Praxis für Osteopathie Rauber    

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Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/27

Gepostet am 8. Oktober 2018 um 18:00 Comments Kommentare (0)

 

Aus dem Nähkästchen zur Osteopathie:


Knieschmerzen:


Wie oft hat Mann/Frau Probleme mit dem oder den Knien. In all den Jahren als Osteopathin, in denen ich tätig bin kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich Knie ursächlich behandelt habe. Warum? Knie reagieren aus meiner Erfahrung auf das, was von unten und oben kommt, sprich: auf Hüfte/Becken und Füsse. Fußfehlstellungen und/oder Beckenblockierungen allen voraus sind sehr oft verantwortlich für Knieschmerzen.


Damit keine Mißverständnisse aufkommen: wenn man auf das Knie fällt und das dann schmerzt und anschwillt ist das Knie natürlich die Ursache!


Ich spreche von Knieschmerzen ohne solche Vorgeschichten, die evtl. schon chronisch sind. Ein Beispiel für einen solchen Zusammenhang ist ein Muskel, der vom Becken aus zur Innenseite des Unterschenkels zieht, ein Muskel, der zu der hinteren Muskulatur des Oberschenkels zählt, genannt M. Semimembranosus. Dieser ist mit dem Innenband und dem Innenmeniskus des Knies verwachsen. Wenn Zug auf diesem Muskel ist, durch Beckenblockierungen und/oder muskuläre Verkürzungen, kann dieser allein verantwortlich sein für einen Knieschmerz. Ich hatte diesen Fall in meiner Praxis schon sehr oft. Ist die Beckenblockierung dann gelöst, löst sich sehr wahrscheinlich dann auch der Knieschmerz.


Kraut der Woche:


Schwarzes Bilsenkraut oder Hyoscyamos niger



Schwarzes Bilsenkraut ist bekannt für seine psychoaktive und halluzinogene Wirkung. Es war im Mittelalter Bestandteil der Hexensalbe. Doch Hyoscyamus niger ist nicht nur als psychoaktive Pflanze bekannt. Schwarzes Bilsenkraut wirkt erstklassig bei Zahnschmerzen und wird ebenfalls als natürliches Mittel bei Asthma genutzt.

Bilsenkrautzubereitungen sind schon in der Antike bekannt und werden als Schmerzmittel sowie als natürliches Beruhigungsmittel und Narkotikum verwendet. Aus dem Bilsenkraut lässt sich ebenfalls ein Bier brauen, welches je nach Dosierung ein Rauschmittel oder Aphrodisiakum ist.

Nicht unerwähnt bleiben sollte die Tatsache, dass das schwarze Bilsenkraut bei Überdosierung zu tödlichen Effekten führen kann. Aufzeichnungen über tödliche Vergiftungsfälle gibt es allerdings in einschlägiger ethnobotanischer Literatur nur selten.

Auch in der Homöopathie wird das Kraut entsprechend dem Arzneimittelbild verwendet. Es kommt hier überwiegend bei Unruhe und Schlafstörungen zum Einsatz.


Geschichtliches:


Hexenwahn und Hexenverfolgung:

Als Hexenverfolgung bezeichnet man das Aufspüren, Festnehmen, Foltern und Bestrafen (insbesondere die Hinrichtung) von Personen, von denen geglaubt wird, sie praktizierten Zauberei bzw. stünden mit dem Teufel im Bunde. In Mitteleuropa fand sie vor allem während der Frühen Neuzeit statt. Global gesehen ist die Hexenverfolgung bis in die Gegenwart verbreitet.

Die Gründe für die gegenüber dem Mittelalter in der Frühen Neuzeit deutlich verstärkte massenhafte Verfolgung in einigen Regionen sind vielfältig. So gab es zu Beginn der Neuzeit eine Vielzahl an Krisen wie die Kleine Eiszeit, pandemische Seuchen und verheerende Kriege.

Erst als einzelne Aspekte des Magieglaubens in das Strafrecht der frühmodernen Staaten übertragen wurden, konnte es strukturell zu massenhafter Verfolgung kommen.

Ein Interesse an der Verfolgung von Hexen beziehungsweise vorchristlich-germanische Deutungsmuster, die persönliches Unglück wie regionale Missernten und Krisen auf Magie zurückführten, waren in breiten Bevölkerungskreisen vorhanden. Hexenverfolgungen wurden teilweise aktiv wie auch gegen den Willen der Obrigkeit eingefordert und praktiziert.

Frauen stellten in Mitteleuropa die Mehrzahl der Opfer (etwa drei Viertel der Opfer in Mitteleuropa) wie auch der Denunzianten von Hexerei und Hexen. In Nordeuropa waren Männer stärker betroffen. Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Konfessionszugehörigkeit und Hexenverfolgung liegt nicht vor.

Insgesamt wird geschätzt, dass in Europa im Zuge der Hexenverfolgung drei Millionen Menschen der Prozess gemacht wurde, wobei 40.000 bis 60.000 Betroffene hingerichtet wurden. Der Höhepunkt der Verfolgungswelle in Europa liegt zwischen 1550 und 1650.

Hexenverfolgungen sind heute insbesondere in Afrika,Südostasien und Lateinamerika noch anzutreffen.


Thema der Woche:


Bleiben Sie beweglich!

Bewegen Sie sich! Andrew Taylor Still, der Begründer der Osteopathie sagte "Leben ist Bewegung". Je älter desto mehr seien Sie bemüht darum beweglich zu bleiben. Äußere Beweglichkeit führt auch zu innerer Beweglichkeit: 2x die Woche 1 Stunde Spazierengehen, Wandern, Fahrradfahren und regelmässig Dehnen wäre schon ein Anfang. Yoga beispielsweise ist eine wunderbare Möglichkeit, Ausdauertraining, Kräftigung und Dehnung in Einklang zu bringen! Finden Sie einen Sport, der Ihnen auch Spaß macht, damit sie es auch regelmässig ausüben.


Auch im Winter kann man rausgehen! Ziehen Sie sich warme Funktionskleidung an und gehen sie z.B. 1-2 Stunden stramm spazieren, am Besten mit Stöcken, vielleicht mit 2-3 Anstiegen auf einen kleinen Berg, und sie werden merken, wie fit sie werden mit der Zeit! Es lohnt sich!!!


Was auch davon profitiert: Ihr Herz-Kreislaufsystem wird stabilisiert, Ihr Immunsystem gestärkt, Ihre Verdauung angeregt und Sie beugen Arthrose und Osteoporose vor.



Ein weiterer Effekt, sich draußen zu bewegen ist, der Natur nahe zu sein. Man kennt mittlerweile das "Waldbaden". Es ist inzwischen auch unter Wissenschaftlern anerkannt, daß ein Aufenthalt im Wald, in der Natur, einen positiven Effekt auf das vegetative Nervensystem hat, sogar mit zur Heilung von "Burnout" und Nervosität und Schlaflosigkeit führen kann.



Mein letzter Eintrag handelte davon, "selbstverständliche" Dinge wieder zu schätzen zu wissen, auch die Wertschätzung der Natur führt zu umsichtigem Umgang mit ihr, und damit automatisch zu mehr Wertschätzung von sich selbst. Probieren Sie es aus!



Der nächste Eintrag erfolgt am 22. Oktober!

Eine schöne, wertschätzende und dankbare Zeit wünsche ich Ihnen!

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber






Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/26

Gepostet am 24. September 2018 um 16:00 Comments Kommentare (0)

....Spannendes über Osteopathie:

Die Augenhöhle:


Die Augenhöhle wird aus insgesamt 6 verschiedenen Knochen des Gesichtsschädels gebildet: Dem Stirnbein: das die Stirn bildet, das Keilbein: einem Knochen der Schädelbasis, der eine gelenkige Verbindung mit dem Hinterhauptsbein, dem Occiput hat, dem Tränenbein, dem Ethmoidale: dem Siebbein, das ein Teil der Nasennebenhöhlen mit bildet, dem Zygomaticum: dem Jochbein und der Maxilla: dem Oberkiefer.


