probleme in ihrem Leben von selbst lösen, nur dadurch, daß Sie Ihre Gedanken beachten und Ihre Gefühle fühlen.

Ich wünsche Ihnen noch eine wunderbare fühlende Sommerzeit. Genießen Sie mit allen Sinnen, riechen Sie die Natur, lauschen Sie den Bäumen, den Vögeln, dem Surren der Insekten und betrachten Sie die bunten Farben der Natur. Das intensive Grün beispielsweise.

Bis zum nächsten Mal, ich schreibe wieder am 29.7.19.

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber








Ingrid's Blog 11/19

Gepostet am 30. Juni 2019 um 15:30

....über Osteopathie:


Die Rippen

Behandlung der Rippen ist in einer osteopathischen Behandlung sehr wesentlich. Warum? Die Rippen sind Bestandteil des Thorax, gemeinsam mit dem Brustbein, den Schlüsselbeinen, und der Brustwirbelsäule. Der Thorax - oder Brustkorb - umschließt die Lunge und das Herz, zwei sehr wichtige Organe im Körper. Ebenso bedeutsam ist hier das Zwerchfell, das wie eine Kuppel von den Rippen nach oben zieht und den "Durchlass" für Speiseröhre und Aorta und Hohlvene, zwei grossen Gefässen, bietet. Rippen sind oft gemeinsam mit Brustwirbeln blockiert. Blockierungen der Brustwirbel können zu Atemproblemen und sogar zu Herzrhythmusstörungen führen. Blockierungen der obersten Brustwirbel führen oft zu "Kribbeln" im Arm, Kopfschmerzen, Nackenproblemen bis hin zu Tinnitus und Schwindel. Man muss wissen, daß oberhalb von den Schlüsselbeinen sich die 1. Rippen befinden, die nach oben und unten verschoben sein können und damit empfliche Nerven, die dort langziehen, stören können.

"Kraut der Woche":




"Achillea Millefolium" oder die Gemeine Schafgarbe:

Man findet sie jetzt im Sommer am Wegesrand. Eine krautartige, bis zu einer Höhe von 60 cm wachsende Pflanze, die zu der Familie der Korbblütler gehört wie Echinacea. Sie ist unkompliziert, verwendet in der Medizin werden Blüten und Blätter.

Die getrockneten Blüten oder Blätter ist ein Mittel gegen Fieber und Erkältungs-
krankheiten, heilt Wunden, ist geeignet gegen Zahnschmerzen, und wirkt auch abschwellend. Seiner blutstillenden Wirkung verdankt die Pflanze seinen Namen: Soldatenkraut. Sie wurde bei Wunden der Soldaten im Krieg im Mittelalter eingesetzt.

In der Kosmetik wird die Pflanze verwendet, um das Haarwachstum anzuregen.

Geschichtliches:

 

Hildegard von Bingen:

Hildegard von Bingen lebte im 12. Jahrhundert und war DIE Lichtgestalt des Mittelalters. Sie hinterliess zahlreiche Schriften, darunter auch Musikkompositionen. Sie gründete ihr eigenes Kloster auf dem Rupertsberg und sie war für ihre Zeit medizinisch sehr bewandert. Sie beschäftigte sich mit Kräutern und deren Wirkung und gründete in ihrem Kloster auch ein Krankenhaus. Als Seelenheilerin war auch der ganzheitliche Blick auf ihre Patienten vorhanden, sie kannte schon den Zusammenhang zwischen Krankheiten und den seelischen Aspekten des Menschen. Auch als wichtig erachtete sie das Wissen über Lebensführung, wie Ernährung und Bewegung.

Hildegard von Bingen kam mit 6 Jahren bereits ins Kloster, sie starb mit 80 Jahren, was für diese Zeit ein biblisches Alter war.


Thema der Woche:


Zyklen des Lebens:

Ich bin fest davon überzeugt, daß alles im Leben zyklisch ist. Alles hat einen Anfang und ein Ende. Nach jedem Ende kommt wieder ein Anfang.


Was bedeutet das?: Sich dem Fluss des Lebens hingeben und nichts festhalten. Das ist leichter gesagt als getan, stimmt. Hier spielt wieder das Urvertrauen eine Rolle.


