Praxis für Osteopathie Rauber    

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Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/31

Gepostet am 9. Dezember 2018 um 22:00 Comments Kommentare (0)

....Spannendes über Osteopathie:


Beinödeme:

Ja, auch solche Sachen sind mit Hilfe der Osteopathie günstig zu beeinflussen. Egal, welche Ursache ein Beinödem hat, ob es venös, lymphatisch oder durch die Schilddrüse verursacht wird, kann der Abtransport der Flüssigkeit durch osteopathische Behandlungen erreicht werden.

Durch Faszienarbeit im Beckenbereich und im unteren Bauch wird dann erreicht, daß die Systeme, die die Flüssigkeit "drainieren", wie Venen und Lymphe wieder besser fließen können. Ich nenne das immer "Abfluss-Frei", was die Osteopathie hier bieten kann.

Insbesondere möchte ich hinweisen, daß Narben auch die Ursache für mangelnden Abtransport der Flüssigkeit aus den Beinen sein können oder auch sämtliche Stauungen im Unterleib, die durch beispielsweise stumpfe Traumen oder Absenkungen der Organe, insbesondere der Harnblase oder Gebärmutter bei Frauen, verursacht werden.

"Kraut" der Woche:

Okoubaka:


Okoubaka aubrevillei ist ein Urwaldbaum, der zur Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae)gehört. Er ist vor allem in Ghana, Nigeria und an der Elfenbeinküste verbreitet. In derwestafrikanischen Sprache Anyin bedeutet der Name „okou baka“ Todesbaum. Die Einheimischen nennen ihn sicher deshalb so, weil er andere Bäume in seiner Umgebung parasitär befällt und diese abtötet. Er steht auf kleinen Lichtungen, denn kaum ein anderer Baum wächst in seiner direkten Umgebung. In der afrikanischen Volksmedizin setzt man schon seit langem die getrocknete und pulverisierte Rinde des Baums als Arznei gegen Vergiftungen ein. 1972 gelangte die Okoubaka-Rinde nach Deutschland, nachdem eine Homöopathin diese als Geschenk für die Behandlung eines Westafrikaners erhalten hatte. Dadurch begann die systematische Erprobung des pflanzlichen Arzneimittels.

Aus der Rinde des seltenen westafrikanischen Baums wird in pulverisierter Form eine typische Gerbstoffdroge hergestellt. Ihr werden eine entgiftende, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. In der Praxis findet der pflanzliche Wirkstoff breite Anwendung. Okoubaka eignet sich sowohl zur therapeutischen als auch zur prophylaktischen Einnahme, beispielsweise bei Fernreisen.

Gerbstoffe haben eine austrocknende und entzündungshemmende Wirkung, die besonders auf der Haut und der Schleimhaut gegen Bakterien hilft. Sie dichten ab und bilden eine schützende Membran, wodurch sie das Eindringen von Bakterien verhindern.

Einsatzgebiete:

Hautkrankheiten
Entzündungen im Mund- und Rachenraum
zur schnellen Wundheilung
Magen-/Darmentzündungen
Vergiftungen
Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes
Leber-, Galle- und Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen
Reizdarmsyndrom
Vergiftungen durch Lebensmittel und Schwermetallbelastung
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Verdauungsstörungen
Reiseprophylaxe
Erbrechen bei Schwangerschaft oder Chemotherapie

Allergien


Mit seiner Wirkung kann Okoubaka auch bei allgemeinen Entgiftungstherapien (zum Beispiel durch Umweltbelastungen) hilfreich sein. Die negativen Folgen für den Magen-Darm-Trakt bei der Antibiotika-Einnahme neutralisiert Okoubaka ebenfalls und unterstützt die infektiöse Behandlung.

Okoubaka bei Magen-Darm-Beschwerden:

Okoubaka kommt vorrangig bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes zum Einsatz. Eine prophylaktische Behandlung hat dabei zu sehr guten Ergebnissen geführt. Bei Reisen in südliche Länder oder bei Fernreisen ist es ein sinnvoller Bestandteil der Reiseapotheke. Eine Einnahme vor Reiseantritt sowie während der Reise kann Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Infekten vorbeugen.

Zudem hilft es unterstützend bei einer Nahrungsmittelumstellung, bei konventionellen Erkrankungen des Verdauungstraktes sowie bei Lebensmittelvergiftungen. Okoubaka verschafft auch beim Reizdarm-Syndrom Linderung.


Geschichtliches:

Hippokrates, lebte von 460-370 v. Chr., war berühmtester Arzt des Altertums und Begründer der modernen Medizin. Ärzte legen heute noch den "hippokratischen Eid" ab, der sich auf Fürsorgepflicht und Schweigepflicht des Mediziners bezieht. Damals war der Arzt auf der Wanderschaft, um Erfahrung zu sammeln. Es ging damals um die Erhaltung der Gesundheit, durch Chirurgie, Pharmakologie und Diäthetik. Mit Diäthetik war nicht nur die Ernährung gemeint, sondern auch die Lebensführung, wie Schlaf- Wachrhythmus, Sport, Körperpflege, Sexualität, Arbeit und Pausen. All das sollte im Gleichgewicht sein. Vor allem der Anamnese und körperlichen Untersuchung schrieb Hippokrates große Bedeutung zu. Man verfolgte damals die Humorallehre: Diese Lehre besagte, daß der Körper 4 Säfte hat, wenn diese in Ungleichgewicht gerieten, wurde der Mensch krank. Das waren die gelbe Galle, die schwarze Galle, Blut und Schleim. Trocken waren gelbe und schwarze Galle, feucht Blut und Schleim, warm Gelbe Galle und Blut, kalt schwarze Galle und Schleim. Diese Primärqualitäten musste der Arzt am Patienten feststellen, daraus resultierte dann der Behandlungsansatz.

Ein bisschen ähnelt es der Chinesischen Medizin, die ebenfalls zu dieser Zeit schon weit entwickelt war mit den Wandlungsreichen Erde, Wasser, Feuer, Holz und Metall. Auch diesen wurden Qualitäten zugeordnet, wie Feuchtigkeit (dem Wasser), Hitze (dem Feuer), etc.

Ebenfalls eine Rolle spielte bei Hippokrates die Philosophie, und die Astrologie. Diese Wissenschaften waren zu dieser Zeit miteinander verwoben.


Thema der Woche:

Der Umgang mit der Welt:

...liegt mit sehr am Herzen. Dazu gehört nicht nur der bewußte und rücksichtsvolle Umgang mit diesem Planeten, sondern auch der Umgang mit allen Lebenwesen, sowohl den Tieren als auch den Pflanzen.

Als jemand, der sich sehr mit Yoga beschäftigt, bin ich mittlerweile sehr empfindlich geworden, wenn der Müll einfach in die Natur geworfen wird oder die Kippe auf die Strasse. Muss das sein? Wenn jeder sich mal bewußt machen würde, was man da tut, dann würde unser Planet nicht die Schwierigkeiten haben, die derzeit sehr präsent sind.

Unser Umgang mit den Tieren lässt auch sehr zu wünschen übrig. Tiere sind denkende und fühlende Wesen und wollen auch mit Respekt und Würde behandelt werden.

Ebenso die Natur, die Pflanzen. Auch ihnen gegenüber haben wir eine Verantwortung. Mittlerweile hat ja sogar die Wissenschaft erkannt, daß Bäume kommunizieren können.

Grade jetzt kurz vor Weihnachten möchte ich Ihnen sehr ans Herz legen: überlegen Sie einfach mal die Notwendigkeit von Plastik als Geschenkpapier, gibts da keine Alternative? Oder muss jetzt ein neues Handy her, das zehnte vielleicht? Schenken Sie sich und Ihrer Familie doch einfach Zuhören, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Zeit miteinander.

Ebenso die Notwendigkeit, ob es jetzt ein Stück Tier sein muss, das Weihnachten auf den Teller kommt? Das Wort "Nutztier" an sich ist für mich ein "Unwort". Wir müssen dringend weg von Massentierhaltung und Massenschlachtungen, auch an Weihnachten!!!

Und: Silvesterfeuerwerk? Gibt es da nicht sinnvollere Rituale für den Jahreswechsel?

"Alle Dinge der Schöpfung sind heilig. Jeder Morgen ist heilig, jeder Tag ist heilig, denn das Licht des Tages wurde von Wankan Tanka, unserem Vater gesandt. Bedenkt, daß alle Geschöpfe dieser Welt heilig sind und darum entsprechend behandelt werden wollen."

Sioux-Indianer


Damit verabschiede ich mich für dieses Jahr. Ich wünsche Ihnen ein friedvolles und freudiges Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins Jahr 2019. Bleiben Sie bei sich und sich treu, in Respekt sich selbst zugewandt, Ihrer Umgebung und der Welt.

Sie hören hier im Blog wieder von mir am 7. Januar.

Om Namah Shivaya!

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber









Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/30

Gepostet am 25. November 2018 um 16:00 Comments Kommentare (0)

...aus dem Nähkästchen über Osteopathie:


Narben:


Narben sind aus osteopathischer Sicht immer problematisch. Zunächst ist es ja so, daß jede Narbe in der Tiefe weitere Narben nach sich zieht, einfach aufgrund der Tatsache, daß ja verschiedene Schichten durchtrennt wurden.


Narben bedeuten eine Unterbrechung der Faszien und damit eine gesetzte Blockade. Blockaden gibt es in allen Geweben, auch im Bauchraum. Operationen sollten aus meiner Sicht immer das letzte Mittel sein, es sei denn es handelt sich um einen akuten Verlauf.


In der Osteopathie wird Unbewegliches beweglich gemacht, daher ist es auch Aufgabe des Osteopathen, Narben zu behandeln und damit mehr Durchblutung und Beweglichkeit in das Narbengewebe zu bekommen. Der Osteopath macht das - wie alles - mit seinen Händen und hat in seiner langen Ausbildung von 5 Jahren dafür verschiedene Techniken "an die Hand" bekommen.