Allein durch das Keilbein hat das Auge eine Verbindung zu fast allen anderen Schädelknochen, wie dem Scheitelbein (Parietale) und dem Schläfenbein (Temporale), letzteres beheimatet die Pfanne des Kiefergelenkes und direkt daneben das Ohr.


Durch seine Verbindung mit dem Hinterhauptsbein (Occiput) hat die Augenhöhle auch eine indirekte Verbindung zur Wirbelsäule.

So ist es vielleicht nachvollziehbar, daß Blockierungen in der Halswirbelsäule zu einer Verschlechterung des Sehens führen kann, genauso bei Kindern und Jugendlichen eine Fixation des Oberkiefers durch das Tragen von Zahnspangen.

Übrigens: der Nervus opticus, der Sehnerv führt auch direkt durch das Keilbein hindurch. Bewegt sich das Keilbein durch Blockaden einseitig nicht mehr, so kann das ebenfalls die Augen beeinträchtigen.


Kraut der Woche:


Beifuß oder auch gemeiner Beifuß genannt (Artemisia vulgaris)



Der Beifuß wächst an vielen Wegrändern und Geröllplätzen und wird meistens gar nicht als wertvolle Heilpflanze wahrgenommen, obwohl er sich bis zu 2 m emporreckt.

Wenn man diese wärmeverbreitende Heilpflanze jedoch erstmal kennengelernt hat, möchte man sie nicht mehr missen.

In früheren Jahrhunderten galt der Beifuß als Mutter aller Kräuter. Er wurde gegen zahlreiche Frauenbeschwerden und Verdauungsprobleme eingesetzt und sollte außerdem auf magische Weise stärken und schützen. Man nutzt sowohl das Blatt als auch die Wurzel zur Heilung.

Wie der Name schon andeutet, wirkt er lindernd bei Beinen und Füßen, die von langen Wanderungen müde sind und weh tun. Dazu kann man ein Öl mit dem Beifusskraut ansetzen, mit dem man bei Bedarf Füße und Beine einreibt. Solch ein Öl kann auch bei Rheumatismus lindernd wirken.

Da er entspannend auf das Nervensystem wirkt, kann man ihn auch bei Nervosität und Schlafstörungen einsetzen, z.B. als Tee vor dem Schlafengehen oder indem man Blüten und Blätter in ein Kissen einnäht und mit ins Bett nimmt. Zusammen mit Baldrianblüten und Lavendel hat solch ein Kissen einen beruhigenden Wohlgeruch.

In der Frauenheilkunde wirkt Beifusstee vor allem durch seine erhitzenden und anregenden Eigenschaften. Er wirkt menstruationsfördend bei schwacher Periode (Achtung! In der Früh-Schwangerschaft nicht verwenden, da er Fehlgeburten auslösen kann). Da er auch entkrampfend wirkt, hilft er auch gut bei schmerzhafter Periode.


Geschichtliches:


Die Geburtsstunde der Homöopathie

Die napoleonische Zeit (Napoleon: 1769-1821) war nicht nur politisch und gesellschaftlich eine Epoche der Veränderungen und des Wandels. Auch in die Medizin kam damals viel Bewegung. Immer mehr Ärzte waren unzufrieden mit den Behandlungsmöglichkeiten, die zum Teil noch aus der Antike stammten – man denke an den Aderlass. Sie machten sich auf die Suche nach zeitgemäßen, modernen Therapieformen, in die das aktuelle naturwissenschaftliche Wissen und die neue aufgeklärte Weltsicht einfließen sollten. Diese Einsicht trug wesentlich zur kritischen Diskussion und Abschaffung des Aderlasses bei, ebenso gab es den Anstoß für die Beschäftigung mit Hypnose und letztlich für die Psychoanalyse.

Ganz anders verhält es sich mit der Neuerung, die Samuel Hahnemann (1755-1843) in die Medizin einbrachte: der Homöopathie. Sie war und ist in ihrer Wirksamkeit umstritten, aber sie hält sich als Heilmethode – mit schwankender Beliebtheit – bis heute. Als chemisch-pharmazeutisch äußerst versierter Arzt hat Hahnemann mit der Homöopathie übrigens nicht nur eine neue Heilmethode erfunden, sondern auch die kritische Arzneimittelprüfung mit Selbstversuchen an gesunden Menschen in der Medizin etabliert.

Es ist heute noch üblich, in Kreisen der Homöopathen die "Arzneimittelprüfung" zu vollziehen, dabei die Symptome aufzuschreiben. All diese Erkenntnisse sind nachzulesen im "Synthesis", einem Nachschlagewerk der Homöopathie.


In der Homöopathie geht es darum, Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln. Hahnemann hatte das Werk des schottischen Arztes William Cullen übersetzt und hier von der therapeutischen Wirkung der Chinarinde bei Malaria erfahren . Er probierte das Mittel selbst. Nach einigen Wochen stellten sich bei ihm die gleichen Symptome wie bei einer Malaria ein, nur ohne Fieber. Dies ging in die Geschichte der Homöopathie als die erste Arzneimittelprüfung ein. Hahnemann ging von der Auffassung aus, dass es eine Lebenskraft, die „Vis vitalis“ gibt. Diese sei beim Kranken geschwächt. Man müsse nur das passende Mittel finden – dies habe mit einer ausführlichen Anamnese zu geschehen – um diese Lebenskraft wiederherzustellen.

Dabei entdeckte er, daß man statt die Urtinktur (also die unverdünnte, ursprüngliche Substanz) zu verabreichen, auch eine starke Verdünnung zum Ziel führt. Daraus entstand dann später die Potenzierung. Je höher eine Potenz ist (also statt D3 beispielsweise C200) desto mehr wirkt die Arznei auf der Seelenebene, je niedriger die Potenz, desto eher wirkt die Arznei auf der Körperebene.



Thema der Woche:


Genügend oder Ungenügend?

Genügen Sie oder fühlen Sie sich ungenügend? Ungenügend - ein schreckliches Wort, jeder kennt es noch aus der Schule. Wenn man eine Klassenarbeit als "ungenügend" zurückbekam, das machte was mit einem. Und dann: was sagen die Eltern?

Haben Sie heute noch manchmal das Gefühl, ungenügend zu sein? Nicht zu genügen, nicht "genug" zu sein? Fühlen Sie sich manchmal als Versager, schwach und haben das Gefühl, dem Leben nicht gerecht zu werden?

Zu genügen, ist mit ein ganz großes Thema unserer Zeit. Dahinter steckt der Druck, Erfolg zu haben, nicht als Versager dazustehen, weder im Beruf noch privat. Damit keiner mit dem Finger auf einen zeigt und man sich dann fühlt wie damals nach der Klassenarbeit.

Oder spiegelt sich Ihr Gefühl nicht zu genügen darin, daß Sie nicht genug haben? Zum Beispiel Geld? Dominiert in Ihrem Leben das Gefühl des Mangels?

Mangeldenken führt zu noch mehr Mangel. Wie herauskommen aus dieser Spirale? Manche sagen "positives Denken". Das ist alles schön und gut, nur, wenn Ebbe auf dem Konto ist, wie soll man dann denken: "ich habe Geld in Hülle und Fülle" und auch noch davon überzeugt sein? Das wird nicht funktionieren!

Der einzige Weg, davon bin ich sehr überzeugt, vom Mangel in die Fülle ist der Weg zurück zu uns selbst, uns wieder fühlen lernen, bei uns selbst ankommen. Wahrnehmen, was wir alles haben statt was uns fehlt. Wenn alles wegbrechen würde, was bliebe übrig? Wir selbst! Gehen Sie jeden Tag, und wenn es nur 10 Minuten sind, von der Zerstreuung in die Sammlung und in die Konzentration. Der Weg ist egal: ein Spaziergang im Wald allein!!! kann dazu führen, eine Meditation, Yoga, Taichi, oder einfach auf der Couch sitzen, Radio und Fernseher ausschalten, die Augen schließen und ganz bei sich sein.