Im "Hier und Jetzt" leben, einfach nur da sein und sich durch nichts ablenken lassen, sich dem Leben stellen und auch einen Blick für die "kleinen" Dinge, die oft schon so selbstverständlich sind, haben. Zum Beispiel das satte Grün der Wiesen, die leuchtenden Farben der Sommerblumen, der Reichtum in der Natur, die Früchte an den Bäumen, der Duft des Waldes, vor allem nach einem Sommerregen, all das macht mich sehr dankbar und demütig. Daß ich hier sein darf auf diesem wunderbaren Planeten und das alles mit allen Sinnen erleben darf. Für mich hat alles in der Natur eine Seele, die Tiere, die Bäume, sogar die Steine, alles hat einen Sinn und eine Daseinsberechtigung, die es verdient gewürdigt zu werden.


Geht der Mensch mit dieser Haltung durch das Leben, dann erkennt er, daß alles Andere sehr unwichtig ist: all die Dinge mit denen wir uns so gerne ablenken, die wir konsumieren. Letztendlich ist alles was zählt, da zu sein, jetzt in diesem Moment.


So wie der Sommer zu Ende geht, dann der Herbst, der Winter, danach wieder ein Frühjahr und Sommer kommen, so verändert sich auch unser Dasein auf diesem Planeten, durch das Älterwerden. Und: unser Dasein ist begrenzt, das verdrängen wir Menschen gerne.


Mein Lieblingstext von Hermann Hesse beschreibt das wunderbar:


"Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf´um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde."


Genießen Sie den Sommer, gehen Sie in die Natur!


Ich schreibe das nächste Mal am 15.7.


Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber










Ingrid's Blog 10/19

Gepostet am 3. Juni 2019 um 16:00 Comments Kommentare (0)

Aus dem Nähkästchen.....über Osteopathie:


Wussten Sie schon, daß der Schädel aus mehreren Knochen besteht, die über "Nähte" miteinander verbunden sind? Diese Schädel-Knochen sind - wenn auch minimal - untereinander beweglich. Wir Osteopathen unterscheiden den Gesichtsschädel nochmal vom Hirnschädel. In dem sogenannten "Os Frontale" und dem "Os Maxillare", dem Stirnbein und dem Oberkieferknochen, befinden sie die Nebenhöhlen. Nebenhöhlen sind nichts anderes als Löcher (die Natur hat dafür gesorgt, Hohlräume in unseren Schädel einzubauen, sonst wäre er zu schwer geworden) in diesen Knochen. Diese Löcher, wenn sie durch Infektionen und bakteriellen Befall "verstopft" sind, kann man durch craniosakrale Osteopathie freimachen. Ist oft eine einfachere Lösung, als zu riskieren, daß Nebenhöhleninfekte chronisch werden.


"Kraut" der Woche:


Strophantus, das vergessene Herzglykosid





Die in Zentralafrika heimischen Strophanthus-Arten fanden zunächst nur zur Herstellung von Pfeilgiften Verwendung. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts erkannte der Afrikaforscher David Livingstone (1813–1920) die pulsverlangsamende Wirkung dieser Droge. In den Jahren 1887–1890 stellte Sir Thomas Richard Fraser (1841–1920) fest, dass es sich beim Wirkstoff der Strophanthus-Arten um ein Glykosid handelt. Die Isolierung des ersten amorphen Strophanthins gelang Catillon 1888. Im Jahr 1905 setzte Albert Franckel (1864–1931) das aus Strophanthussamen gewonnene k-Strophanthin als intravenöses Therapeutikum ein, das bis heute wegen seines schnellen Wirkungseintritts in der Akutmedizin verwendet wird.

Die Wirkung von Strophanthin:

Es vermindert die Stresshormone im Blut und Herzmuskel.

Es senkt einen zu hohen Blutdruck und wirkt entzündungshemmend.

Es verhindert weitgehend die Attacken einer Angina pectoris.

Es sorgt für eine bessere Durchblutung von Herz und Gehirn und verbessert die Sauerstoff-Ausnutzung.

Es verbessert die Oxidation von Milchsäure und den pH-Wert als Zeichen der Übersäuerung im Herzmuskel.

Durch all diese Eigenschaften eignet es sich für eine Behandlung aller Beschwerden rund um die Herzgesundheit, wie z.B. Arteriosklerose, Bluthochdruck und Herzanfall bzw. Herzinfarkt.