"Kraut" der Woche:


Ingwer



Ingwer werden verschiedene Heilkräfte zugewiesen. Häufig höre ich von meinen Patienten auch Unwahres. Daher möchte ich heute mal mit "Mythen" über Ingwer aufräumen.

Getrockneter Ingwer oder Ingwerpulver fördert die Produktion von Magensäure und erleichtert so die Verdauung, beschleunigt den Stoffwechsel und sorgt für eine verstärkte Durchblutung. Dieser Effekt trägt dazu bei, gefährliche Ablagerungen in den Blutgefäßen und somit, etwa Thrombosen oder Schlaganfälle, zu vermeiden.

Besonders hervorzuheben ist die Wirkung des Ingwers gegen Übelkeit. Die Wirkstoffe der Pflanze können gegen alle Formen der Übelkeit angewandt werden. Sei es Seekrankheit, Reisekrankheit, postoperative Übelkeit oder sogar Übelkeit während der Schwangerschaft. Dieser Effekt wird dadurch erreicht, dass Ingwer direkt auf den Magen-Darm-Trakt wirkt.

Geschichtliches:

Weise Frauen, Zauberfrauen und Kräutersammlerinnen im Mittelalter bekamen ihr Wissen von ihren Müttern und Großmüttern überliefert.

Zauberkundige Frauen waren Mittlerinnen zwischen Natur und Kultur, und setzten Ihre Fähigkeiten zum Wohle der Menschen und Tiere ein. Dafür wurden Sie verehrt.

Das Wissen und Kräuter, Massagen und Tinkturen und deren Heil- und Giftwirkung zeichnete die Weisen Frauen aus. Sie hatten eine enge Bindung zu Garten und Natur und kannten sich mit den Kräften des Mondes aus. Sie waren meist auf dem Land zu finden und die Kirche konnte ihrer Macht nichts als Weihwasser entgegensetzen, was sicherlich der eigentliche Grund für die Verfolgung dieser Frauen war. Die Weise Frau war die Beschützerin der Gemeinschaft, verließ sich auf Magie, benutzte diese aber hauptsächlich zu wohltätigen Zwecken, zum Heilen von Krankheiten, zum Entlarven von Dieben und um Schäden von Menschen abzuhalten. Es waren oft auch Frauen mit seherischen Fähigkeiten. Sie waren oft genug auch zuständig für das Wetter. War es zu naß, mussten sie für Trockenheit sorgen, bei Trockenheit für Regen.

In allen Kulturen war die Macht der Frauen vor allem die Magie. Sie kamen meist aus ärmlichen Verhältnissen, waren Spinnerinnen oder Korbflechterinnen. Oft waren sie Alleinstehend oder Witwen.

Thema der Woche:


Angelegenheiten


Ich erlebe es sehr häufig, daß sich erwachsene Menschen außerhalb ihrer Angelegenheiten befinden. Aus meiner Sicht ein riesiges Ablenkungsmanöver von sich selbst. Dennoch möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, einmal auf die Folgen aufmerksam zu machen:


Folgen für den "Täter":


Der Täter kommt nicht wirklich weiter im Leben, ja, er dreht sich im Kreis. Warum? Weil man nur sich selbst ändern kann, andere Menschen kann man nicht ändern, auch Partner, Expartner oder Kinder nicht. Irgendwann wird es auch langweilig, ihm zuzuhören, weil er sich immer über die gleichen Dinge beschwert. Und "beschweren" ist hier wörtlich zu nehmen. Derjenige macht sich und seiner Umwelt das Leben schwer.


Was für eine Möglichkeit hätte der "Täter", um da rauszukommen? Auf sich selbst beziehen! Was und warum beschäftigt ihn etwas was der Andere ist oder macht? Weil es den Täter selbst betrifft. Irgendwo in sich selbst ist da etwas, was noch nicht angeschaut und wahrgenommen wurde, sonst würde es in seinem Leben keine Rolle mehr spielen. Und: wenn er selbst seinen Frieden damit gemacht hat, dann lösen sich die von Außen präsentierten "Erregbarkeiten" von selbst auf.


Folgen für das "Opfer":


DIE Folge schlechthin ist die Übergriffigkeit des Täters, das grenzüberschreitende Verhalten, ja das "entmündigen" des "Opfers". Auch hier sollte beim "Opfer" geschaut werden, warum passiert mir das? Was ist da in mir, was Andere dazu auffordert, meine Grenze zu überschreiten und respektlos zu sein? Ist da eventuell Respektlosigkeit und Grenzüberschreitung mir selbst gegenüber?

Ich möchte Ihnen nochmal die "Angelegenheiten nach Byron Katie" aufzeigen:

Drei Arten von Angelegenheiten (nach Byron Katie):

"Es gibt nur drei Arten von Angelegenheiten, Meine, Deine und die Gottes oder des Universums oder von Mutter Erde - wie auch immer Sie es nennen wollen.

Es ist MEINE ANGELEGENHEIT, wenn ich mein Haus, das vom Wetter arg gezeichnet ist, nicht neu streiche.

Es ist DEINE ANGELEGENHEIT, wenn du ein Problem mit dem vom Wetter arg gezeichneten Haus hast.

Es ist die Angelegenheit Gottes oder des Universums, daß die Sonne scheint oder der Wind bläst und mein Haus entsprechend dadurch gezeichnet wird.

Wenn ich denke, daß ich weiß, was du denkst und was gut für dich ist, dann lebe ich gedanklich in deiner Angelegenheit. Die Folgewirkung hiervon ist Trennung und Einsamkeit. Wenn du da drüben bist und dein Leben lebst und ich auch bei dir da drüben bin (gedanklich) und dein Leben lebe, dann bist du da drüben mit dir und ich bin da drüben mit dir und dann ist keiner hier für mich. Natürlich fühle ich mich dann einsam und getrennt! Ich vereinsame mich selbst. Niemand anderer verursacht mein Alleinsein-Gefühl. Ich mache das." Byron Katie

Seien Sie ganz bei Sich! Damit sind Sie "All-Eins".

Einen schönen Adventsbeginn wünsche ich Ihnen!

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber

Der nächste Eintrag voraussichtlich am 10.12.18





Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/29

Gepostet am 12. November 2018 um 18:00 Comments Kommentare (0)

...aus dem Nähkästchen über Osteopathie:


Die Nieren:


Die Nieren gehören zu den paarweise angeordneten Organen im Körper. Die Nieren sind 12 cm lang, 7 cm breit und 3 cm dick. Sie befinden sich zwischen dem 11. Brustwirbel und dem 3. Lendenwirbel ungefähr. Sie sind eingebettet in eine Nierenfaszie. Die Aufgabe der Nieren sind die Regulation des Wasser- und Elektrolythaushaltes, des Säure-Basengleichgewichtes, die Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen und körperfremder Stoffe (auch Medikamente), die Blutdruckregulation, die Hormonproduktion und gleichzeitig auch Abbauort von Hormonen.

Die Nieren liegen sehr tief im Körper, in der untersten Schicht und sind osteopathisch nur indirekt zu erreichen. Man kann Nieren durch bestimmte Reflextechniken anregen und aus einer Phase der Unbeweglichkeit befreien. Allerdings sollten Nierensteine, und auch andere Nierenerkrankungen vorher ausgeschlossen sein.

Die Techniken, um an der Niere zu arbeiten gehen über die Faszien, und über bestimmte Muskeln, die mit der Niere Kontakt haben, wie bespielsweise der Musculus psoas major oder auch das Zwerchfell.

Thema der Niere ist das TRINKEN!!! 30 ml Wasser pro kg Körpergewicht ohne Kohlensäure pro Tag ist ein MUSS!!! Zu wenig Wasser zu sich zu nehmen, schadet nicht nur den Nieren, sondern auch anderen Systemen im Körper, allen voran unseren Gefässen. Und Wasser zu sich zu nehmen ist ein Lebenselixir, das uns fast kostenfrei zur Verfügung steht!!! Wenn Sie auch noch viele Medikamente nehmen, ist ausreichendes Trinken noch wichtiger!

Nierenprobleme können in den unteren Rücken ausstrahlen, oft sind aber die Nieren nicht die Ursache. Wenn die Nieren ursächlich für Rückenschmerzen sind, dann zeigen sich meist noch ergänzende Symptome.



"Kraut der Woche": Zimt




Der Zimtbaum ist in Sri Lanka (früher Ceylon - Name: ceylanicum) und Indien heimisch und wird heute verbreitet in den Tropen angebaut, vor allem in Indonesien, Sri Lanka, Seychellen und Madagaskar. Die Zimtrinde ist ein sehr altes und schon im alten Ägypten, Rom und im Mittleren Osten beliebtes Gewürz. Sie stammt von den dünneren Zweigen der 6 bis 12 m hohen, immergrünen Bäume. Die in Kultur befindlichen Bäume werden wie Korbweiden kurz gehalten, damit der Stängelanteil hoch ist. Die ledrigen Blätter des Baumes sind oval, sitzen gegenständig an den Zweigen und riechen nach Gewürznelken. Die kleinen, weißen Blüten bilden eichelähnliche Früchte.Verwendet wird die vom Kork und den darunter liegenden Schichten befreite Rinde (Cinnamomi cortex). Die Rinde wird mit Messern von den Stängeln abgelöst und um Rundhölzer gelegt. Dann wird mit scharfen Messern die Korkschicht und ein Teil der Außenrinde entfernt. Die verbleibende ätherisch-Öl-reiche innere Rindenschicht rollt sich dabei ein. 8 bis 10 Rindenstücke werden dann ineinander gesteckt und im Schatten getrocknet.Zimtrinde enthält ein aromatisch riechendes ätherisches Öl („Zimtöl“ mit Zimtaldehyd als Hauptkomponente; außerdem Catechin-Gerbstoffe und Kaffeesäurederivate.