Spüren Sie, daß sie jeden Tag genug zu Essen haben, einen mehr oder weniger gesunden Körper, Atemluft, eine tolle Landschaft um sich herum, fließendes Wasser in der Nähe, ein Dach über dem Kopf......gehen Sie zurück zu den einfachen Dingen, den Dingen, die Ihnen mittlerweile so selbstverständlich sind, daß Sie verlernt haben, sie wahrzunehmen. Und wenn Sie bereit sind, das alles wahrzunehmen, werden Sie feststellen, daß der Mangel, das Mangeldenken einen großen Gegenspieler hat: die Dankbarkeit!!! Lernen Sie, dankbar zu sein für jeden Tag, der Ihnen geschenkt wird, für das Essen, für den tollen Staat in dem wir leben, für jeden Cent auf Ihrem Konto.....

Aus der Haltung der Dankbarkeit kommen wir automatisch vom Mangel in die Fülle! Dankbarkeit ist eine Haltung der Liebe und des Herzens.  Machen Sie mit, es lohnt sich!!!


Ich danke Ihnen für das Lesen meines Blogs!

Haben Sie schöne, dankbare Tage! Bis in 14 Tagen, der nächste Eintrag erfolgt am 8. Oktober.

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber :D






Kurze Nachricht

Gepostet am 17. September 2018 um 19:00 Comments Kommentare (0)


Liebe Patient/Innen, liebe Leser/Innen!

Mir ist bewußt, daß ein neuer Eintrag überfällig ist. Seit mehreren Wochen wohne und arbeite ich auf einer Baustelle, die neben dem Alltag viel Zeit, Energie, Arbeit und Aufmerksamkeit von mir fordert. Daher kann ich, solange diese noch besteht, nicht die nötige Zeit, Konzentration und Aufmerksamkeit für einen neuen Eintrag aufbringen.

Am 24. September ist die Lage entspannter und ein neuer Eintrag wird an diesem Tag erfolgen.

Ich danke Euch allen für Euer Verständnis! Übrigens: rund ums Haus sieht schon alles anders aus: neue Stellplätze für die Praxis statt Vorgarten, alles neu gepflastert, inklusive Eingangsbereich. Ihr werdet beim nächsten Besuch der Praxis diese kaum wiedererkennen.....:)


Viele Grüße, Eure Ingrid Rauber

Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/25

Gepostet am 30. Juli 2018 um 17:00 Comments Kommentare (0)

....über Osteopathie:


Die Lunge:

Wie sie ja bereits erfahren haben, "bearbeitet" man in der Osteopathie nicht nur die Wirbelsäule, Gelenke, etc. sondern gleichermassen Organe.

Dieses große Organ füllt den Brustkorb fast ganz aus, links etwas weniger, da hier das Herz noch Platz benötigt. Die Lunge hat mannigfaltige Verbindungen zu: Rippen 1-12, Schlüsselbein, Brustbein, Speiseröhre, Herz, Zwerchfell. Darüberhinaus ist die Lunge an 3 Bändern aufgehangen, oben in Verbindung zu 1. Rippe (liegt über den Schlüsselbein), 6. Halswirbel bis zum 1. Brustwirbel.

So ist es vielleicht nachvollziehbar, daß Blockierungen in der Halswirbelsäule und am Übergang von der Brust- zur Halswirbelsäule ihre Ursache in der Lunge haben können.

Ursache hierfür können außer Rauchen auch ein zu oberflächliches Atmen sein. Wird die Lunge nicht ausreichend belüftet, so kann das Auswirkungen haben.

Man sollte folgendermassen atmen: von den oberen Rippen, den unteren Rippen bis zum Bauch (unterhalb vom Bauchnabel), von da aus auch in der umgekehrten Reihenfolge wieder ausatmen. Achten Sie auch darauf, daß Sie die gleiche Menge ausatmen, wie Sie einatmen. Der Bauch sollte sich leicht wölben und senken. Die Atmenfrequenz sollte niedrig, die Atemintensität hoch sein.

In meinem osteopathischen Alltag ist Atmen ganz wichtig. Ich beobachte, daß durch das Atmen auch das Gewebe lockerer und durchlässiger wird, die Strukturen können sich entspannen.


"Kraut" der Woche:

Die Alraune:


Die Alraune ist die klassische Zauberpflanze des Altertums und des Mittelalters. Ihre Wurzel war heißbegehrt und galt als zauberkräftig, weil ihre Form der Gestalt von Menschen ähnelt. Die Alraune ist stark giftig und führt zu gefährlichen Rauschzuständen, die potentiell tödlich sind. Medizinisch wird sie heutzutage nur noch in homöopathischer Dosis angewendet.

Hauptanwendung: Magische Zwecke,

Heilwirkungen: schlaffördernd, schmerzstillend, menstruationsfördernd

Anwendungsgebiete: Asthma, Bronchitis, Depressionen, Gelenkentzündung, Ischias, Koliken, Kopfschmerzen, Leberschwäche, Magenschwäche, Schlangenbisse

wissenschaftlicher Name: Mandragora officinalis, Atropa mandragora, Mandragora circaea

Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse = Solanaceae

Auch unter den Namen Alraunmännchen, Drachenpuppen, Erdmännchen, Galgenmännchen, Hexenkraut, Mandragora, Springwurz, Unhold-Wurzel, Zauberwurzel bekannt.

Inhaltsstoffe: Alkaloide, Atropin, Hyoscyamin, Scopolamin

Sammelzeit: Da die Alraune sehr giftig ist, wird sie heutzutage nicht mehr in der Heilpflanzenkunde angewendet.

In der Homöopathie wird sie hingegen gerne verwendet, weil sie in hochverdünnter (potenzierter) Form ungefährlich ist.

Ab der Potenz D4 kann man das homöopathische Mittel Mandragora rezeptfrei in Apotheken erhalten.


Geschichtliches:

Ludwig, der XIV. von Frankreich, der Sonnenkönig (1638-1715)

Nach allem, was man heute weiß, ist es eigentlich ein Wunder, dass der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. überhaupt 79 Jahre alt wurde. Nicht weil er besonders viele Krankheiten gehabt hätte, ganz im Gegenteil.

Seiner guten Grundkonstitution hatte es der mächtige Herrscher wohl zu verdanken, dass er die Behandlung seiner Leibärzte so viele Jahrzehnte überlebte. Denn das medizinische Wissen im 17. und 18. Jahrhundert basierte teilweise auf hanebüchenen Lehren und fatalen Praktiken.

So gingen die Gelehrten am Hof des Königs davon aus, dass die Zähne ein unvergleichlich hohes Infektionsrisiko darstellen. Prinzipiell nicht verkehrt – viele Menschen starben an Zahnkrankheiten und deren Folgen. War das Gebiss vom vermeintlichen "Zahnwurm" befallen, rückten umherziehende Bader und Zahnbrecher mit einer groben Zange an, um das Übel wortwörtlich bei der Wurzel zu packen.

Eine Narkose oder Betäubung gab es nicht – die Dauer der Qual hing einzig von der Schnelligkeit und Geschicklichkeit des Baders ab. Wissen zur Wundheilung und Mundhygiene war kaum vorhanden, sodass nach der Behandlung dennoch etliche Patienten verstarben.

Um diesem Schicksal vorzubeugen, wurden dem Sonnenkönig auf Anraten der Leibärzte schon in jungen Jahren alle Zähne und ein Teil des Gaumens entfernt. Als Folge der wenig fachmännischen und überflüssigen Operation hatte Ludwig XIV. ein Leben lang Probleme mit der Nahrungsaufnahme: Sämtliche Mahlzeiten wanderten unzerkaut in seinen Magen, nicht selten vergammelten Essensreste in seinem löchrigen Kiefer.

Thema der Woche:

"Was stimmt nicht (mehr) in deinem Leben?

Was fühlt sich nicht stimmig und rund an?