Strophanthin ist ein völlig natürlicher und nebenwirkungsfreier Pflanzenstoff, welcher den Stoffwechsel des Herzens unterstützt, dessen Stoffwechsellage normalisiert und auf diese Weise den Herzmuskel bei Belastung schützt. Das Mittel wirkt sich nachgewiesenermaßen äußerst positiv auf Herzerkrankungen und Herzschwäche aus und erlebte trotzdem in der Medizin einen rasanten Aufstieg und kurze Zeit später ein fast jähes Ende.

Dieses sei, so die Schulmedizin, mit den „gravierenden Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen“ zu erklären. Sucht man aber nach glaubhaften Aufzeichnungen darüber, wird man nirgends fündig. Das bedeutet, daß es schwierig sein kann, von Schulmedizinern ein Strophantusprodukt aufgeschrieben zu bekommen.

Bitte wechseln Sie, sollten Sie kardiologisch behandelt werden, nicht eigenmächtig auf ein Strophantusprodukt. Was Sie aber tun können: Sie können sich Strophantus in homöopathisierter Form besorgen (bekommt man in der Regel ab der D3-Potenzierung rezeptfrei in der Apotheke) und zusätzlich zu Ihren Medikamenten einnehmen. Vielleicht können Sie dann mit Hilfe Ihres Arztes langfristig ihre Herzmedikation reduzieren.


Aus der Geschichte der Medizin:


Heilende Frauen in der Antike:

Parallel zu den Erkenntnissen des Griechen Hippokrates, dem Begünder der modernen Medizin, gab es immer heilende Frauen. Sie waren bei Ägyptern, in Griechenland, in Rom und bei nordischen Völkern als "Wurzelkundige", Heilerinnen, Kräuterweiber oder Zauberinnen hoch geschätzt. Sie hatten Einfluss in der Gesellschaft, sie waren Geburtshelferinnen, die sich auch mit Empfängnisverhütung und Abtreibung auskannten, sie waren umherziehende Heilkundige, die für jedes "Wehwehchen" und Leiden eine Tinktur oder Salbe parat hatten. Ebenso schätzte man ihren Rat und ihre Unterstützung in der Gesellschaft. Sie wurden verehrt und geheiligt, aber auch verdächtigt - je nach dem jeweils herrschenden Frauenbild. Sie saßen am Bett von Gebärenden, Kranken und Sterbenden mit ihrem Wissen, ihrer Intuition und ihrer Erfahrung. Diese wurde weitergegeben in Form von Mythen, Märchen, Geschichten und Ritualen. Später, im Mittelalter, waren Heilerin und Hebamme Lehrberufe für Frauen, die von einer auf die andere übergingen.


Thema der Woche:


Die Angst

Die Angst ist zunächst mal, wie ich ja schonmal in einem früheren Beitrag erwähnt habe, eine zutiefst sinnvolle Einrichtung des Körpers. Sie warnt uns vor Gefahren, sie sorgt mit dafür, daß wir am Leben bleiben. Wer hat nicht schonmal dieses warnende Kribbeln im Körper gespürt? Angst ist aber darüberhinaus DIE negative Emotion, die uns am Weitergehen im Leben hemmt. Angst vor Veränderung, Angst vor dem Alleinsein, Angst den Job zu verlieren, Angst vor dem Tod......Die schlechte Nachricht ist: Angst ist für unsere Glaubenssätze so etwas wie ein Turbo, denn sie wirkt verstärkend. Denkt es in mir: ich möchte meinen Job nicht verlieren und das Ganze noch mit ordentlich gefühlter Angst, so ist das die Autobahn dahin, daß genau das passiert. Wer kennt nicht so Geschichten, daß jemand der immer Angst davor hat, bestohlen zu werden, auch bestohlen wird? Die gute Nachricht: nur SIE können das ändern. Nämlich mit der Überprüfung Ihrer Glaubenssätze, der positiven Formulierung und dem Wahrnehmen Ihrer Angst.

Chinesisch betrachtet ist die Angst eine Störung im Wandlungsreich Wasser. Niere und Blase sind ihre Organe. Volksmund sagt: "das geht mir an die Nieren". Wasser steht für Urvertrauen. Urvertrauen ist das Gegenteil von Angst. Wasser bahnt sich immer seinen Weg zum Ozean, es findet immer einen Durchlass. Wasser ist die "Ursuppe", wir bestehen zu 70% aus Wasser, Wasser speichert die Information. Die Qualitäten sind Flexibilität, Authentizität, Güte, Transparenz.

Die Steigerung der Angst ist die Panik. Panik entsteht, wenn Angst nicht gefühlt wird.