Verwendung findet Zimt in der Medizin bei Appetitlosigkeit, bei dyspeptischen Beschwerden wie leichten krampfartigen Beschwerden in Magen-Darm-Bereich, bei Völlegefühl und Blähungen. Auch Blutzuckersenkende Wirkung soll Zimt haben. Basierend auf langjähriger Erfahrung können Zimtrinde und Zimtöl zur Behandlung leichter krampfartiger Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, die mit Blähungen und Flatulenz einhergehen, verwendet werden; Zimtrinde außerdem bei leichten Durchfällen.

Traditionell angewendet wird Zimt zur Unterstützung der Verdauungsfunktion bzw. zur Besserung des Befindens bei Unwohlsein.


Geschichtliches:


Heute vor 100 Jahren wurde erst das Wahlrecht für Frauen in Deutschland eingeführt. Ich möchte dieses zum Anlaß nehmen, noch einmal auf die Bedeutung der Frau in heilenden Berufen von Alters her hinzuweisen. Ohne die Heilkünste der heilenden Frauen, der Hebammen, Kräuterfrauen und Seherinnen wären noch viel mehr kranke Menschen verstorben. Vor allem in der Geburtshilfe waren Frauen immer sehr kompetent.

Leider ist die Entwicklung so, daß beispielsweise der Hebammenberuf heute vom Aussterben bedroht ist, die Gleichheit von Mann und Frau, nicht nur in der Medizin, auch in allen anderen Berufen ist leider auch noch nicht erreicht.

Ich bin mir sicher, daß sich die Vielfalt und Gleichheit durchsetzen wird, sowohl in den Berufen, als auch im täglichen Umgang miteinander.

Heilende Frauen in der Antike:

Parallel zu den Erkenntnissen des Griechen Hippokrates, dem Begünder der modernen Medizin, gab es immer heilende Frauen. Sie waren bei Ägyptern, in Griechenland, in Rom und bei nordischen Völkern als "Wurzelkundige", Heilerinnen, Kräuterweiber oder Zauberinnen hoch geschätzt. Sie hatten Einfluss in der Gesellschaft, sie waren Geburtshelferinnen, die sich auch mit Empfängnisverhütung und Abtreibung auskannten, sie waren umherziehende Heilkundige, die für jedes "Wehwehchen" und Leiden eine Tinktur oder Salbe parat hatten. Ebenso schätzte man ihren Rat und ihre Unterstützung in der Gesellschaft. Sie wurden verehrt und geheiligt, aber auch verdächtigt - je nach dem jeweils herrschenden Frauenbild. Sie saßen am Bett von Gebärenden, Kranken und Sterbenden mit ihrem Wissen, ihrer Intuition und ihrer Erfahrung. Diese wurde weitergegeben in Form von Mythen, Märchen, Geschichten und Ritualen. Später, im Mittelalter, waren Heilerin und Hebamme Lehrberufe für Frauen, die von einer auf die andere übergingen.

Thema der Woche:



Ausgrenzung oder Miteinander?



Leider neigen wir Menschen dazu, zu verurteilen. Das fällt uns häufig gar nicht mehr auf! Ungeprüft werden dann Menschen, oft auch Menschengruppen, Stempel aufgedrückt, den sie gar nicht verdienen. Mal ehrlich: ertappen Sie sich auch manchmal, verurteilend zu sein? So Sachen wie: blonde Frauen sind ein bisschen dumm oder Männer mit Muskeln, naja, da ist nicht viel im Hirn oder ganz aktuell heute: der da vorne ist offensichtlich kein Deutscher, nicht daß das ein Terrorist ist?

So sind wir, leider. In der Geschichte das krasseste Beispiel von jahrhundertelanger Verurteilung und Sündenbockdasein durch uns Menschen ist die Verfolgung der Juden, die ja dann im 3. Reich im Holocaust seinen Höhepunkt hatte. Heute gibt es leider wieder Vorfälle mit Angriffen auf Juden.

Warum ist das so? Meiner Meinung nach liegt das daran, daß wir Menschen dazu neigen, von uns selbst abzulenken. Jesus sagte mal: das was Du anderen antust, tust Du Dir selbst an. Ich bin jetzt nicht sehr bibelfest, aber das ist sehr wahr! Grundsätzlich gilt das Gesetz des Spiegels. Haben wir eine Meinung über andere oder wir sind wütend oder verletzt durch andere, dann haben diese Menschen etwas in uns angetriggert, was wir (noch) nicht bereit sind uns anzusehen.

Da ist dann noch der verletzte kleine Junge oder das verletzte kleine Mädchen in uns, das wahrgenommen und gefühlt werden will. Aber das könnte ja wehtun. Deshalb dann lieber auf jemand Anderen draufhauen, soll es doch lieber dem wehtun?

Als Erwachsene sollten wir da eigentlich weiter sein. Es geht darum, diese Emotionen in uns als solches zu entdecken und bejahrend wahrzunehmen. Wut fühlen ohne wütend zu sein, Angst fühlen, ohne ängstlich zu sein. Solange wir uns weigern, unsere nicht angenommenen kindlichen Emotionen zu "bearbeiten", sind wir Zombies, die von diesen nicht wahrgenommenen Emotionen geleitet werden. Wie ferngesteuert!

Wir können die Welt besser machen dadurch uns ganz und gar mit unserem Innersten wahrzunehmen! Ich lade Sie herzlich ein JETZT damit anzufangen! Eine wunderbare Methode dazu habe ich hier schon vorgestellt, das ist die körperorientierte Herzensarbeit von Safi Nidiaje. Es gibt Bücher dazu und auch YouTube-Videos.

Öffnen sie sich selbst für Frieden in sich, damit leisten Sie einen großen Beitrag für Frieden in der Welt!

Herzlichst Ihre Ingrid Rauber

Nächster Eintrag voraussichtlich am 26. November

Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/28

Gepostet am 22. Oktober 2018 um 16:00 Comments Kommentare (0)

.....Spannendes über Osteopathie:


Faszinierende Faszien:

Faszien, was ist das eigentlich? Es ist irgendwie in aller Munde seitdem eine schulmedizinische Studie deren Existenz bestätigt hat. Wir Osteopathen wissen das schon viel länger und wurden lange dafür belächelt.

Faszien sind verschiedene Strukturen im Körper. Es handelt sich um eine ununterbrochene Gewebseinheit, die sich von Kopf bis Fuß, von außen nach innen erstreckt. Sie umhüllen alles (Muskeln, Organe, Nerven, Gefäße), stützen diese Strukturen auch. Faszien bestehen aus kollagenen Fasern, die hinsichtlich ihrer Form, Struktur und Zusammensetzung anpassungsfähig sind. Im Bereich der Sehnen und Bänder sind sie dichter, im Haltungssystem (Knochen) sind sie besonders widerstandsfähig, im Bereich der Drüsen beispielsweise sind sie eher locker.

Faszien leiten und koordinieren die Kräfte, die durch die Bewegungen des Körpers entstehen. Sie sind Stoßdämpfer, sind am Stoffwechsel beteiligt und ein Teil des Immunsystems.

Der Osteopath lernt in seiner langen Ausbildung fasziale Spannungen aufzuspüren und zu lösen. Sei es an einem Organ, am Kopf oder im Knochen/Muskelsystem. Auch durch Mikroentzündungen entstandene Verklebungen der Faszien können so gelöst werden. Da es sich - wie oben erwähnt - um Gewebseinheiten handelt, die durch den Körper ziehen, kann der Osteopath dadurch eventuell an einer Stelle mehrere Probleme lösen.

Faszien ziehen in Ketten durch den Körper. Es gibt Faszien an der Vorderseite des Körpers, hinten, in den Extremitäten, am Kopf und im Bauchraum. Sie haben alle eigene Namen: eine wichtige oberflächliche Faszie des Bauchraumes heisst Faszia transversalis, zum Beispiel. Alle Faszien sind untereinander verbunden.


"Kraut" der Woche:

Hanf:



Hanf (Cannabis) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hanfgewächse. Hanf zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Erde. Die einzelnen Bestandteile der Pflanze (Fasern, Samen, Blätter, Blüten) werden ungenauerweise ebenfalls als Hanf bezeichnet. Aus diesen Pflanzenteilen können jeweils sehr verschiedene Produkte hergestellt werden:

Seile (aus den Fasern der Stängel),

Speiseöl (aus den Samen),

ätherisches Öl (aus destillierten Blättern und Blüten)

sowie Haschisch und Marihuana (aus getrockneten Blättern, Blüten und Blütenständen).

Neben seiner Rolle als wichtiger nachwachsender Rohstoff für Textilindustrie und Bauwirtschaft wird Hanf daher sowohl als Rauschmittel wie auch als Arzneimittel verwendet.

Es ist bekannt, dass Cannabis schmerzlindernd und entzündungshemmend wirkt und auch nicht psychoaktiv wirkt. Das Cannabinoid CBD ist ein vielversprechender Forschungsansatz, um Cannabis als Medikament zu verarbeiten.

Schon seit Jahrhunderten setzen viele Kulturen auf der ganzen Welt Medikamente auf Cannabisbasis ein.

Cannabis indica (der indische Hanf) wird in der Homöopathie gegen Asthma, Impotenz, Appetitlosigkeit, sexuelle Erschöpfung und Nervenleiden im allgemeinen gern eingesetzt. Cannabis sativa (der Nutzhanf) hilft bei gestörtem Urinverhalten, Erkrankungen der Harnwege allgemein und Erkrankungen der Atemwege.


Geschichtliches:


Drogen als Medizin:

Die Dosierung machts....ob eine Substanz heilend wirken kann oder mißbräuchlich als Rauschmittel verwendet wird. Jede Kultur hatte schon zu früheren Zeiten ihre Rauschmittel. Vorwiegend im Schamanismus, den jede Kultur vorzuweisen hatte, kamen Drogen zum Einsatz, um ihre bewußtseinserweiternden Wirkungen zu nutzen.