Das Leben zeigt uns immer, wenn in unseren Lebensbereichen etwas nicht stimmt, nicht in der Balance ist, weil es sich unstimmig, unrund anfühlt oder über längere Zeit mit Unzufriedenheit verbunden ist. Es ist die Stimme unseres Herzens, die uns – oft vermittelt über Empfindungen oder Symptome des Körpers zuruft: „Du, was du hier lebst oder wie du es lebst – sei es die Beziehung zu dir selbst, zum Partner, zu anderen oder zu deiner Arbeit – das stimmt doch nicht mit dem überein, was du zu leben wünschst.“

Keiner benötigt mehr als 3 Sekunden, um sich die Fragen zu beantworten:

„Fühlt sich meine Beziehung/Partnerschaft oder Ehe stimmig, gut und rund an?“

„Ist meine Arbeit, das, womit ich jeden Tag so viele Stunden verbringe, etwas was mir Freude macht oder mich erfüllt?“

„Ist deine Beziehung zu dir selbst, die Art, wie du mit dir selbst umgehst, eine schöne Liebesbeziehung?“

Je länger wir das Nicht-Stimmige, Unzufriedene und Freudlose unseres Lebens nicht genau anschauen und unsere Schöpfer-Verantwortung dafür übernehmen, desto mehr Zeichen schickt dir das Leben, bis es schließlich sehr ‚laut‘ werden muss durch Unfall, Krankheit, Verlassenheits- oder Verlusterfahrungen, damit du endlich aufwachst.

Mach darum jetzt Zwischeninventur in deinem Leben und fang an aufzuräumen, das Bisherige zu würdigen und anzuerkennen und dich neu auszurichten auf die Richtung, die dein Herz dir signalisiert."

Robert Betz

"Zwischeninventur" machen, Ausmisten, ist sehr heilsam. Es gibt verschiedene Wege, zu "entschlacken": durch Umstellung der Ernährung unseren Körper, durch Tränenfluss unsere Seele, durch Verschenken und Wegwerfen unsere Umgebung. Auch die Menschen, die uns umgeben, dürfen ab und zu mal auf Stimmigkeit überprüft werden.

Wie lange ist Ihre letzte Inventur her? Nutzen Sie diesen herrlich warmen Sommer, um Ballast abzuwerfen, egal auf welcher Ebene. Danach fühlen Sie sich erleichtert, garantiert.

Geniessen Sie weiter den Sommer und bleiben Sie ganz bei sich !

Den nächsten Eintrag können Sie voraussichtlich ab Montag, den 27.8. lesen!

Herzlichst Ihre Ingrid Rauber!





Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/24

Gepostet am 23. Juli 2018 um 15:00 Comments Kommentare (0)

...über Osteopathie:


Das Occiput, oder Hinterhauptsbein:


Das Occiput befindet sich im Schädel, und zwar - wie der Name schon sagt - am Hinterhaupt, da wo sich unterhalb die Wirbelsäule befindet. Wichtige Strukturen befinden sich im Kontakt mit dem Occiput: am Schädel direkt die beiden Os Parietale, oder Scheitelbeine, die die "Mitte" des Kopfes abdecken, seitlich die beiden Os Temporale, oder Schläfenbeine, die die Pfanne des Kiefergelenkes und das Ohr beherbergen und zuguterletzt noch bildet es zusammen mit dem Os Sphenoidale oder Keilbein die Schädelbasis. Aus osteopathischer Sicht bilden Occiput und Sphenoid eine zentrale Verbindung, was die minimalen Schädelbewegungen angeht. Alle anderen Schädelknochen richten sich danach, wie diese beiden Knochen ausgerichtet sind und sind damit so etwas wie eine zentrale Stelle, die immer mitbehandelt wird. Man hat durch diese Verbindung Zugriff auf: die Augenhöhlen, die Ohren, die Nebenhöhlen, Ober- und Unterkiefer. Außerhalb des Schädels noch die ersten beiden Halswirbel Atlas und Axis, in der Osteopathie kennt man diese Symbiose auch als OAA-Gelenk, Occiput-Atlas-Axis-Gelenk. Darunter passt sich dann die gesamte Wirbelsäule zusammen mit seinem Nervenkanal, dem Spinalkanal, bis zum Becken an.

So ist es aus osteopathischer Sicht möglich, daß Fehlstellungen im Becken Auswirkungen auf den Schädel haben und umgekehrt. Kiefergelenks-Fehlstellungen nach ausgiebigen Zahnarztbehandlungen zum Beispiel können umgekehrt eine absteigende Wirkung haben auf die Lendenwirbelsäule und auf das Kreuz-Darmbeingelenk.


"Kraut" der Woche: Echinacea oder der Sonnenhut




Sonnenhut gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae) und blüht von Mai bis August.

Welche Pflanzenteile und Inhaltsstoffe werden verwendet?

Als pflanzliche Arznei dient beim schmalblättrigen Sonnenhut die Wurzel. In ihr kommen sogenannte Alkamide vor sowie ätherisches Öl und Kaffesäure-Abkömmlinge wie die Substanz Echinacosid.
 Beim Purpur-Sonnenhut wird das Kraut verwendet, also alle Pflanzenteile außer der Wurzel. Es enthält die gleichen Stoffgruppen wie der schmalblättrige Sonnenhut, jedoch in unterschiedlichen Mengen. Der blasse Sonnenhut kommt als Arzneipflanze seltener zum Einsatz, da in ihm die Alkamide fehlen. In seinen Wurzeln stecken unter anderem sogenannte Ketoalkene und Ketoalkenine. Sonst entsprechen die Inhaltsstoffe den anderen beiden Arten.

Was bewirken die Inhaltsstoffe? Wogegen hilft Sonnenhut?

Sonnenhut-Gewächse – insbesondere Echinacea purpurea sowie Echinacea angustifolia – wirken sich positiv auf das Immunsystem aus.

Wer Echinacea als Immunstimulans einnehmen möchte – ob in Form von Tropfen oder Tabletten – sollte damit gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung beginnen. Echinacea ist DAS Immunstimulans und sehr wirksam gegen Erkältungskrankheiten.

Geschichtliches:

Das Hexensalbenrezept des Johannes Hartlieb

Johannes Hartlieb (hat ca. von 1400 bis 1460 gelebt) war der erste Arzt, der ein Rezept für eine Zubereitung, die später meist als „Hexensalbe“ genannt wurde, aufgeschrieben hat:

Hexensalbe:

„Sie wird aus sieben Kräutern hergestellt. Dabei wird jedes einzelne Kraut genau an dem Tag gepflückt, der ihm zugeordnet ist. So ergaben sich am Sonntag „Solsequium“(der Sonne folgend, Löwenzahn, Ringelblume, Wegwarte, Johanniskraut), am Montag „Lunaha“(Mond, Stumpfes Silberblatt, Spitzes Silberblatt, Königsfarn, Mondraute), Dienstag „Verbena“(Eisenkraut), Mittwoch „Mercurialis“(Merkurs, Schutt- Bingelkraut, Wald- Bingelkraut), Donnerstag „Barba Jovis(Bart Jupiters, Donnerkraut, Dachhauswurz, große Fetthenne), am Freitag „Capillus Veneris(Venushaar, Frauenhaar- Farnarten). Daraus stellen sie dann unter Beimischung von Vogelblut und Tierschmalz Salben her. Wenn ihnen dann danach ist, bestreichen sie Bänke oder Stühle, Rechen oder Ofengabeln und fahren darauf von hinnen. Das ist nichts anderes als Nigromantie…“

Dieses Rezept ist pharmaziegeschichtlich hochinteressant, da es als die einzige erhaltene Rezeptur des ausgehenden Mittelalters gelten kann. Zudem unterscheidet sie sich eklatant von allen späteren Rezepten der frühen Neuzeit. Hartliebs Rezept folgt alchemistischen und kabbalistischen Anschauungen, spätere Rezepte orientieren sich an den pharmakologischen Wirkungen der Pflanzendrogen.