Bleiben Sie sich treu und haben Sie (Ur-) Vertrauen!


Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber


Der nächste Eintrag erfolgt am 1.7.



Ingrid's Blog 9/19

Gepostet am 20. Mai 2019 um 13:30

....Wissenswertes zur Osteopathie:

Das Schulterblatt


Heute möchte ich über Schmerzen im und um das Schulterblatt schreiben. Natürlich - wie immer - betrachtet der Osteopath auch hier nicht nur die Stelle an sich, sondern überlegt die Zusammenhänge. Diese möchte ich kurz aufzeigen:


Verspannungen in der Muskulatur:


Es besteht die Möglichkeit, daß die Ursache hier eine Verspannung oder Verkürzung oder auch Zerrung in der Muskulatur ist. Man muss dafür wissen, daß das Schulterblatt muskulär stark eingebunden ist. Es handelt sich hier um Muskelketten, die über den Nacken und Hals bis zum Ohr hochziehen. Menschen, die viel die Schultern hochziehen sind hier oft betroffen, oder Frauen, die ihre oft zu schweren Handtaschen über der Schulter tragen oder Eltern, die ihre Kinder tragen müssen.


Beckenschiefstand:

Da das Becken eine zentrale Rolle spielt, ist natürlich auch das Becken als Auslöser denkbar. "Unechte" Beckenschiefstände zum Beispiel, durch die starken Muskeln des Beckenbereiches verursacht können der Auslöser sein.


Wirbelsäule und Rippen:


Eine Blockierung der Brustwirbelsäule und / oder dazugehöriger Rippe oder des Rippengelenkes ist häufig die Ursache für Verspannungen im Schulterblattbereich.

Herz und Lunge:

Diese beiden Organe strahlen gerne schmerzhaft in den Bereich des Schulterblattes aus. Sollte ein Problem in einem dieser beiden Organe bestehen, so ist dies auch ärztlich abzuklären.


"Kraut" der Woche:

Datura Stramonium oder weisser Stechapfel




....auch Engelstrompete oder gemeiner Stechapfel genannt. Hierzulande auch wieder häufiger als Zierpflanze zu sehen und auch zu kaufen. Dennoch sollte man wissen, daß es sich um eine der giftigsten Pflanzen handelt, die es hierzulande gibt. Stramonium zählt zu den ältesten Medizin- und Zauberpflanzen.

Die zu den Nachschattengewächsen zählende Pflanze produziert giftige Alkaloide. Alle Pflanzenteile sind giftig und werden in der Medizin verwendet, besonders die Wurzeln und Samen.

Paracelsus schreibt: "
Nach Einnahme von drei Zwanzigstel einer Unze wird der Patient fröhlich und glaubt, er sei der Held des Tages; zweimal diese Dosis und er wird bösartig mit Wahnvorstellungen; bei der dreifachen Dosis bleibt er auf Dauer irre und bei der vierfachen ist er tot."

Als Arznei wird Stramonium eingesetzt gegen Asthma, chronischer Bronchitits, Krampfhusten, Magenschmerzen, Gallen- und Nierenkoliken.

Indianer setzten die Droge wegen ihrer halluzinogenen Wirkung bei heiligen Zeremonien ein.

Im Mittelalter war sie Bestandteil der Hexensalbe.

Sollten Sie kleine Kinder haben, würde ich diese Pflanze aus meinem Garten verbannen....

Geschichtliches:

 

Schädeltrepanationen


Das Schaben oder Bohren von Löchern in den menschlichen Schädel lässt sich mit Hilfe von Knochenfunden bis in prähistorische Zeit zurück verfolgen. Die so genannte Trepanation kann somit als eine der ältesten Formen des operativen Eingriffs bezeichnet werden. Die Absichten, welche der Eröffnung des Schädels zugrunde lagen, sind vielfältig und reichen von Initiationsriten über Dämonenaustreibungen bis zur chirurgischen Behandlung von Hirnblutungen oder Anfallserkrankungen.

Man fand das dazugehörige chirurgische Besteck in Gräbern im alten Ägypten, ebenso bei den indianischen Völkern Amerikas. Im Mittelalter wurde dieses Wissen genutzt, um Schädelverletzungen bei Unfällen oder nach Schlachten zu behandeln.