Quecksilber:

Das hochgiftige Metall war bis zu den 1940ern Bestandteil in vielen verschiedenen medizinischen Behandlungen und Medikamenten. Quecksilber wurde im 19. Jahrhundert vor allem gegen Frauenleiden verabreicht und Anfang des 20. Jahrhunderts als graue Quecksilbersalbe zur Behandlung von Syphilis verwendet. Vergiftungserscheinungen, Zahnausfall, Organversagen und der Tod waren in vielen Fällen die Folge.


Kokain und Morphium:

1885 wurden die "Cocaine Toothache drops" auf den Markt gebracht. Diese "Wundertropfen", welche für 15 Cent in jedem Drogeriemarkt gekauft werden konnten, versprachen sofortige Schmerzlinderung und wurden vor allem an Kinder verabreicht.

Auch "Mrs Winslow´s Soothing Syrup" war ein gängiges Arzneimittel im späten 19. Jahrhundert und versprach mithilfe von Morphin die Schmerzen beim Zahnwachstum von Babys zu lindern.

Daß für einen Säugling schon zwei bis drei Tropfen Opiumtinktur (Morphin) zur tödlichen Überdosierung führen kann, wurde erst später entdeckt.


Heroin:

Heute gilt es als eine der schlimmsten Drogen der Welt: Heroin. Doch das berüchtigte Rauschmittel wurde ursprünglich als Arzneimittel gegen Husten, Schmerzen, Depressionen und sogar gegen Magenkrebs entwickelt.

Aufgrund der niedrigen Dosierung in Form von Pulver, Saft und Zäpfchen verfielen die Patienten nicht in die Abhängigkeit.

Erst als sich kurz vor dem ersten Weltkrieg die verhängnisvolle Nachricht herumsprach, daß gespritztes oder geschnupftes Heroin eine stärkere Wirkung als Morphium habe, wird der harmlose Hustensaft zur tödlichen Droge.


Drogen wurden zu allen Zeiten in Kriegen eingesetzt, um die Krieger, später die Soldaten empfindungsfreier zu machen.


Auch heute noch hat jede Kultur ihren "Pilz", der sie berauscht, vor allem in schamanischen Ritualen. Beispielsweise in Mexiko der "Magic Mushroom" (Psylocybin-Pilz) oder der Fliegenpilz hier im europäischen Kulturraum. Der in Nordamerika von den Indianern genutzte Peyote-Kaktus wurde wohl zunächst auch für einen Pilz gehalten.


Thema der Woche:

Der Herbst und der Winter: Zeit des Rückzugs und des Innehaltens:

Wenn Sie die Natur beobachten, sehen sie, daß die Blätter fallen, die Natur sich langsam auf den Winter vorbereitet. Einige Tiere halten sogar Winterschlaf. Alle Wesen sind im Winter weniger aktiv, gehen sparsam mit ihren Energien um.

In der Chinesischen Medizin steht der Winter im Wandlungsreich Wasser. Wasser steht für Urvertrauen. Urvertrauen ist das Gegenteil von Angst. Wasser bahnt sich immer seinen Weg zum Ozean, es findet immer einen Durchlass. Wasser ist die "Ursuppe", wir bestehen zu 70% aus Wasser, Wasser speichert die Information.

Vor unserer Geburt schwimmen wir in Wasser, im Mutterleib. Das bedeutet, daß wir im Winter durch Rückzug die Möglichkeit haben, wieder bei uns selbst anzukommen, im Urvertrauen. Uns selbst spüren können und dadurch Kraft sammeln für den Aufbruch im Frühjahr.

Fühlen Sie sich im Winter öfter müde und schlapp? Das hat nicht immer mit fehlendem Vitamin D zu tun und mit fehlenden Vitaminen. Es ist ein ganz natürlicher Prozess und Ihr Körper signalisiert Ihnen: ich will Ruhe, ich will Rückzug. Geben Sie dem nach.

Mit ein Grund für die Erkrankungen dieser Zeit, wie "Burn out" und hoher Blutdruck ist, daß wir verlernt haben, den Rhythmus der Natur zu leben:

Rückzug im Winter, Aufbruch im Frühjahr, das Feuer, das pralle Leben im Sommer, dann wieder beginnender Rückzug und Vorbereitung auf den Winter im Herbst.

Jetzt, der Herbst, gibt uns die Möglichkeit, die "Essenz" rauszuarbeiten, wie in der chinesischen Medizin gesagt wird. Im Wandlungsreich Metall, dem Dickdarm und Lunge zugeordnet sind, wird das, was losgelassen werden darf, verabschiedet und das, was uns weiterbringt im Leben, was wir an Erfahrung im Jahr gelernt haben, verinnerlicht.

Ich lade Sie ein, jeden Tag, und wenn es nur 10 Minuten sind, nach Innen zu gehen und zu fühlen, was momentan an Gefühlen da ist. Welche können gehen, was bringt mich weiter zu meinem Lebensziel?

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne schöne Herbsttage. Ich schreibe wieder am 12.November. Gehen Sie in die Natur, es ist herrlich draußen!

Alles Liebe, Ihre Ingrid Rauber






Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/27

Gepostet am 8. Oktober 2018 um 18:00 Comments Kommentare (0)

 

Aus dem Nähkästchen zur Osteopathie:


Knieschmerzen:


Wie oft hat Mann/Frau Probleme mit dem oder den Knien. In all den Jahren als Osteopathin, in denen ich tätig bin kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich Knie ursächlich behandelt habe. Warum? Knie reagieren aus meiner Erfahrung auf das, was von unten und oben kommt, sprich: auf Hüfte/Becken und Füsse. Fußfehlstellungen und/oder Beckenblockierungen allen voraus sind sehr oft verantwortlich für Knieschmerzen.


Damit keine Mißverständnisse aufkommen: wenn man auf das Knie fällt und das dann schmerzt und anschwillt ist das Knie natürlich die Ursache!


Ich spreche von Knieschmerzen ohne solche Vorgeschichten, die evtl. schon chronisch sind. Ein Beispiel für einen solchen Zusammenhang ist ein Muskel, der vom Becken aus zur Innenseite des Unterschenkels zieht, ein Muskel, der zu der hinteren Muskulatur des Oberschenkels zählt, genannt M. Semimembranosus. Dieser ist mit dem Innenband und dem Innenmeniskus des Knies verwachsen. Wenn Zug auf diesem Muskel ist, durch Beckenblockierungen und/oder muskuläre Verkürzungen, kann dieser allein verantwortlich sein für einen Knieschmerz. Ich hatte diesen Fall in meiner Praxis schon sehr oft. Ist die Beckenblockierung dann gelöst, löst sich sehr wahrscheinlich dann auch der Knieschmerz.


Kraut der Woche:


Schwarzes Bilsenkraut oder Hyoscyamos niger



Schwarzes Bilsenkraut ist bekannt für seine psychoaktive und halluzinogene Wirkung. Es war im Mittelalter Bestandteil der Hexensalbe. Doch Hyoscyamus niger ist nicht nur als psychoaktive Pflanze bekannt. Schwarzes Bilsenkraut wirkt erstklassig bei Zahnschmerzen und wird ebenfalls als natürliches Mittel bei Asthma genutzt.

Bilsenkrautzubereitungen sind schon in der Antike bekannt und werden als Schmerzmittel sowie als natürliches Beruhigungsmittel und Narkotikum verwendet. Aus dem Bilsenkraut lässt sich ebenfalls ein Bier brauen, welches je nach Dosierung ein Rauschmittel oder Aphrodisiakum ist.

Nicht unerwähnt bleiben sollte die Tatsache, dass das schwarze Bilsenkraut bei Überdosierung zu tödlichen Effekten führen kann. Aufzeichnungen über tödliche Vergiftungsfälle gibt es allerdings in einschlägiger ethnobotanischer Literatur nur selten.

Auch in der Homöopathie wird das Kraut entsprechend dem Arzneimittelbild verwendet. Es kommt hier überwiegend bei Unruhe und Schlafstörungen zum Einsatz.


Geschichtliches:


Hexenwahn und Hexenverfolgung:

Als Hexenverfolgung bezeichnet man das Aufspüren, Festnehmen, Foltern und Bestrafen (insbesondere die Hinrichtung) von Personen, von denen geglaubt wird, sie praktizierten Zauberei bzw. stünden mit dem Teufel im Bunde. In Mitteleuropa fand sie vor allem während der Frühen Neuzeit statt. Global gesehen ist die Hexenverfolgung bis in die Gegenwart verbreitet.

Die Gründe für die gegenüber dem Mittelalter in der Frühen Neuzeit deutlich verstärkte massenhafte Verfolgung in einigen Regionen sind vielfältig. So gab es zu Beginn der Neuzeit eine Vielzahl an Krisen wie die Kleine Eiszeit, pandemische Seuchen und verheerende Kriege.

Erst als einzelne Aspekte des Magieglaubens in das Strafrecht der frühmodernen Staaten übertragen wurden, konnte es strukturell zu massenhafter Verfolgung kommen.

Ein Interesse an der Verfolgung von Hexen beziehungsweise vorchristlich-germanische Deutungsmuster, die persönliches Unglück wie regionale Missernten und Krisen auf Magie zurückführten, waren in breiten Bevölkerungskreisen vorhanden. Hexenverfolgungen wurden teilweise aktiv wie auch gegen den Willen der Obrigkeit eingefordert und praktiziert.

Frauen stellten in Mitteleuropa die Mehrzahl der Opfer (etwa drei Viertel der Opfer in Mitteleuropa) wie auch der Denunzianten von Hexerei und Hexen. In Nordeuropa waren Männer stärker betroffen. Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Konfessionszugehörigkeit und Hexenverfolgung liegt nicht vor.

Insgesamt wird geschätzt, dass in Europa im Zuge der Hexenverfolgung drei Millionen Menschen der Prozess gemacht wurde, wobei 40.000 bis 60.000 Betroffene hingerichtet wurden. Der Höhepunkt der Verfolgungswelle in Europa liegt zwischen 1550 und 1650.

Hexenverfolgungen sind heute insbesondere in Afrika,Südostasien und Lateinamerika noch anzutreffen.


Thema der Woche:


Bleiben Sie beweglich!