Die den Wochentagen (und Planetengöttern), nur der Samstag (der Tag des Saturn) fehlt – zugeordnete Kräuter lassen sich nicht eindeutig botanisch identifizieren, die im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit mit den gleichen Namen benannt wurden.

Nur das Eisenkraut hat Hartlieb in seinem Kräuterbuch intensiv erwähnt (Kräuterbuch S.105).

Das Eisenkraut hat seinen Namen nicht nur von dem Metall Eisen- wie meist angenommen, sondern auch von der ägyptischen Göttin Isis (= Frau Eysen), der Herrin der Zauberkräuter und – Zauberkunst.

Alle Rezepturen der Hexensalbe aus der frühen Neuzeit beinhalten durchgehend als wesendliche Bestandteile psychoaktive Substanzen: Schlafmohn/Opium, Nachtschatten/Tollkirsche, Alraune, Bilsenkraut, Stechapfel, Lattich, Taumelolch, Sturm- und Eisenkraut, Schierling, Hanf, Steppenraute, Seerosen. Viele dieser Pflanzen waren auch Johannes Hartlieb bekannt auch diese werden in seinem Kräuterbuch genannt und beschrieben. Die meisten dieser Pflanzen sind in astrologischer Hinsicht „Pflanzen des Saturns“ also Kräuter die am Samstag gesammelt werden. Vielleicht wollte Hartlieb die wahre Rezeptur, nämlich eine Mischung aus saturnischen Pflanzen verheimlichen?

Eine dieser saturnischen Zauberpflanzen hat jedoch Eingang in das Buch der verbotenen Künste gefunden: die Alraune, die Hartlieb unter ihrem im Odenwald gebräuchlichen Namen „Atzman“ beschreibt (Buch aller verbotenen Künste, Kapitel 79/79a). Immerhin ist die Alraune, die „Menschenwurzel“, seit der Antike Bestandteil vieler Riten, die von Hartlieb als „verbotene Künste“ angesehen werden: Orakelwesen, Totenbeschwörung, Flugsalben, Dienstbarmachung von Hilfsgeistern, Liebeszauber und Aphrodisiaka, magische Räucherungen usw.

Der deutsche Name Alraune leitet sich von Alruna, „die Alles weiß“, dem Namen für die südgermanischen Seherinnen und weisen Frauen, ab. So wie diese ehemals heiligen Frauen und Schamaninnen später als „Hexen“ verfolgt und ermordet wurden, so wurde die Alraune, ihre psychoaktive Orakelpflanze, dämonisiert. Mit der Christianisierung Germaniens wurde die Mandragora (als alte heidnische Ritualpflanze) zuerst von Hildegrad von Bingen (1093- 1179) verteufelt.

Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren das Hartlieb die echten Zaubermittel, also psychoaktiv stark wirksame Pharmaka, vertuschen wollte, weil er sie, genau wie Hildegard, für zu gefährlich hielt? Oder wusste er einfach nicht mehr?

Thema der Woche:

Das Ding mit der Verantwortung

Verantwortung: was ist das eigentlich?

Verantwortung für jemand anderen übernehmen: geht das überhaupt?

Wofür und für wen sind wir denn überhaupt verantwortlich?

Die meisten werden sagen: wir tragen Verantwortung für unsere Kinder. Stimmt. Einige werden auch sagen: wir tragen Verantwortung für unseren Partner. Stimmt nicht!

Denn: jeder Erwachsene ist für sich selbst verantwortlich. Das ist der Preis des Erwachsenseins, daß wir für das  was wir tun und auch für das, was uns passiert und begegnet, verantwortlich sind.

Unsere Taten entstehen aus unseren Gedanken, die wir täglich denken, denn daraus entsteht unsere Lebenswirklichkeit. Also haben wir auch Verantwortung für das, was uns passiert, denn wir haben es in unser Leben gezogen.

Wer als Erwachsener immer noch denkt, andere Menschen sind für sein Schicksal verantwortlich oder Gott oder wer oder was auch immer, der ist immer noch in Wirklichkeit ein Kind. Zwar im Körper eines Erwachsenen, aber dieser Mensch hat noch nicht verstanden, daß er alles selbst in sein Leben gezogen hat. Damit fühlt sich dieser Mensch als Opfer und wird es so lange bleiben, bis er es selbst ändert.

Und wie ist das mit Krankheiten? Genauso! Jede Krankheit hat eine Bedeutung. Zum Beispiel: Wer Schnupfen hat, hat die "Nase voll". Wunderbar beschrieben ist das in dem Buch "Krankheit als Weg" von Thorwald Detlefsen. Krankheiten sind Zeichen des Körpers, Hinweise darauf, daß der Mensch etwas nicht betrachten möchte. Auch hier gilt: selbst hinschauen, selbst Verantwortung übernehmen, der Arzt oder Heilpraktiker ist nur "Hilfsmittel", die Ursache kann jeder nur bei sich selbst suchen.....und schaue ich (noch) nicht hin, werden die Zeichen des Körpers deutlicher, bis ich gar nicht anders kann als hinschauen. Jetzt stelle ich Ihnen die Frage: wie sinnvoll ist es dann, Krankheiten einfach "weghaben" zu wollen?

Übernehmen Sie Verantwortung für sich und für alles, was Ihnen geschieht und begegnet im Leben. Das ist der einzige Weg, selbstbestimmt und glücklich im Leben zu sein.

Genießen Sie die Sonnentage,

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber












Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/23

Gepostet am 1. Juli 2018 um 13:00 Comments Kommentare (0)

....über Osteopathie:


Das Kiefergelenk

Hier handelt es sich um eine der wichtigsten Gelenke in der osteopathischen Arbeit. Leider in der Schulmedizin oft nicht beachtet, dabei kann das Kiefergelenk Auslöser sein für viele Beschwerden.

Der Gelenkkopf befindet sich am Ende des Unterkiefers, seine Pfanne in einem Anteil des Schädels, der sich Os Temporale nennt, direkt neben dem Ohr. Damit benenne ich schon eine Struktur, die anfällig ist, wenn Kopf und Pfanne nicht direkt aufeinandersitzen. Schwindel und Tinnitus können den Auslöser Kiefergelenk haben.

Auch schlechter werdendes Sehen kann die Konsequenz sein, wenn das Kiefergelenk blockiert ist. Genauso wie Nackenprobleme, Schulterprobleme und Probleme der Brustwirbelsäule.

Kopfschmerzen, Probleme mit den Gesichtsnerven (Facialisparese, Trigeminusneuralgie), Nebenhöhlenprobleme, kurz: alle Geschehnisse am Kopf können auf das Kiefergelenk zurückzuführen sein. Sie merken also: ein weites Feld!

Große Probleme werden gesetzt durch die Zahnkorrekturen bei Kindern. Vor allem feste Zahnspangen sorgen dafür, daß durch die Fixierung der Kiefer andere Strukturen durch den Versuch, diese Unbeweglichkeit auszugleichen, in Mitleidenschaft geraten. Ich habe schon erlebt, daß Kinder dadurch schlechter hörten, schlechtere Augen bekamen, sogar der ganze Körper sich verdrehte, bis zum Becken. Beckenblockierungen beobachte ich bei diesen Kindern eigentlich immer.

Deshalb rate ich Eltern: gehen Sie einmal monatlich zum Osteopathen, wenn Ihre Kinder Spangen tragen!


"Kraut der Woche":

"Achillea Millefolium" oder die Gemeine Schafgarbe




Eine krautartige, bis zu einer Höhe von 60 cm wachsende Pflanze, die zu der Familie der Korbblütler gehört wie Echinacea. Sie ist unkompliziert, wächst an Wegrändern oder in Gärten, verwendet in der Medizin werden Blüten und Blätter.

Die getrockneten Blüten oder Blätter ist ein Mittel gegen Fieber und Erkältungskrankheiten, heilt Wunden, ist geeignet gegen Zahnschmerzen, und wirkt auch abschwellend. Seiner blutstillenden Wirkung verdankt die Pflanze seinen Namen: Soldatenkraut. Sie wurde bei Wunden der Soldaten im Krieg im Mittelalter eingesetzt.