Man kannte schon damals die Tatsache, daß Silber desinfizierend wirkt und man hat zum Schließen des Schädeleintrittsloches Silbermünzen genutzt. Auch heute wird in der Naturheilkunde das kolloidale Silber als Alternative zum Antibiotikum genutzt.

...Mangel oder Fülle


In welchem Zustand befinden Sie sich? Ich meine nicht materiell, sondern mit Ihrer inneren Einstellung, Ihrer inneren Haltung. Sind Sie eher jemand, der alles skeptisch sieht, nach dem Motto: "wenn das mal gutgeht" oder sind Sie jemand, der voller Vertrauen in sich selbst und in das Leben ist?

Unsere Lebenswirklichkeit erschaffen wir uns selbst mit den beiden Energien: Gedanken und Emotion. Die Gedanken haben in uns eine Grundüberzeugung geschaffen, die wir jeden Tag ausstrahlen. Diese Grundhaltung lässt sich jedem Menschen im Gesicht und an der Körperhaltung ablesen, wenn wir aufmerksam sind. Verstecken können wir das nicht, wegschminken auch nicht.

Ich lade Sie ein, einmal Inventur zu machen in Bezug auf Ihre Lebenswirklichkeit. Daran können Sie sehr gut ablesen, wie Sie bisher tief in Ihnen in Bezug auf die wesentlichen Fragen des Lebens gedacht und gefühlt haben:

Was denke ich über mich selbst - und wie fühle ich mich dabei?

Was denke ich über meine Mitmenschen und was fühle ich Ihnen gegenüber folglich?

Was denke ich über das Leben und wie ist mein entsprechendes Grundlebensgefühl?

So wie Sie über sich selbst denken und fühlen, so werden Sie von den Menschen um Sie und vom Leben behandelt. So wie Sie über die Mitmenschen denken, so kommen Sie Ihnen entgegen. So, wie Sie über das Leben denken, so zeigt es sich Ihnen. Wie innen, so außen...

Die Essenz ist: JEDER IST FÜR SEINE LEBENSWIRKLICHKEIT SELBST VERANTWORTLICH.

Für manche eine bittere Pille zu schlucken, ich weiß. Dennoch hat diese Erkenntnis etwas sehr Positives: man kann es jederzeit ändern. Indem man seine Haltung, sein Denken ändert. Dazu ist es nie zu spät, auch nicht, wenn Sie 90 sind.


Und: in dieser Haltung kann man sich frei fühlen und unabhängig, des es ist eine Tatsache: ob wir uns von Dingen oder Menschen abhängig machen liegt immer an uns selbst.

Schon in der Bibel steht: "nach Deinem Glauben geschehe dir, was Du säst, erntest Du."

Bleiben Sie gesund und munter!

Ich schreibe wieder am 3. Juni.

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber




Ingrid's Blog 8/19

Gepostet am 6. Mai 2019 um 14:00

....Spannendes über Osteopathie....wussten Sie schon,


Daß die Schilddrüse alles regelt im Körper?

Die Schilddrüse sitzt wie ein Schild vor der Halswirbelsäule. Sie regelt
den Sauerstoff- und Energieverbrauch, die Körperwärme, der Mineralstoff- und Wasserhaushalt. Dadurch lenkt das Mini-Organ fast alle wichtigen Funktionen im Körper: den gesamten Stoffwechsel, Herz und Kreislauf, Magen und Darm, Nerven und Muskeln. Von ihrem „Standort" im Hals beeinflusst die Schilddrüse mit ihren Hormonen auch Persönlichkeit und seelisches Wohlbefinden, Sexualität und Fruchtbarkeit und sogar das Wachstum von Haut, Haaren und Nägeln.

Beim wachsenden Organismus spielt die kleine Drüse zusätzlich eine ganz besondere Rolle: Von der ersten Entwicklungsphase im Mutterleib bis zum jugendlichen Alter steuert die Schilddrüse die gesamte körperliche und geistige Entwicklung, so dass ohne Schilddrüsenhormon kein gesundes Heranwachsen von Kindern möglich ist.

Steuerung der Hormonproduktion durch die Schilddrüse:

Damit im Körper alles „wie am Schnürchen" läuft, steuert das Gehirn die meisten Vorgänge. So ist es auch bei der Schilddrüse, denn das Organ schüttet nicht automatisch die richtige Hormonmenge aus, die der Körper gerade benötigt.