Bewegen Sie sich! Andrew Taylor Still, der Begründer der Osteopathie sagte "Leben ist Bewegung". Je älter desto mehr seien Sie bemüht darum beweglich zu bleiben. Äußere Beweglichkeit führt auch zu innerer Beweglichkeit: 2x die Woche 1 Stunde Spazierengehen, Wandern, Fahrradfahren und regelmässig Dehnen wäre schon ein Anfang. Yoga beispielsweise ist eine wunderbare Möglichkeit, Ausdauertraining, Kräftigung und Dehnung in Einklang zu bringen! Finden Sie einen Sport, der Ihnen auch Spaß macht, damit sie es auch regelmässig ausüben.


Auch im Winter kann man rausgehen! Ziehen Sie sich warme Funktionskleidung an und gehen sie z.B. 1-2 Stunden stramm spazieren, am Besten mit Stöcken, vielleicht mit 2-3 Anstiegen auf einen kleinen Berg, und sie werden merken, wie fit sie werden mit der Zeit! Es lohnt sich!!!


Was auch davon profitiert: Ihr Herz-Kreislaufsystem wird stabilisiert, Ihr Immunsystem gestärkt, Ihre Verdauung angeregt und Sie beugen Arthrose und Osteoporose vor.



Ein weiterer Effekt, sich draußen zu bewegen ist, der Natur nahe zu sein. Man kennt mittlerweile das "Waldbaden". Es ist inzwischen auch unter Wissenschaftlern anerkannt, daß ein Aufenthalt im Wald, in der Natur, einen positiven Effekt auf das vegetative Nervensystem hat, sogar mit zur Heilung von "Burnout" und Nervosität und Schlaflosigkeit führen kann.



Mein letzter Eintrag handelte davon, "selbstverständliche" Dinge wieder zu schätzen zu wissen, auch die Wertschätzung der Natur führt zu umsichtigem Umgang mit ihr, und damit automatisch zu mehr Wertschätzung von sich selbst. Probieren Sie es aus!



Der nächste Eintrag erfolgt am 22. Oktober!

Eine schöne, wertschätzende und dankbare Zeit wünsche ich Ihnen!

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber






Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/26

Gepostet am 24. September 2018 um 16:00 Comments Kommentare (0)

....Spannendes über Osteopathie:

Die Augenhöhle:


Die Augenhöhle wird aus insgesamt 6 verschiedenen Knochen des Gesichtsschädels gebildet: Dem Stirnbein: das die Stirn bildet, das Keilbein: einem Knochen der Schädelbasis, der eine gelenkige Verbindung mit dem Hinterhauptsbein, dem Occiput hat, dem Tränenbein, dem Ethmoidale: dem Siebbein, das ein Teil der Nasennebenhöhlen mit bildet, dem Zygomaticum: dem Jochbein und der Maxilla: dem Oberkiefer.


Allein durch das Keilbein hat das Auge eine Verbindung zu fast allen anderen Schädelknochen, wie dem Scheitelbein (Parietale) und dem Schläfenbein (Temporale), letzteres beheimatet die Pfanne des Kiefergelenkes und direkt daneben das Ohr.


Durch seine Verbindung mit dem Hinterhauptsbein (Occiput) hat die Augenhöhle auch eine indirekte Verbindung zur Wirbelsäule.

So ist es vielleicht nachvollziehbar, daß Blockierungen in der Halswirbelsäule zu einer Verschlechterung des Sehens führen kann, genauso bei Kindern und Jugendlichen eine Fixation des Oberkiefers durch das Tragen von Zahnspangen.

Übrigens: der Nervus opticus, der Sehnerv führt auch direkt durch das Keilbein hindurch. Bewegt sich das Keilbein durch Blockaden einseitig nicht mehr, so kann das ebenfalls die Augen beeinträchtigen.


Kraut der Woche:


Beifuß oder auch gemeiner Beifuß genannt (Artemisia vulgaris)



Der Beifuß wächst an vielen Wegrändern und Geröllplätzen und wird meistens gar nicht als wertvolle Heilpflanze wahrgenommen, obwohl er sich bis zu 2 m emporreckt.

Wenn man diese wärmeverbreitende Heilpflanze jedoch erstmal kennengelernt hat, möchte man sie nicht mehr missen.

In früheren Jahrhunderten galt der Beifuß als Mutter aller Kräuter. Er wurde gegen zahlreiche Frauenbeschwerden und Verdauungsprobleme eingesetzt und sollte außerdem auf magische Weise stärken und schützen. Man nutzt sowohl das Blatt als auch die Wurzel zur Heilung.

Wie der Name schon andeutet, wirkt er lindernd bei Beinen und Füßen, die von langen Wanderungen müde sind und weh tun. Dazu kann man ein Öl mit dem Beifusskraut ansetzen, mit dem man bei Bedarf Füße und Beine einreibt. Solch ein Öl kann auch bei Rheumatismus lindernd wirken.

Da er entspannend auf das Nervensystem wirkt, kann man ihn auch bei Nervosität und Schlafstörungen einsetzen, z.B. als Tee vor dem Schlafengehen oder indem man Blüten und Blätter in ein Kissen einnäht und mit ins Bett nimmt. Zusammen mit Baldrianblüten und Lavendel hat solch ein Kissen einen beruhigenden Wohlgeruch.

In der Frauenheilkunde wirkt Beifusstee vor allem durch seine erhitzenden und anregenden Eigenschaften. Er wirkt menstruationsfördend bei schwacher Periode (Achtung! In der Früh-Schwangerschaft nicht verwenden, da er Fehlgeburten auslösen kann). Da er auch entkrampfend wirkt, hilft er auch gut bei schmerzhafter Periode.


Geschichtliches:


Die Geburtsstunde der Homöopathie

Die napoleonische Zeit (Napoleon: 1769-1821) war nicht nur politisch und gesellschaftlich eine Epoche der Veränderungen und des Wandels. Auch in die Medizin kam damals viel Bewegung. Immer mehr Ärzte waren unzufrieden mit den Behandlungsmöglichkeiten, die zum Teil noch aus der Antike stammten – man denke an den Aderlass. Sie machten sich auf die Suche nach zeitgemäßen, modernen Therapieformen, in die das aktuelle naturwissenschaftliche Wissen und die neue aufgeklärte Weltsicht einfließen sollten. Diese Einsicht trug wesentlich zur kritischen Diskussion und Abschaffung des Aderlasses bei, ebenso gab es den Anstoß für die Beschäftigung mit Hypnose und letztlich für die Psychoanalyse.

Ganz anders verhält es sich mit der Neuerung, die Samuel Hahnemann (1755-1843) in die Medizin einbrachte: der Homöopathie. Sie war und ist in ihrer Wirksamkeit umstritten, aber sie hält sich als Heilmethode – mit schwankender Beliebtheit – bis heute. Als chemisch-pharmazeutisch äußerst versierter Arzt hat Hahnemann mit der Homöopathie übrigens nicht nur eine neue Heilmethode erfunden, sondern auch die kritische Arzneimittelprüfung mit Selbstversuchen an gesunden Menschen in der Medizin etabliert.

Es ist heute noch üblich, in Kreisen der Homöopathen die "Arzneimittelprüfung" zu vollziehen, dabei die Symptome aufzuschreiben. All diese Erkenntnisse sind nachzulesen im "Synthesis", einem Nachschlagewerk der Homöopathie.


In der Homöopathie geht es darum, Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln. Hahnemann hatte das Werk des schottischen Arztes William Cullen übersetzt und hier von der therapeutischen Wirkung der Chinarinde bei Malaria erfahren . Er probierte das Mittel selbst. Nach einigen Wochen stellten sich bei ihm die gleichen Symptome wie bei einer Malaria ein, nur ohne Fieber. Dies ging in die Geschichte der Homöopathie als die erste Arzneimittelprüfung ein. Hahnemann ging von der Auffassung aus, dass es eine Lebenskraft, die „Vis vitalis“ gibt. Diese sei beim Kranken geschwächt. Man müsse nur das passende Mittel finden – dies habe mit einer ausführlichen Anamnese zu geschehen – um diese Lebenskraft wiederherzustellen.

Dabei entdeckte er, daß man statt die Urtinktur (also die unverdünnte, ursprüngliche Substanz) zu verabreichen, auch eine starke Verdünnung zum Ziel führt. Daraus entstand dann später die Potenzierung. Je höher eine Potenz ist (also statt D3 beispielsweise C200) desto mehr wirkt die Arznei auf der Seelenebene, je niedriger die Potenz, desto eher wirkt die Arznei auf der Körperebene.



Thema der Woche:


Genügend oder Ungenügend?

Genügen Sie oder fühlen Sie sich ungenügend? Ungenügend - ein schreckliches Wort, jeder kennt es noch aus der Schule. Wenn man eine Klassenarbeit als "ungenügend" zurückbekam, das machte was mit einem. Und dann: was sagen die Eltern?

Haben Sie heute noch manchmal das Gefühl, ungenügend zu sein? Nicht zu genügen, nicht "genug" zu sein? Fühlen Sie sich manchmal als Versager, schwach und haben das Gefühl, dem Leben nicht gerecht zu werden?

Zu genügen, ist mit ein ganz großes Thema unserer Zeit. Dahinter steckt der Druck, Erfolg zu haben, nicht als Versager dazustehen, weder im Beruf noch privat. Damit keiner mit dem Finger auf einen zeigt und man sich dann fühlt wie damals nach der Klassenarbeit.

Oder spiegelt sich Ihr Gefühl nicht zu genügen darin, daß Sie nicht genug haben? Zum Beispiel Geld? Dominiert in Ihrem Leben das Gefühl des Mangels?

Mangeldenken führt zu noch mehr Mangel. Wie herauskommen aus dieser Spirale? Manche sagen "positives Denken". Das ist alles schön und gut, nur, wenn Ebbe auf dem Konto ist, wie soll man dann denken: "ich habe Geld in Hülle und Fülle" und auch noch davon überzeugt sein? Das wird nicht funktionieren!