In der Kosmetik wird die Pflanze verwendet, um das Haarwachstum anzuregen.


Geschichtliches:

Die Seitenkrankheit

Im Mittelalter mit eine der am häufigsten auftretenden Erkrankungen mit tödlichem Ausgang. Es handelt sich hier um die "Appendizitis", hier im Volksmund als Entzündung des "Blinddarms" bekannt.

Im Mittelalter stand man hilflos davor. Man durfte als Christ keine Leichen studieren, daher wusste man nichts von dieser Struktur im Bauch. Man ließ diese armen Menschen zur Ader, was sie noch mehr schwächte, auch Kräuterauflagen halfen in diesem Fall herzlich wenig.

Es handelt sich hier um einen Wurmfortsatz am Beginn des aufsteigenden Teils des Dickdarms. Die Struktur gehört zu den lymphatischen Organen, wie auch die Rachenmandeln und die Lymphknoten. Die Aufgabe des Appendix ist die Abwehr von Bakterien, Pilzen, Viren, die ja über die Nahrung in den Körper, bzw. Darm gelangen können.

Entzündet sich der Appendix, schwillt er an und er kann platzen, und so kann sich die ganze infektiöse "Suppe" in den Bauchraum ergiessen und dort eine Allgemeininfektion auslösen, die immer tödlich verläuft.

Heute ist das auch noch gefährlich, aber man operiert sofort bei klinischen Anzeichen einer Appendizitis, und entfernt diesen "Wurmfortsatz".


Thema der Woche:

"Schläfst Du noch oder lebst Du schon?"

....oder vom Unbewussten in das Bewusste. Viele Menschen, so beobachte ich es täglich, laufen routinemässig durch das Leben. Gehen einfach den Dingen nach, denen sie immer nachgegangen sind, auch wenn sich schon ein Unzufriedenheitsgefühl breit macht, oder Krankheit.

Ich möchte heute an Sie appellieren, sich ihr Leben einmal schonungslos bewußt zu machen. Setzen Sie sich 5 Minuten in der Stille hin und träumen Sie, so wie die Kinder: was möchte ich in diesem Leben erreichen? Was möchte ich ändern? Was möchte ich überhaupt von meinem Leben?

Paul Ferrini schreibt hier zu in einem seiner Bücher: "Die meisten Menschen wissen nicht, was sie wollen oder sie glauben nicht daran." Robert Betz sagt dazu etwas provozierend: "Auf den Grabsteinen der meisten Menschen müsste stehen: "Sie wussten nicht was sie tun.""

Machen Sie Inventur in ihrem Leben. Verabschieden Sie sich von allem was sich nicht mehr stimmig anfühlt: Gegenstände, Möbel, Wohnung, Kleidung, Freunde, Partner, Beruf....Ok, hier wird es schon heikel! Ich weiß. Dennoch: ist das Leben nicht viel zu kurz um sich mit Partnern oder einer Tätigkeit viele Stunden am Tag und in der Nacht abzugeben, die in Wirklichkeit nicht mehr zu uns passen oder sogar dazu führt, daß es uns schlecht geht? Ich sage immer: Es gibt für alles eine Lösung!

Ich kenne sogar Menschen über 50, die mit einem neuen Job und neuem Partner nochmal durchgestartet sind.

Tun Sie Dinge, die Sie schon immer tun wollten: lernen Sie ein Instrument, Singen Sie im Chor, oder nehmen Sie Gesangsunterricht, Tanzen Sie, was auch immer Ihr Herz zum Singen bringt!

Und: Haben Sie eine Aufgabe im Leben! Etwas, wofür Sie brennen!!! Und: kommen Sie mir jetzt nicht mit "ja, meine Enkel, mein Partner, etc", das meine ich nicht. Ich meine eine Aufgabe, entweder eine Berufung, der Sie nachgehen oder ein Hobby oder eine ehrenamtliche Tätigkeit.

"Höre auf, eine Kopie zu sein und nach links und rechts zu blicken. Du bist nicht hier, um die Erwartungen anderer zu erfüllen, auch nicht die Erwartungen und Wünsche deiner Eltern und Partner. Gib ihnen diese Energien zurück. Sie gehören zu ihnen und haben mit dir nichts zu tun. Ihre Erwartungen waren Übungsmaterial für dich, damit du unterscheiden lernst zwischen dem, was andere wollen, und dem, was du selbst willst. Und dies musst du dann auch durchziehen.

Lebe dein eigenes Leben und sei du selbst - ganz gleich, wie andere darüber sprechen und denken. Horche nicht auf den Applaus der Menschen, sondern nur auf den Applaus deines eigenen Herzens. Rück ab von der Masse der Schafe, die vergessen haben, daß sie einmal als Löwe geboren wurden, dann aber das Blöken und das Mitlaufen gelernt haben. Lebe ein von der Masse abgerücktes, das heißt ver-rücktes Leben und mache keine Kompromisse mehr mit deinem Herzen. Und wenn du sie hin und wieder doch machst, dann verurteile dich nicht dafür, sondern verzeihe dir, aber halte den Kurs deines Herzens."

Robert Betz aus "Willkommen im Reich der Fülle."

In diesem Sinne: Bleiben Sie ganz Sie selbst!

Der nächste Eintrag erfolgt am 23. Juli.

Haben Sie eine schöne Zeit bis dahin und genießen Sie den Sommer, Ihre Ingrid Rauber

Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/22

Gepostet am 18. Juni 2018 um 19:00 Comments Kommentare (0)

....über Osteopathie:


Wussten Sie schon, daß Sodbrennen seine Ursache ganz woanders haben kann, als am Magen selbst? Wenn alles Schulmedizinische abgeklärt worden ist, und keine Ursache für das Sodbrennen gefunden wurde, lohnt es sich, mal ganzheitlich darauf zu schauen. Narben im Bauchbereich können genauso die Ursache sein, wie Blockierungen in der Brustwirbelsäule oder Probleme mit dem Kiefergelenk.

Der osteopathische Blick eröffnet nochmal ganz neue Möglichkeiten, es lohnt sich!


"Kraut" der Woche:

Basilikum


Basilikum ist typisch für die italienische Küche. Ob Pesto, Pasta oder Pizza: Es ist das aromatische Basilikum, welches viele der weltweit beliebtesten Gerichte zu etwas ganz Besonderem macht. Doch das Basilikum ist nicht nur eine Gaumenfreude, sondern auch eine wertvolle Heilpflanze. Basilikum lindert Entzündungen und Gelenkschmerzen, baut Stress ab, beruhigt den Magen und kann sogar multiresistente Bakterien in ihre Schranken weisen. Zusätzlich ist Basilikum eine gute Quelle für Vitamin K, Calcium, Eisen und Betacarotin.



Geschichtliches:

Die Entdeckung des Blutkreislaufs:

William Harvey behandelte die englische Königsfamilie. Der Londoner Arzt, 1587 in Folkstone geboren, hat in Cambridge und Padua studiert. Als Anatom und Leiter des College of Physicians überprüft er die Lehre Galenius'. Harvey stellt eine einfache Berechnung an: Das Herz fasst etwa hundert Milliliter Blut. So viel treibt es pro Schlag in den Körper. Es schlägt 60 Mal pro Minute, bewegt also 360 Liter pro Stunde. Die Leber müsste demnach mehr Blut produzieren, als ein Mensch überhaupt Nahrung aufnehmen kann. Außerdem findet Harvey beim Sezieren keine Herzporen, sondern ein Kammernsystem für Hin- und Rückfluss. Sein Schluss: Das Blut bewegt sich in einem Kreislauf.


Robert Betz zum Thema Selbstliebe:

"Anstatt sich selbst zu lieben, erwarten Millionen von Menschen, dass andere sie lieben mögen. Wir wünschen uns Anerkennung, Wertschätzung, Lob und Liebe von Partnern, Eltern, Freunden und Vorgesetzten, während wir sie uns selbst vorenthalten. Das muss zu Enttäuschung und Konflikten führen.