Die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) und der Hypothalamus, ein weiterer Bereich im Gehirn, sind für diese Steuerung zuständig. Die Hypophyse registriert dabei, ob gerade viel oder wenig Schilddrüsenhormon im Blut vorhanden ist. Je nachdem sorgt sie dann mit ihrem Botenstoff dafür, dass die Schilddrüse „angekurbelt" oder „gebremst" wird. Ist beispielsweise zu wenig Schilddrüsenhormon vorhanden, schüttet die Hirnanhangsdrüse das sogenannte TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon) aus, das die Hormonausschüttung in der Schilddrüse steigert.

Die Hypophyse wird ihrerseits vom Hypothalamus mit Hilfe des Hormons TRH (Thyreotropin- releasing-Hormon) kontrolliert.


Erkrankungen der Schilddrüse sind häufig. Es kann sich um eine Schilddrüsenvergrößerung handeln, Knotenbildung in der Schilddrüse, Über- oder Unterfunktion (die Schilddrüse selbst bildet auch Hormone, die dann zuviel oder zuwenig ausgeschüttet werden), oder auch eine Schilddrüsenentzündung gibt es.


Was kann der Osteopath hier machen? Auf jeden Fall eine mögliche Schilddrüsenerkrankung nicht außer Acht lassen! Ich beobachte häufig, daß trotz schulmedizinischer Versorgung der Schilddrüse Symptome wie Antriebslosigkeit, bleierne Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrationsstörungen, Sehstörungen, Verdauungsstörungen, Gewichtszunahme ohne Grund am Patienten festzustellen sind. Ich rate meinen Patienten zu einer schilddrüsenadäquaten Ernährung (dazu gibt es Literatur), und zur Einnahme von Ashwagandha, bzw. Selen, Vitamin B, und Omega 3-Fettsäuren.


Bleiben die Symptome muss darüber nachgedacht werden, daß das schulmedizinische Medikament entweder nicht gut eingestellt ist, oder nicht vertragen wird. Es gibt beispielsweise bioidentisches Schilddrüsenhormon aus Schweineschilddrüse, das eventuell besser vertragen wird als synthetisch Hergestelltes.


Oft betrifft das besonders Frauen in den Wechseljahren. Hier ist zu bedenken, daß durch die hormonelle Umstellung auch die Schilddrüsenmedikation eventuell angepasst werden muss.


"Kraut" der Woche:

Die schwarze Maulbeere (Morus Nigra)




Ihre Heimat ist Vorderasien und der Südkaukasus. Früher im Mittelalter wurde aus den Beeren Wein hergestellt, medizinisch wurde die Wurzelrinde als Abführmittel eingesetzt, auch gegen Bandwürmer. Ebenfalls zur Senkung des Blutzuckers und des Cholesterin, und als Schleimlöser.


Bekannter ist der weisse Maulbeerbaum (Morus alba), der den Seidenspinnerraupen (Herstellung von Seide) als Futter diente.


Geschichtliches:

Heinrich Hermann Robert Koch (* 11. Dezember 1843 in Clausthal; † 27. Mai 1910 in Baden-Baden) war ein deutscher Mediziner, Mikrobiologe und Hygieniker. Koch gelang es 1876, den Erreger des Milzbrands (Bacillus anthracis) außerhalb des Organismus zu kultivieren und dessen Lebenszyklus zu beschreiben. Dadurch wurde zum ersten Mal lückenlos die Rolle eines Krankheitserregers beim Entstehen einer Krankheit beschrieben. 1882 entdeckte er den Erreger der Tuberkulose (Mycobacterium tuberculosis) und entwickelte später das vermeintliche Heilmittel Tuberkulin. 1905 erhielt er den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Robert Koch ist damit – neben seinem Kollegen Louis Pasteur in Paris – zum Begründer der modernen Bakteriologie und Mikrobiologie geworden. Er hat grundlegende Beiträge zur Infektionslehre sowie zum Aufbau der Tropenmedizin in Deutschland geleistet.


Thema der Woche:

Sind Sie grenzenlos?

.....oder wie gehen Sie mit ihren eigenen Grenzen um? Wo haben Sie ihre eigene Grenze gesetzt? Haben Sie eine Komfortzone eingebaut oder nicht?

Es geht hier darum, anderen Menschen Grenzen zu setzen. Das dient dem Repekt sich selbst gegenüber, und auch dem Respekt, den man von Anderen erwarten kann.

Liebevoll anderen Menschen Grenzen aufzuzeigen ist nur dem Menschen möglich, der sich selbst gegenüber sehr respektvoll ist und der sich selbst liebt.