Der einzige Weg, davon bin ich sehr überzeugt, vom Mangel in die Fülle ist der Weg zurück zu uns selbst, uns wieder fühlen lernen, bei uns selbst ankommen. Wahrnehmen, was wir alles haben statt was uns fehlt. Wenn alles wegbrechen würde, was bliebe übrig? Wir selbst! Gehen Sie jeden Tag, und wenn es nur 10 Minuten sind, von der Zerstreuung in die Sammlung und in die Konzentration. Der Weg ist egal: ein Spaziergang im Wald allein!!! kann dazu führen, eine Meditation, Yoga, Taichi, oder einfach auf der Couch sitzen, Radio und Fernseher ausschalten, die Augen schließen und ganz bei sich sein.

Spüren Sie, daß sie jeden Tag genug zu Essen haben, einen mehr oder weniger gesunden Körper, Atemluft, eine tolle Landschaft um sich herum, fließendes Wasser in der Nähe, ein Dach über dem Kopf......gehen Sie zurück zu den einfachen Dingen, den Dingen, die Ihnen mittlerweile so selbstverständlich sind, daß Sie verlernt haben, sie wahrzunehmen. Und wenn Sie bereit sind, das alles wahrzunehmen, werden Sie feststellen, daß der Mangel, das Mangeldenken einen großen Gegenspieler hat: die Dankbarkeit!!! Lernen Sie, dankbar zu sein für jeden Tag, der Ihnen geschenkt wird, für das Essen, für den tollen Staat in dem wir leben, für jeden Cent auf Ihrem Konto.....

Aus der Haltung der Dankbarkeit kommen wir automatisch vom Mangel in die Fülle! Dankbarkeit ist eine Haltung der Liebe und des Herzens.  Machen Sie mit, es lohnt sich!!!


Ich danke Ihnen für das Lesen meines Blogs!

Haben Sie schöne, dankbare Tage! Bis in 14 Tagen, der nächste Eintrag erfolgt am 8. Oktober.

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber :D






Kurze Nachricht

Gepostet am 17. September 2018 um 19:00 Comments Kommentare (0)


Liebe Patient/Innen, liebe Leser/Innen!

Mir ist bewußt, daß ein neuer Eintrag überfällig ist. Seit mehreren Wochen wohne und arbeite ich auf einer Baustelle, die neben dem Alltag viel Zeit, Energie, Arbeit und Aufmerksamkeit von mir fordert. Daher kann ich, solange diese noch besteht, nicht die nötige Zeit, Konzentration und Aufmerksamkeit für einen neuen Eintrag aufbringen.

Am 24. September ist die Lage entspannter und ein neuer Eintrag wird an diesem Tag erfolgen.

Ich danke Euch allen für Euer Verständnis! Übrigens: rund ums Haus sieht schon alles anders aus: neue Stellplätze für die Praxis statt Vorgarten, alles neu gepflastert, inklusive Eingangsbereich. Ihr werdet beim nächsten Besuch der Praxis diese kaum wiedererkennen.....:)


Viele Grüße, Eure Ingrid Rauber

Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/25

Gepostet am 30. Juli 2018 um 17:00 Comments Kommentare (0)

....über Osteopathie:


Die Lunge:

Wie sie ja bereits erfahren haben, "bearbeitet" man in der Osteopathie nicht nur die Wirbelsäule, Gelenke, etc. sondern gleichermassen Organe.

Dieses große Organ füllt den Brustkorb fast ganz aus, links etwas weniger, da hier das Herz noch Platz benötigt. Die Lunge hat mannigfaltige Verbindungen zu: Rippen 1-12, Schlüsselbein, Brustbein, Speiseröhre, Herz, Zwerchfell. Darüberhinaus ist die Lunge an 3 Bändern aufgehangen, oben in Verbindung zu 1. Rippe (liegt über den Schlüsselbein), 6. Halswirbel bis zum 1. Brustwirbel.

So ist es vielleicht nachvollziehbar, daß Blockierungen in der Halswirbelsäule und am Übergang von der Brust- zur Halswirbelsäule ihre Ursache in der Lunge haben können.

Ursache hierfür können außer Rauchen auch ein zu oberflächliches Atmen sein. Wird die Lunge nicht ausreichend belüftet, so kann das Auswirkungen haben.

Man sollte folgendermassen atmen: von den oberen Rippen, den unteren Rippen bis zum Bauch (unterhalb vom Bauchnabel), von da aus auch in der umgekehrten Reihenfolge wieder ausatmen. Achten Sie auch darauf, daß Sie die gleiche Menge ausatmen, wie Sie einatmen. Der Bauch sollte sich leicht wölben und senken. Die Atmenfrequenz sollte niedrig, die Atemintensität hoch sein.

In meinem osteopathischen Alltag ist Atmen ganz wichtig. Ich beobachte, daß durch das Atmen auch das Gewebe lockerer und durchlässiger wird, die Strukturen können sich entspannen.


"Kraut" der Woche:

Die Alraune:


Die Alraune ist die klassische Zauberpflanze des Altertums und des Mittelalters. Ihre Wurzel war heißbegehrt und galt als zauberkräftig, weil ihre Form der Gestalt von Menschen ähnelt. Die Alraune ist stark giftig und führt zu gefährlichen Rauschzuständen, die potentiell tödlich sind. Medizinisch wird sie heutzutage nur noch in homöopathischer Dosis angewendet.

Hauptanwendung: Magische Zwecke,

Heilwirkungen: schlaffördernd, schmerzstillend, menstruationsfördernd

Anwendungsgebiete: Asthma, Bronchitis, Depressionen, Gelenkentzündung, Ischias, Koliken, Kopfschmerzen, Leberschwäche, Magenschwäche, Schlangenbisse

wissenschaftlicher Name: Mandragora officinalis, Atropa mandragora, Mandragora circaea

Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse = Solanaceae

Auch unter den Namen Alraunmännchen, Drachenpuppen, Erdmännchen, Galgenmännchen, Hexenkraut, Mandragora, Springwurz, Unhold-Wurzel, Zauberwurzel bekannt.

Inhaltsstoffe: Alkaloide, Atropin, Hyoscyamin, Scopolamin

Sammelzeit: Da die Alraune sehr giftig ist, wird sie heutzutage nicht mehr in der Heilpflanzenkunde angewendet.

In der Homöopathie wird sie hingegen gerne verwendet, weil sie in hochverdünnter (potenzierter) Form ungefährlich ist.

Ab der Potenz D4 kann man das homöopathische Mittel Mandragora rezeptfrei in Apotheken erhalten.


Geschichtliches:

Ludwig, der XIV. von Frankreich, der Sonnenkönig (1638-1715)

Nach allem, was man heute weiß, ist es eigentlich ein Wunder, dass der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. überhaupt 79 Jahre alt wurde. Nicht weil er besonders viele Krankheiten gehabt hätte, ganz im Gegenteil.

Seiner guten Grundkonstitution hatte es der mächtige Herrscher wohl zu verdanken, dass er die Behandlung seiner Leibärzte so viele Jahrzehnte überlebte. Denn das medizinische Wissen im 17. und 18. Jahrhundert basierte teilweise auf hanebüchenen Lehren und fatalen Praktiken.

So gingen die Gelehrten am Hof des Königs davon aus, dass die Zähne ein unvergleichlich hohes Infektionsrisiko darstellen. Prinzipiell nicht verkehrt – viele Menschen starben an Zahnkrankheiten und deren Folgen. War das Gebiss vom vermeintlichen "Zahnwurm" befallen, rückten umherziehende Bader und Zahnbrecher mit einer groben Zange an, um das Übel wortwörtlich bei der Wurzel zu packen.

Eine Narkose oder Betäubung gab es nicht – die Dauer der Qual hing einzig von der Schnelligkeit und Geschicklichkeit des Baders ab. Wissen zur Wundheilung und Mundhygiene war kaum vorhanden, sodass nach der Behandlung dennoch etliche Patienten verstarben.

Um diesem Schicksal vorzubeugen, wurden dem Sonnenkönig auf Anraten der Leibärzte schon in jungen Jahren alle Zähne und ein Teil des Gaumens entfernt. Als Folge der wenig fachmännischen und überflüssigen Operation hatte Ludwig XIV. ein Leben lang Probleme mit der Nahrungsaufnahme: Sämtliche Mahlzeiten wanderten unzerkaut in seinen Magen, nicht selten vergammelten Essensreste in seinem löchrigen Kiefer.

Thema der Woche:

"Was stimmt nicht (mehr) in deinem Leben?

Was fühlt sich nicht stimmig und rund an?

Das Leben zeigt uns immer, wenn in unseren Lebensbereichen etwas nicht stimmt, nicht in der Balance ist, weil es sich unstimmig, unrund anfühlt oder über längere Zeit mit Unzufriedenheit verbunden ist. Es ist die Stimme unseres Herzens, die uns – oft vermittelt über Empfindungen oder Symptome des Körpers zuruft: „Du, was du hier lebst oder wie du es lebst – sei es die Beziehung zu dir selbst, zum Partner, zu anderen oder zu deiner Arbeit – das stimmt doch nicht mit dem überein, was du zu leben wünschst.“

Keiner benötigt mehr als 3 Sekunden, um sich die Fragen zu beantworten:

„Fühlt sich meine Beziehung/Partnerschaft oder Ehe stimmig, gut und rund an?“

„Ist meine Arbeit, das, womit ich jeden Tag so viele Stunden verbringe, etwas was mir Freude macht oder mich erfüllt?“

„Ist deine Beziehung zu dir selbst, die Art, wie du mit dir selbst umgehst, eine schöne Liebesbeziehung?“

Je länger wir das Nicht-Stimmige, Unzufriedene und Freudlose unseres Lebens nicht genau anschauen und unsere Schöpfer-Verantwortung dafür übernehmen, desto mehr Zeichen schickt dir das Leben, bis es schließlich sehr ‚laut‘ werden muss durch Unfall, Krankheit, Verlassenheits- oder Verlusterfahrungen, damit du endlich aufwachst.