Über viele Jahrhunderte wurde die Selbstliebe verpönt und mit Egoismus und Narzissmus verwechselt. Wer sich aber selbst liebt und gut für sich sorgt, der ist Segen und Geschenk für seine Mitmenschen. Wie froh wären viele von uns, hätten unsere Eltern besser für sich gesorgt.

Bis heute versuchen die meisten, es anderen recht zu machen und ihre Erwartungen zu erfüllen. Nur wenige haben den Mut, ganz auf ihr Herz zu hören und dadurch anderen ein Vorbild in puncto Lebensfreude und Herzerfüllung zu sein."


Zur Selbstliebe gehört auch, sich mit sich selbst zu beschäftigen, statt auf die vielen Möglichkeiten der Ablenkung "hereinzufallen". Seine eigenen "Zustände" und Gefühle wahrzunehmen, zu fühlen und liebend anzunehmen.

Ich habe manchmal, wenn ich meine Patienten, auch meine Freunde und Familie so beobachte, das Gefühl, alles in unserem Alltag ist ein riesiges Ablenkungsmanöver von uns selbst: Stress, Ärger, Enttäuschung, bis hin zum Burnout bringt uns weit weg von uns selbst. Vor allem DAS Mantra dieser Zeit: "Ich habe keine Zeit"!

Dabei wäre der Anfang ganz einfach: nur jeden Tag zu einer festen Zeit 30 Minuten mit sich selbst sein, die Augen schließen, atmen und einfach nur in diesem Moment präsent sein. Nichts denken, nur da sein. Das wäre schon ein Anfang.

Seien Sie ganz bei sich! Eine schöne Woche wünsche ich Ihnen!

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber



Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/21

Gepostet am 11. Juni 2018 um 17:00 Comments Kommentare (0)

....aus dem Nähkästchen, über Osteopathie:

Die Rotatorenmanschette

Die Rotatorenmanschette besteht aus drei Muskeln, und zählt zu der Muskulatur der Schulter: M. supraspinatus, M. infraspinatus und M. teres minor. Sie heben den Arm an und drehen ihn nach außen. Sie ziehen von dem Schulterblatt zum Oberarmknochen.


Sehr gerne gibt es hier Verletzungen, auch durch Überlastung. Besonders die Sehnen dieser Muskeln sind eine Schwachstelle und können verdicken oder sogar reißen und dadurch Beschwerden verursachen. Osteopathisch gesehen ist es sehr wichtig, diese Muskeln auch zu dehnen, da diese sehr gerne durch vegetative Belastung schon von vorneherein verkürzt sind. Durch Schonhaltung und Nichtbewegen verschlimmert sich die Situation immer, und man kommt in einen Teufelskreis: Schonhaltung verursacht Schmerz, Schmerz verursacht Schonhaltung. Es hilft nur eines: bewegen, bewegen und nochmal bewegen, am Besten unter fachkundlicher Anleitung eines Osteopathen oder Physiotherapeuten.


"Kraut" der Woche:


Die Kornblume



Die Kornblume wächst auf allen Kontinenten, bevorzugt auf steinigem, nicht kultiviertem Gelände. Sie blüht von Juni bis August. Medizinisch verwendet werden die Blüten. Sie werden zur Herstellung von Augentropfen verwendet, gegen gereizte, müde Augen. Bei zu Rötungen neigender Haut Kornblüten zum warmen Badewasser geben.



Geschichtliches:

Wegen des wachsenden Einflusses der Sozialdemokratie sieht sich Kaiser Wilhelm I. auf Anraten des Reichskanzlers Otto von Bismarck veranlasst, dessen Auffassung vorzutragen, der Reichstag solle Gesetze zur finanziellen Absicherung der Arbeiter gegen Krankheit, Unfall, Invalidität und Alter beschließen. Er sendet daher zur Eröffnung des deutschen Reichstages am 17. November 1881 die auf Bismarck zurückgehende Kaiserliche Botschaft. In den folgenden Sitzungsperioden verabschiedet der Reichstag mehrere Gesetze zur sozialen Sicherung.

1883: Endgültige Trennung zwischen privater Krankenversicherung und gesetzlicher Krankenversicherung durch Reichskanzler Otto von Bismarck.[2]

1883, 21. Juni: Das Gesetz, betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter (KGV) wird verkündet

Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter im Reichsgesetzblatt

1884, 1. Dezember: Das Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter tritt in Kraft. Folgende Leistungen werden eingeführt:

Krankengeld ab dem 3. Tag, 50 Prozent bis zu 13 Wochen

ärztliche Behandlung, Arznei und Hilfsmittel

Krankenhausbehandlung

Sterbegeld

Wöchnerinnenunterstützung (Mutterschaftshilfe)


Thema der Woche:


Das Denken zum Danken machen


Ich gehe regelmässig in ein Fitnessstudio. Dort habe ich folgende Beobachtung gemacht: Ein Mann und eine Frau unterhielten sich angeregt. Bei näherem Hinsehen realisierte ich, daß die Frau auf den Mann einredete. Was sie ihm mitteilte, war durchweg negativ: wie schlimm alles im Leben ist, die Autofahrer, die Politik, und überhaupt.....der Mann versuchte zu erwidern: "Was wichtig ist, ist Dankbarkeit..." Er kam aber bei der Frau nicht durch......


Die Frau war sich sicherlich nicht der Tatsache bewußt, daß sie mit ihrer negativen Grundhaltung den Mann mit hinunterzog. Ich finde es legitim, sich aus solchen Situationen herauszuziehen, auch wenn es vielleicht unhöflich erscheint. Diese Energien können sich bei sich selbst festsetzen und machen auch was mit einem.


Hier entscheiden Sie: Mangel oder Fülle? Da, wo Ihre Gedanken und Gefühle sich aufhalten, da schaffen Sie auch das Morgen. Wo wollen Sie morgen sein?

Seien Sie zunächst im Hier und Jetzt: sensibilisieren Sie sich für alles, was sich Ihnen bietet, all die Fülle, die Sie jeden Tag erhalten: ein Dach über dem Kopf, Nahrung, Menschen, die Sie mögen um sich herum, ein Auto, Ihre Arbeit, usw. Geht man in die Dankbarkeit für alles, kommt man in einen ganz anderen "Modus".


Wer mit Dankbarkeit durch sein Leben geht, der nährt in sich das Bewußtsein eines reichen, erfüllten Menschen, und er zieht Reichtum und Fülle an.


Seien Sie erfüllt! Im Innen und Außen,


Eine schöne Woche Ihnen, herzlichst Ihre I. Rauber



Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/20

Gepostet am 4. Juni 2018 um 19:00 Comments Kommentare (0)

Aus dem Nähkästchen.....über Osteopathie:


Wussten Sie schon, daß der Schädel aus mehreren Knochen besteht, die über "Nähte" miteinander verbunden sind? Diese Schädel-Knochen sind - wenn auch  minimal - untereinander beweglich. Wir Osteopathen unterscheiden den Gesichtsschädel nochmal vom Hirnschädel. In dem sogenannten "Os Frontale" und dem "Os Maxillare", dem Stirnbein und dem Oberkieferknochen, befinden sie die Nebenhöhlen. Nebenhöhlen sind nichts anderes als Löcher (die Natur hat dafür gesorgt, Hohlräume in unseren Schädel einzubauen, sonst wäre er zu schwer geworden) in diesen Knochen. Diese Löcher, wenn sie durch Infektionen und bakteriellen Befall "verstopft" sind, kann man durch craniosakrale Osteopathie freimachen. Ist oft eine einfachere Lösung, als zu riskieren, daß Nebenhöhleninfekte chronisch werden.