Widerfährt Ihnen Respektlosigkeit im Leben? Dann überprüfen Sie bitte Ihre eigene Einstellung sich selbst gegenüber. Finden Sie sich toll, liebenswert, und strahlen Sie das auch aus?

Fordern Sie Repekt von Ihrer Umwelt ein! Auch von Partnern, Eltern, Geschwistern. Menschen, die Ihnen sehr nahe stehen. Achten Sie dabei auch auf die Angelegenheiten. Ich hatte schon in früheren Posts darüber geschrieben. Ist es wirklich IHRE Angelegenheit, die Sie beschäftigt, oder die Angelegenheit Ihres Gegenübers? Viele Menschen neigen dazu, sich in den Angelegenheiten Anderer zu befinden. Vor allem gern in der Angelegenheit des Partners, habe ich beobachtet. Das nicht zu tun, ist auch ist ein Akt des Respekts!

Bleiben Sie ganz bei sich! Ich schreibe wieder am 20. Mai.

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber


Ingrid's Blog 7/19

Gepostet am 14. April 2019 um 15:00

.....Wussten Sie schon....Spannendes über Osteopathie:


.....Daß in der Osteopathie auch Verbindungen zwischen den inneren Organen und dem Bewegungsapparat beachtet werden? Die Organe haben nicht nur Verbindungen über Faszien und Bänder untereinandern, sondern auch Verbindungen und Anhaftungen zur Bauchwand und zur Rückenwand.


So kann eine Gebärmutter die Blase genauso beeinflussen wie die Lendenwirbelsäule und das Kreuzbein. Der Dünndarm ebenso die Lendenwirbelsäule. Die Leber hat über Bänder Verbindungen zur Blase. Ebenso hat die Leber Anhaftungen an der rechten Schulter. Die Lunge hat Bänder, die zu den beiden Schultern führen. Das Herz ist über seinen Herzbeutel in Kontakt mit der Leber, dem Zwerchfell, der Lunge, den Rippen und den Brustwirbeln....



Und das sind nur einige Beispiele. Viele Menschen, die zu mir in die Praxis kommen, sind erstaunt zur hören, daß durch Osteopathie nicht nur der Bewegungsapparat behandelt wird, sondern auch die inneren Organe. Es wird die Mobilität und damit die Durchblutung verbessert, dadurch kann sich jede Struktur wieder erholen und Beschwerden, auch langjährige, bessern sich.


"Kraut" der Woche: Ashwagandha, die Winterkirsche oder Schlafbeere






Ich muss zugeben: Ich selbst habe sie erst vor Kurzem entdeckt. In Indien gehört sie zu DEN Pflanzen des Ayurveda schlechthin. Sie wird dort eingesetzt gegen Schlafstörungen und zur Verbesserung des Nervensystems und damit auch der Gedächtnisleistung.

Sie kann aber noch viel mehr: durch Studien sowohl in Indien als auch in Europa wurde festgestellt, daß sie Schilddrüsenunter- und überfunktion ausgleichen kann. Sie wirkt regulierend auf alle Hormonsysteme des Körpers. Damit ist sie auch geeignet für Patienten mit Wechseljahresbeschwerden und zur Regulation des Insulin.

Durch die Regulierung der Hormone der Nebenniere, z.B. das Cortisol, ist sie stressreduzierend. Ebenso stimmungsaufhellend.

Sie stimuliert das Immunsystem und die körperliche Kraft und Ausdauer, bei Männern wirkt sie potenzsteigernd.

Aus den Wurzeln werden Alkaloide gewonnen, und Withanolide. Ihr lateinischer Name ist Withania somnifera. Sie gehört zu den Nachtschattengewächsen.



Geschichtliches:


Im 18. und 19. Jahrhundert galt es als wissenschaftlich erwiesen, dass Frauen unfähig waren zu studieren. Josepha von Siebold ließ sich von Vorurteilen aber nicht aufhalten und wurde Hebamme. 1815 erhielt sie als erste Frau die Ehrendoktorwürde. Noch fast 100 Jahre nach diesem Datum blieben die Universitäten für Frauen verschlossen.