Mach darum jetzt Zwischeninventur in deinem Leben und fang an aufzuräumen, das Bisherige zu würdigen und anzuerkennen und dich neu auszurichten auf die Richtung, die dein Herz dir signalisiert."

Robert Betz

"Zwischeninventur" machen, Ausmisten, ist sehr heilsam. Es gibt verschiedene Wege, zu "entschlacken": durch Umstellung der Ernährung unseren Körper, durch Tränenfluss unsere Seele, durch Verschenken und Wegwerfen unsere Umgebung. Auch die Menschen, die uns umgeben, dürfen ab und zu mal auf Stimmigkeit überprüft werden.

Wie lange ist Ihre letzte Inventur her? Nutzen Sie diesen herrlich warmen Sommer, um Ballast abzuwerfen, egal auf welcher Ebene. Danach fühlen Sie sich erleichtert, garantiert.

Geniessen Sie weiter den Sommer und bleiben Sie ganz bei sich !

Den nächsten Eintrag können Sie voraussichtlich ab Montag, den 27.8. lesen!

Herzlichst Ihre Ingrid Rauber!





Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/24

Gepostet am 23. Juli 2018 um 15:00 Comments Kommentare (0)

...über Osteopathie:


Das Occiput, oder Hinterhauptsbein:


Das Occiput befindet sich im Schädel, und zwar - wie der Name schon sagt - am Hinterhaupt, da wo sich unterhalb die Wirbelsäule befindet. Wichtige Strukturen befinden sich im Kontakt mit dem Occiput: am Schädel direkt die beiden Os Parietale, oder Scheitelbeine, die die "Mitte" des Kopfes abdecken, seitlich die beiden Os Temporale, oder Schläfenbeine, die die Pfanne des Kiefergelenkes und das Ohr beherbergen und zuguterletzt noch bildet es zusammen mit dem Os Sphenoidale oder Keilbein die Schädelbasis. Aus osteopathischer Sicht bilden Occiput und Sphenoid eine zentrale Verbindung, was die minimalen Schädelbewegungen angeht. Alle anderen Schädelknochen richten sich danach, wie diese beiden Knochen ausgerichtet sind und sind damit so etwas wie eine zentrale Stelle, die immer mitbehandelt wird. Man hat durch diese Verbindung Zugriff auf: die Augenhöhlen, die Ohren, die Nebenhöhlen, Ober- und Unterkiefer. Außerhalb des Schädels noch die ersten beiden Halswirbel Atlas und Axis, in der Osteopathie kennt man diese Symbiose auch als OAA-Gelenk, Occiput-Atlas-Axis-Gelenk. Darunter passt sich dann die gesamte Wirbelsäule zusammen mit seinem Nervenkanal, dem Spinalkanal, bis zum Becken an.

So ist es aus osteopathischer Sicht möglich, daß Fehlstellungen im Becken Auswirkungen auf den Schädel haben und umgekehrt. Kiefergelenks-Fehlstellungen nach ausgiebigen Zahnarztbehandlungen zum Beispiel können umgekehrt eine absteigende Wirkung haben auf die Lendenwirbelsäule und auf das Kreuz-Darmbeingelenk.


"Kraut" der Woche: Echinacea oder der Sonnenhut




Sonnenhut gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae) und blüht von Mai bis August.

Welche Pflanzenteile und Inhaltsstoffe werden verwendet?

Als pflanzliche Arznei dient beim schmalblättrigen Sonnenhut die Wurzel. In ihr kommen sogenannte Alkamide vor sowie ätherisches Öl und Kaffesäure-Abkömmlinge wie die Substanz Echinacosid.
 Beim Purpur-Sonnenhut wird das Kraut verwendet, also alle Pflanzenteile außer der Wurzel. Es enthält die gleichen Stoffgruppen wie der schmalblättrige Sonnenhut, jedoch in unterschiedlichen Mengen. Der blasse Sonnenhut kommt als Arzneipflanze seltener zum Einsatz, da in ihm die Alkamide fehlen. In seinen Wurzeln stecken unter anderem sogenannte Ketoalkene und Ketoalkenine. Sonst entsprechen die Inhaltsstoffe den anderen beiden Arten.

Was bewirken die Inhaltsstoffe? Wogegen hilft Sonnenhut?

Sonnenhut-Gewächse – insbesondere Echinacea purpurea sowie Echinacea angustifolia – wirken sich positiv auf das Immunsystem aus.

Wer Echinacea als Immunstimulans einnehmen möchte – ob in Form von Tropfen oder Tabletten – sollte damit gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung beginnen. Echinacea ist DAS Immunstimulans und sehr wirksam gegen Erkältungskrankheiten.

Geschichtliches:

Das Hexensalbenrezept des Johannes Hartlieb

Johannes Hartlieb (hat ca. von 1400 bis 1460 gelebt) war der erste Arzt, der ein Rezept für eine Zubereitung, die später meist als „Hexensalbe“ genannt wurde, aufgeschrieben hat:

Hexensalbe:

„Sie wird aus sieben Kräutern hergestellt. Dabei wird jedes einzelne Kraut genau an dem Tag gepflückt, der ihm zugeordnet ist. So ergaben sich am Sonntag „Solsequium“(der Sonne folgend, Löwenzahn, Ringelblume, Wegwarte, Johanniskraut), am Montag „Lunaha“(Mond, Stumpfes Silberblatt, Spitzes Silberblatt, Königsfarn, Mondraute), Dienstag „Verbena“(Eisenkraut), Mittwoch „Mercurialis“(Merkurs, Schutt- Bingelkraut, Wald- Bingelkraut), Donnerstag „Barba Jovis(Bart Jupiters, Donnerkraut, Dachhauswurz, große Fetthenne), am Freitag „Capillus Veneris(Venushaar, Frauenhaar- Farnarten). Daraus stellen sie dann unter Beimischung von Vogelblut und Tierschmalz Salben her. Wenn ihnen dann danach ist, bestreichen sie Bänke oder Stühle, Rechen oder Ofengabeln und fahren darauf von hinnen. Das ist nichts anderes als Nigromantie…“

Dieses Rezept ist pharmaziegeschichtlich hochinteressant, da es als die einzige erhaltene Rezeptur des ausgehenden Mittelalters gelten kann. Zudem unterscheidet sie sich eklatant von allen späteren Rezepten der frühen Neuzeit. Hartliebs Rezept folgt alchemistischen und kabbalistischen Anschauungen, spätere Rezepte orientieren sich an den pharmakologischen Wirkungen der Pflanzendrogen.

Die den Wochentagen (und Planetengöttern), nur der Samstag (der Tag des Saturn) fehlt – zugeordnete Kräuter lassen sich nicht eindeutig botanisch identifizieren, die im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit mit den gleichen Namen benannt wurden.

Nur das Eisenkraut hat Hartlieb in seinem Kräuterbuch intensiv erwähnt (Kräuterbuch S.105).

Das Eisenkraut hat seinen Namen nicht nur von dem Metall Eisen- wie meist angenommen, sondern auch von der ägyptischen Göttin Isis (= Frau Eysen), der Herrin der Zauberkräuter und – Zauberkunst.

Alle Rezepturen der Hexensalbe aus der frühen Neuzeit beinhalten durchgehend als wesendliche Bestandteile psychoaktive Substanzen: Schlafmohn/Opium, Nachtschatten/Tollkirsche, Alraune, Bilsenkraut, Stechapfel, Lattich, Taumelolch, Sturm- und Eisenkraut, Schierling, Hanf, Steppenraute, Seerosen. Viele dieser Pflanzen waren auch Johannes Hartlieb bekannt auch diese werden in seinem Kräuterbuch genannt und beschrieben. Die meisten dieser Pflanzen sind in astrologischer Hinsicht „Pflanzen des Saturns“ also Kräuter die am Samstag gesammelt werden. Vielleicht wollte Hartlieb die wahre Rezeptur, nämlich eine Mischung aus saturnischen Pflanzen verheimlichen?

Eine dieser saturnischen Zauberpflanzen hat jedoch Eingang in das Buch der verbotenen Künste gefunden: die Alraune, die Hartlieb unter ihrem im Odenwald gebräuchlichen Namen „Atzman“ beschreibt (Buch aller verbotenen Künste, Kapitel 79/79a). Immerhin ist die Alraune, die „Menschenwurzel“, seit der Antike Bestandteil vieler Riten, die von Hartlieb als „verbotene Künste“ angesehen werden: Orakelwesen, Totenbeschwörung, Flugsalben, Dienstbarmachung von Hilfsgeistern, Liebeszauber und Aphrodisiaka, magische Räucherungen usw.

Der deutsche Name Alraune leitet sich von Alruna, „die Alles weiß“, dem Namen für die südgermanischen Seherinnen und weisen Frauen, ab. So wie diese ehemals heiligen Frauen und Schamaninnen später als „Hexen“ verfolgt und ermordet wurden, so wurde die Alraune, ihre psychoaktive Orakelpflanze, dämonisiert. Mit der Christianisierung Germaniens wurde die Mandragora (als alte heidnische Ritualpflanze) zuerst von Hildegrad von Bingen (1093- 1179) verteufelt.

Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren das Hartlieb die echten Zaubermittel, also psychoaktiv stark wirksame Pharmaka, vertuschen wollte, weil er sie, genau wie Hildegard, für zu gefährlich hielt? Oder wusste er einfach nicht mehr?

Thema der Woche:

Das Ding mit der Verantwortung

Verantwortung: was ist das eigentlich?

Verantwortung für jemand anderen übernehmen: geht das überhaupt?

Wofür und für wen sind wir denn überhaupt verantwortlich?

Die meisten werden sagen: wir tragen Verantwortung für unsere Kinder. Stimmt. Einige werden auch sagen: wir tragen Verantwortung für unseren Partner. Stimmt nicht!

Denn: jeder Erwachsene ist für sich selbst verantwortlich. Das ist der Preis des Erwachsenseins, daß wir für das  was wir tun und auch für das, was uns passiert und begegnet, verantwortlich sind.