"Kraut" der Woche:

Myrte oder Myrtus communis



Die Myrte ist ein immergrüner Strauch, der in Mittelmeerländern gedeiht. Medizinisch verwendet werden die Blüten, Blätter und die Früchte. Im Mittelalter galt die Myrte als Pflanze, die Ruhm, ewige Liebe und eheliche Treue symbolisierte. Daher krönte man mit ihr Helden und Bräute. Bei vielen religiösen Zeremonien ersetzte sie den Weihrauch.


Wirkstoff bei der Myrte ist  das Öl, das sie enthält. Es wirkt adstringierend für den Darm, auf die Bronchien, und bei Blutungen. Es hat sogar eine desinfizierende Wirkung bei Entzündungen.



Geschichtliches:

Lachsnerinnen:

Lachsen heißt zaubern oder heilen. So wurden die germanischen Heilerinnen genannt. Diese Frauen sangen Zauberlieder, berührten Stellen, wo das Übel saß, und trugen Kräuter auf, die heute noch verwendet werden in der Phytotherapie. Das Wissen wurde in den Frauenlinien der Familien weitergegeben.


Über die Freiheit:

Freiheit, ein großer Begriff, was ist Freiheit eigentlich? Und: ist es in unserer Welt eigentlich überhaupt möglich, wirklich frei zu sein?

Ich behaupte, nein. Auf irgendeine Art und Weise sind wir immer von unserer Umwelt, von anderen Menschen, abhängig. Sei es von der Tatsache, Geld verdienen zu müssen, und wir sind auch soziale Wesen, das ist auch nicht zu unterschätzen. Und politische Freiheit? Gibt es die wirklich?

Ich möchte Ihnen heute einen Gedanken nahebringen, der den Freiheitsbegriff vielleicht etwas näher definiert. Für mich persönlich ist Freiheit, daß ich die Möglichkeit habe, mein inneres Potential zu entwickeln. Daß ich als Frau, mit dem was ich in die Welt bringen möchte, mit dem was ich ausdrücken möchte, ganz offen leben kann. Sei es privat, und auch beruflich.


Was ist für Sie Freiheit? Haben Sie Lust, Ihre Gedanken hier als Kommentar mitzuteilen? Sie sind dazu herzlich eingeladen!


Zum Schluss einen Kommentar von Albert Schweitzer zum Thema Freiheit:


"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.
Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann.
Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.
Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt.
Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen,
Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.
Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.
Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen;
lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens.
Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.
Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln,
der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: Dies ist mein Werk!
Das alles ist gemeint, wenn ich sage: ich bin ein freier Mensch."


Bleiben Sie gesund und munter!


Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber

Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/19

Gepostet am 27. Mai 2018 um 15:00 Comments Kommentare (0)

Aus dem Nähkästchen...über Osteopathie:


......wussten Sie schon, daß es Muskeln gibt, die vom Schulterblatt bis zur Halswirbelsäule führen, und eine weiterführende Verbindung bis zum Schädel haben? Der Ansatzpunkt sitzt oberhalb vom Ohr. Ist durch viel Stress im Alltag die Muskulatur im Schulter/Nackenbereich verkürzt oder deren Durchblutung vermindert, so kann das zu Symptomen führen wie: Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, steifer Nacken, Blockierung einzelner Wirbel in der Halswirbelsäule.


"Kraut der Woche":

Symphytum Officinale oder Gemeiner Beinwell




Beinwell wächst wild in milden Klimazonen auf feuchten und sumpfigen Böden. Man verwendet die Wurzeln, Blüten und Blätter. Blütezeit ist der Mai. Durch die Substanz Allantoin hat Beinwell sehr gute Heilerfolge bei Hautproblemen, wie Rötungen, Verbrennungen, rauhe Haut. Schwellungen und Quetschungen und vor allem gute Erfolge bei der Unterstützung vom Abheilen von Knochenbrüchen (Begriff symphuo: ich vereine, halte zusammen), kennt man schon seit ca. 4000 Jahren.


Geschichtliches:


Schädeltrepanationen


Das Schaben oder Bohren von Löchern in den menschlichen Schädel lässt sich mit Hilfe von Knochenfunden bis in prähistorische Zeit zurück verfolgen. Die so genannte Trepanation kann somit als eine der ältesten Formen des operativen Eingriffs bezeichnet werden. Die Absichten, welche der Eröffnung des Schädels zugrunde lagen, sind vielfältig und reichen von Initiationsriten über Dämonenaustreibungen bis zur chirurgischen Behandlung von Hirnblutungen oder Anfallserkrankungen.

Anhand von Trepanationsinstrumenten belegt die Ausstellung im Medizinhistorischen Museum der Charité, wie bereits vor 2000 Jahren Wundärzte und Werkzeugmacher in einem Netz von Wechselbeziehungen um die Entwicklung spezieller Instrumente und die Verbesserung der technischen Möglichkeiten bemüht waren. Verwendeten die "neolithischen Chirurgen" noch Steinmesser und -beile, wurden bereits seit der griechischen und römischen Antike Perforativ- oder Kronentrepane verwendet, mit denen die Öffnungen nun in den Knochen gebohrt werden konnten. Seit dem Mittelalter versuchten die Ärzte vermehrt auch die unmittelbaren Wirkungen der Operation auf den Kranken zu mildern und griffen aufgrund der hohen Risiken nur im Notfall zum Trepan. Die Anatomie und Chirurgie des 15. bis 18. Jahrhunderts schenkte den Schädeloperationen verstärkt Aufmerksamkeit und gab in gedruckten Lehrbüchern genaue Anweisungen für die Anwendung der Trepanation sowie die Verbesserung des Instrumentariums. Erst im 20. Jahrhundert konnte sich auf der Grundlage intensiver Forschung, der Beherrschung technischer Probleme sowie der modernen Anästhesie und Asepsis die Hirnchirurgie entwickeln, bei welcher das trepanierte Loch im Kopf den neurochirurgischen Eingriff ermöglicht.

...Mangel oder Fülle?


In welchem Zustand befinden Sie sich? Ich meine nicht materiell, sondern mit Ihrer inneren Einstellung, Ihrer inneren Haltung. Sind Sie eher jemand, der alles skeptisch sieht, nach dem Motto: "wenn das mal gutgeht" oder sind Sie jemand, der voller Vertrauen in sich selbst und in das Leben ist?

Unsere Lebenswirklichkeit erschaffen wir uns selbst mit den beiden Energien: Gedanken und Emotion. Die Gedanken haben in uns eine Grundüberzeugung geschaffen, die wir jeden Tag ausstrahlen. Diese Grundhaltung lässt sich jedem Menschen im Gesicht und an der Körperhaltung ablesen, wenn wir aufmerksam sind. Verstecken können wir das nicht, wegschminken auch nicht.

Ich lade Sie ein, einmal Inventur zu machen in Bezug auf Ihre Lebenswirklichkeit. Daran können Sie sehr gut ablesen, wie Sie bisher tief in Ihnen in Bezug auf die wesentlichen Fragen des Lebens gedacht und gefühlt haben:

Was denke ich über mich selbst - und wie fühle ich mich dabei?

Was denke ich über meine Mitmenschen und was fühle ich Ihnen gegenüber folglich?

Was denke ich über das Leben und wie ist mein entsprechendes Grundlebensgefühl?

So wie Sie über sich selbst denken und fühlen, so werden Sie von den Menschen um Sie und vom Leben behandelt. So wie Sie über die Mitmenschen denken, so kommen Sie Ihnen entgegen. So, wie Sie über das Leben denken, so zeigt es sich Ihnen.

Die Essenz ist: JEDER IST FÜR SEINE LEBENSWIRKLICHKEIT SELBST VERANTWORTLICH.

Für manche eine bittere Pille zu schlucken, ich weiß. Dennoch hat diese Erkenntnis etwas sehr Positives: man kann es jederzeit ändern. Indem man seine Haltung, sein Denken ändert. Dazu ist es nie zu spät, auch nicht, wenn Sie 90 sind.

Schon in der Bibel steht: "nach Deinem Glauben geschehe dir, was Du säst, erntest Du."

Bleiben Sie gesund und munter!

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber




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