Für eine 1771 geborene Beamtentochter genießt Josepha Henning eine ungewöhnlich freie Kindheit: Sie trägt Jungenkleidung und lernt für höhere Töchter so ungewöhnliche Dinge wie Reiten und Kutschfahren. Doch mit zehn Jahren muss Josepha die geliebten Hosen gegen Mädchenkleidung eintauschen: In einem Ursulinenkloster wird sie entsprechend des Bildungsideals des 18. Jahrhunderts erzogen – zu einer:

„nützlichen, freundlichen, gehorsamen, gottesfürchtigen und uneigensinnigen Hausmutter.“


„Es fehlt dem weiblichen Geschlechte nach göttlicher und natürlicher Anordnung die Befähigung zur Pflege und Ausübung der Wissenschaften.“


Doch Josepha von Siebold lässt sich von Vorurteilen nicht aufhalten: Mit einer Ausnahmegenehmigung darf sie bei ihrem Schwager, Professor Elias von Siebold, in Würzburg studieren. Hinter einem Vorhang vor den Blicken ihrer Mitstudenten verborgen, hört sie dessen Vorlesungen über Geburtshilfe – die Teilnahme an praktischen Übungen wird ihr jedoch verwehrt. Auch ihr Schwager ist davon überzeugt, dass die Unterweisung von Frauen in der Arztkunst nur dazu führe, „dass medizinische Pfuscherinnen gebildet würden.“


So setzt Josepha von Siebold ihre Ausbildung in der Praxis ihres Ehemanns fort, der anders als sein Bruder, das Talent seiner Frau nicht nur erkannt hat, sondern auch umfassend fördern will. Im November 1807 bittet sie schließlich um Zulassung zur Staatsprüfung. Der Antrag hat Erfolg. Allerdings wird das Kollegium dazu angehalten, die Kandidatin – da es sich um eine Frau handelt – besonders streng zu prüfen. Vier Stunden lang muss die angehende Frauenärztin ihr Wissen in Theorie und Praxis unter Beweis stellen.

1819 verhilft Charlotte von Siebold einer kleinen Victoria auf die Welt – der späteren Königin von England.



Thema der Woche:



Der Rhythmus des Lebens:


So wie die Natur einen Rhythmus hat: das Werden und Vergehen, die 4 Jahreszeiten, die Tages- und Nachtzeiten, so hat der Mensch ebenso einen Rhythmus.

Ich meine hier nicht nur Schlaf- und Wachzeit, besonders möchte ich hinweisen auf Phasen der Pause, des NICHTSTUNS zwischen all dem Rennen, der Hektik und dem Tun des Alltags. Gönnen Sie sich Pausen tagsüber? Halten Sie inne? So ganz für sich und ohne Ablenkung? Spüren Sie dann mal in sich hinein? Schreit es eventuell in Ihnen: "Ich kann nicht mehr?".

Nicht umsonst ist Burnout mittlerweile sehr verbreitet. Es ist einfach völlig gegen unsere Natur, immer "Online" zu sein, immer zeitlich getaktet zu sein. Wenn kleine Kinder im Haus sind, haben Sie die Möglichkeit, sich mal - und wenn es nur 5 Minuten sind - zurückzuziehen?

Alles was Sie entspannt, ist hilfreich: der Spaziergang im Wald, das Schwimmen im See oder einfach nur entspannt auf dem Stuhl sitzen und in die Weite schauen kann Sie zum Innehalten bringen. Yoga und Meditation helfen dabei, mal bei sich selbst anzukommen und in sich hineinzuspüren, über das tiefe Atmen in den Bauch, der beim Yoga und der Meditation so wichtig ist.

Ich möchte Sie heute einladen, sich ganz bewußt jeden Tag dafür Zeit zu nehmen. Es ist unsere große Aufgabe, in diesem Leben bei uns selbst anzukommen und uns selbst kennenzulernen und anzunehmen. Das geht nur, wenn man bei sich ist, nicht wenn man mit der Aufmerksamkeit immer im Außen ist.

Auch die Menschen, die die Zeit dafür hätten, die vielleicht in Rente sind, rennen. Ich frage mich oft, wovor rennen sie davon? Wenn Aktivität und Ruhephasen nicht in der Balance sind, dann rate ich dazu, sich mal zu fragen, warum. Schließlich hat man sich ja immer selbst dabei, das allein ist schon ein Grund, mit sich selbst ins Reine zu kommen und sich kennenzulernen.

Ich schreibe wieder am 6. Mai und wünsche all meinen Lesern ein entspanntes Osterfest mit viel Pausen und Zeit für sich selbst.

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber






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