Unsere Taten entstehen aus unseren Gedanken, die wir täglich denken, denn daraus entsteht unsere Lebenswirklichkeit. Also haben wir auch Verantwortung für das, was uns passiert, denn wir haben es in unser Leben gezogen.

Wer als Erwachsener immer noch denkt, andere Menschen sind für sein Schicksal verantwortlich oder Gott oder wer oder was auch immer, der ist immer noch in Wirklichkeit ein Kind. Zwar im Körper eines Erwachsenen, aber dieser Mensch hat noch nicht verstanden, daß er alles selbst in sein Leben gezogen hat. Damit fühlt sich dieser Mensch als Opfer und wird es so lange bleiben, bis er es selbst ändert.

Und wie ist das mit Krankheiten? Genauso! Jede Krankheit hat eine Bedeutung. Zum Beispiel: Wer Schnupfen hat, hat die "Nase voll". Wunderbar beschrieben ist das in dem Buch "Krankheit als Weg" von Thorwald Detlefsen. Krankheiten sind Zeichen des Körpers, Hinweise darauf, daß der Mensch etwas nicht betrachten möchte. Auch hier gilt: selbst hinschauen, selbst Verantwortung übernehmen, der Arzt oder Heilpraktiker ist nur "Hilfsmittel", die Ursache kann jeder nur bei sich selbst suchen.....und schaue ich (noch) nicht hin, werden die Zeichen des Körpers deutlicher, bis ich gar nicht anders kann als hinschauen. Jetzt stelle ich Ihnen die Frage: wie sinnvoll ist es dann, Krankheiten einfach "weghaben" zu wollen?

Übernehmen Sie Verantwortung für sich und für alles, was Ihnen geschieht und begegnet im Leben. Das ist der einzige Weg, selbstbestimmt und glücklich im Leben zu sein.

Genießen Sie die Sonnentage,

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber












Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/23

Gepostet am 1. Juli 2018 um 13:00 Comments Kommentare (0)

....über Osteopathie:


Das Kiefergelenk

Hier handelt es sich um eine der wichtigsten Gelenke in der osteopathischen Arbeit. Leider in der Schulmedizin oft nicht beachtet, dabei kann das Kiefergelenk Auslöser sein für viele Beschwerden.

Der Gelenkkopf befindet sich am Ende des Unterkiefers, seine Pfanne in einem Anteil des Schädels, der sich Os Temporale nennt, direkt neben dem Ohr. Damit benenne ich schon eine Struktur, die anfällig ist, wenn Kopf und Pfanne nicht direkt aufeinandersitzen. Schwindel und Tinnitus können den Auslöser Kiefergelenk haben.

Auch schlechter werdendes Sehen kann die Konsequenz sein, wenn das Kiefergelenk blockiert ist. Genauso wie Nackenprobleme, Schulterprobleme und Probleme der Brustwirbelsäule.

Kopfschmerzen, Probleme mit den Gesichtsnerven (Facialisparese, Trigeminusneuralgie), Nebenhöhlenprobleme, kurz: alle Geschehnisse am Kopf können auf das Kiefergelenk zurückzuführen sein. Sie merken also: ein weites Feld!

Große Probleme werden gesetzt durch die Zahnkorrekturen bei Kindern. Vor allem feste Zahnspangen sorgen dafür, daß durch die Fixierung der Kiefer andere Strukturen durch den Versuch, diese Unbeweglichkeit auszugleichen, in Mitleidenschaft geraten. Ich habe schon erlebt, daß Kinder dadurch schlechter hörten, schlechtere Augen bekamen, sogar der ganze Körper sich verdrehte, bis zum Becken. Beckenblockierungen beobachte ich bei diesen Kindern eigentlich immer.

Deshalb rate ich Eltern: gehen Sie einmal monatlich zum Osteopathen, wenn Ihre Kinder Spangen tragen!


"Kraut der Woche":

"Achillea Millefolium" oder die Gemeine Schafgarbe




Eine krautartige, bis zu einer Höhe von 60 cm wachsende Pflanze, die zu der Familie der Korbblütler gehört wie Echinacea. Sie ist unkompliziert, wächst an Wegrändern oder in Gärten, verwendet in der Medizin werden Blüten und Blätter.

Die getrockneten Blüten oder Blätter ist ein Mittel gegen Fieber und Erkältungskrankheiten, heilt Wunden, ist geeignet gegen Zahnschmerzen, und wirkt auch abschwellend. Seiner blutstillenden Wirkung verdankt die Pflanze seinen Namen: Soldatenkraut. Sie wurde bei Wunden der Soldaten im Krieg im Mittelalter eingesetzt.

In der Kosmetik wird die Pflanze verwendet, um das Haarwachstum anzuregen.


Geschichtliches:

Die Seitenkrankheit

Im Mittelalter mit eine der am häufigsten auftretenden Erkrankungen mit tödlichem Ausgang. Es handelt sich hier um die "Appendizitis", hier im Volksmund als Entzündung des "Blinddarms" bekannt.

Im Mittelalter stand man hilflos davor. Man durfte als Christ keine Leichen studieren, daher wusste man nichts von dieser Struktur im Bauch. Man ließ diese armen Menschen zur Ader, was sie noch mehr schwächte, auch Kräuterauflagen halfen in diesem Fall herzlich wenig.

Es handelt sich hier um einen Wurmfortsatz am Beginn des aufsteigenden Teils des Dickdarms. Die Struktur gehört zu den lymphatischen Organen, wie auch die Rachenmandeln und die Lymphknoten. Die Aufgabe des Appendix ist die Abwehr von Bakterien, Pilzen, Viren, die ja über die Nahrung in den Körper, bzw. Darm gelangen können.

Entzündet sich der Appendix, schwillt er an und er kann platzen, und so kann sich die ganze infektiöse "Suppe" in den Bauchraum ergiessen und dort eine Allgemeininfektion auslösen, die immer tödlich verläuft.

Heute ist das auch noch gefährlich, aber man operiert sofort bei klinischen Anzeichen einer Appendizitis, und entfernt diesen "Wurmfortsatz".


Thema der Woche:

"Schläfst Du noch oder lebst Du schon?"

....oder vom Unbewussten in das Bewusste. Viele Menschen, so beobachte ich es täglich, laufen routinemässig durch das Leben. Gehen einfach den Dingen nach, denen sie immer nachgegangen sind, auch wenn sich schon ein Unzufriedenheitsgefühl breit macht, oder Krankheit.

Ich möchte heute an Sie appellieren, sich ihr Leben einmal schonungslos bewußt zu machen. Setzen Sie sich 5 Minuten in der Stille hin und träumen Sie, so wie die Kinder: was möchte ich in diesem Leben erreichen? Was möchte ich ändern? Was möchte ich überhaupt von meinem Leben?

Paul Ferrini schreibt hier zu in einem seiner Bücher: "Die meisten Menschen wissen nicht, was sie wollen oder sie glauben nicht daran." Robert Betz sagt dazu etwas provozierend: "Auf den Grabsteinen der meisten Menschen müsste stehen: "Sie wussten nicht was sie tun.""

Machen Sie Inventur in ihrem Leben. Verabschieden Sie sich von allem was sich nicht mehr stimmig anfühlt: Gegenstände, Möbel, Wohnung, Kleidung, Freunde, Partner, Beruf....Ok, hier wird es schon heikel! Ich weiß. Dennoch: ist das Leben nicht viel zu kurz um sich mit Partnern oder einer Tätigkeit viele Stunden am Tag und in der Nacht abzugeben, die in Wirklichkeit nicht mehr zu uns passen oder sogar dazu führt, daß es uns schlecht geht? Ich sage immer: Es gibt für alles eine Lösung!

Ich kenne sogar Menschen über 50, die mit einem neuen Job und neuem Partner nochmal durchgestartet sind.

Tun Sie Dinge, die Sie schon immer tun wollten: lernen Sie ein Instrument, Singen Sie im Chor, oder nehmen Sie Gesangsunterricht, Tanzen Sie, was auch immer Ihr Herz zum Singen bringt!

Und: Haben Sie eine Aufgabe im Leben! Etwas, wofür Sie brennen!!! Und: kommen Sie mir jetzt nicht mit "ja, meine Enkel, mein Partner, etc", das meine ich nicht. Ich meine eine Aufgabe, entweder eine Berufung, der Sie nachgehen oder ein Hobby oder eine ehrenamtliche Tätigkeit.

"Höre auf, eine Kopie zu sein und nach links und rechts zu blicken. Du bist nicht hier, um die Erwartungen anderer zu erfüllen, auch nicht die Erwartungen und Wünsche deiner Eltern und Partner. Gib ihnen diese Energien zurück. Sie gehören zu ihnen und haben mit dir nichts zu tun. Ihre Erwartungen waren Übungsmaterial für dich, damit du unterscheiden lernst zwischen dem, was andere wollen, und dem, was du selbst willst. Und dies musst du dann auch durchziehen.

Lebe dein eigenes Leben und sei du selbst - ganz gleich, wie andere darüber sprechen und denken. Horche nicht auf den Applaus der Menschen, sondern nur auf den Applaus deines eigenen Herzens. Rück ab von der Masse der Schafe, die vergessen haben, daß sie einmal als Löwe geboren wurden, dann aber das Blöken und das Mitlaufen gelernt haben. Lebe ein von der Masse abgerücktes, das heißt ver-rücktes Leben und mache keine Kompromisse mehr mit deinem Herzen. Und wenn du sie hin und wieder doch machst, dann verurteile dich nicht dafür, sondern verzeihe dir, aber halte den Kurs deines Herzens."

Robert Betz aus "Willkommen im Reich der Fülle."

In diesem Sinne: Bleiben Sie ganz Sie selbst!

Der nächste Eintrag erfolgt am 23. Juli.

Haben Sie eine schöne Zeit bis dahin und genießen Sie den Sommer, Ihre Ingrid Rauber


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