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Ingrid's Blog 06/21

...Wissenswertes über Osteopathie:

Das Pflugscharbein oder Os Vomer (im Bild in grün dargestellt):

Das Pflugscharbein (Vomer) ist ein unpaarer, lang gestreckter Knochen der Schädelbasis. Es gehört zum Gesichtsschädel und zieht mittig vom Keilbein (Os sphenoidale) in die Nasenhöhle, wo es sich an einer Leiste (Crista nasalis) des Oberkieferknochens (Maxilla) befestigt.

Von der Form her erinnert der Knochen tatsächlich an eine Pflugschar. Er ist platt und langgestreckt und an seiner Befestigung am Oberkieferknochen fast schon spitz.

Dieser Knochen ist deshalb für den Osteopathen wichtig, weil er die Verbindung zwischen Oberkiefer (und damit Kiefergelenk), Nebenhöhlen und der Schädelbasis bildet. Man kann ihn zwar nicht direkt berühren, aber indirekt. Man kann mit Behandlung des Vomer mit einem "Schlag" sowohl Oberkiefer, Nebenhöhlen als auch die Schädelbasis und damit auch indirekt zum Beispiel Kiefergelenk und Innenohr behandeln.

Ich "checke" diesen Knochen bei jeder Behandlung meiner Patienten, da er mit auf der Zentrallinie liegt und er mit sämtliche restliche Schädelknochen ausrichtet.


Naturheilmittel der Woche:

Beifuß (Artemisia) ist die Mutter aller Heilkräuter. Doch auch als Gartenpflanze und Küchengewürz ist Beifuß beliebt. Der Beifuß (Artemisia) zählt botanisch zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Gattung ist umfangreich und umfasst bis zu 500 Arten. Die zumeist ein- oder zweijährigen krautigen Pflanzen, aber auch Stauden und Halbsträucher, sind weithin in der gemäßigten und subtropischen Zone der Nordhalbkugel verbreitet. Sie kommen in Steppen, Trockenrasen und Halbwüsten vor, manche Pflanzen sind sogar an einen salzigen Standort angepasst. Bekannte Vertreter der Gattung Artemisia sind Wermut (Artemisia absinthium), Eberraute (Artemisia abrotanum), Estragon (Artemisia dracunculus) und Gewöhnlicher Beifuß (Artemisia vulgaris).

Die griechischen Heilerinnen und Geburtshelferinnen Göttin Artemis und Königin Artemisia sind die Namenspatroninnen der Pflanzengattung. Denn schon seit dem Altertum wird Artemisia bei vielfältigen Leiden, von Menstruationsbeschwerden über Verdauungsprobleme bis hin zu Schlafstörungen, eingesetzt. Das wehenfördernde Kraut war einst ein weit verbreitetes Mittel in der Geburtshilfe. Die ätherischen Öle und Bitterstoffe des Beifußes haben eine starke Wirkung auf den Organismus. In der Naturheilkunde gilt Beifuß daher als eines der Basiskräuter. Der deutsche Name der Artemisia rührt von der Anwendung des Beifußes gegen müde Beine her.

Auch in der chinesischen Medizin wird Beifuß genutzt für die heiße Akupunktur oder Moxa-Anwendungen.

Neben der Verwendung als Zierpflanze, Heilkraut und Gewürz wird Beifuß auch in der Schädlingsabwehr eingesetzt. Und nicht zuletzt wird dem Kraut eine starke magische Wirkung zugeschrieben. Beifuß wächst aufrecht und kann je nach Art eine Höhe von bis zu eineinhalb Metern erreichen. Die Blätter sind grün, graugrün oder graublau und wechselständig. Sie können ein- bis mehrfach eingeschnitten oder fiedrig geschlitzt sein. Die Blüten der meisten Artemisia sind zwar zahlreich, aber eher unscheinbar: Sie sind klein, gelb oder weiß, manchmal auch bräunlich oder rot. Blütezeit ist im Hochsommer zwischen Juli und August. Bei den Früchten handelt es sich um Achänen, also nussähnliche Schließfrüchte. Oft verströmt die ganze Pflanze einen aromatischen Duft.

Beifuss oder Artemisia:

Geschichtliches:

Der Medicus:

Der Medicus ist der bekannteste Mediziner des Mittelalters. Unter all den angeblichen und tatsächlichen Heilkundigen war er wohl der mit der meisten Anerkennung.

Ausbildung:

Der Medicus erhielt seinen Titel und sein Wissen während eines Studiums an einer Universität. Dort wurden die Überreste des überlieferten Wissens und die theoretischen Lehren aus der Antike vermittelt. Doch leider fehlte dem Medicus zumeist das entsprechende Praxiswissen bei Berufsbeginn.

Einschränkungen:

Hinzu kam, dass eine anatomische Ausbildung über den menschlichen Körper meist nur mit Hilfe von schematischen Ansichten (anhand von Zeichnungen und Bildern) vermittelt wurde, und nicht durch Sezieren von Körpern. Das Sezieren war strengstens verboten, denn nach dem Erlass von Papst Bonifatius VIII. war eine Leichenzerstückelung nicht erlaubt. Wer gegen dieses Verbot verstieß, dem wurde mit Exkommunikation gedroht. Im Mittelalter eine furchtbare Strafe, glaubte man doch noch an die Allmacht Gottes und der Kirche – und der Exkommunizierte war der ewigen Verdammnis gewiss und musste für immer in der Hölle schmoren, so war die allgemein akzeptierte Ansicht. Es war ihm außerdem verboten mit Blut in Berührung zu kommen.


Das Buch "Der Medicus" von Noah Gordon hat das mittelalterliche Berufsbild sehr gut und wirklichkeitsgetreu geschildert. Es waren vor allem die islamisch geprägten Länder damals sehr fortschrittlich in Kenntnissen in Anatomie und Therapie. Für einen Christen war es aber schwierig, dort eine Ausbildung zu erlangen. Im Buch "Der Medicus" verkleidet sich deshalb die Hauptfigur als Jude, da Juden der Zugang zu Universitäten im arabischen Raum eher erlaubt war zu der Zeit.



Thema der Woche:

Selbstliebe oder Egoismus?:

Über DAS zentrale Thema schreibe ich heute, denn im Kern geht es immer darum, daß wir uns selbst lieben, nur dann sind wir authentisch, kennen uns mit all unseren Fehlern, spüren, was für uns richtig ist und was nicht und können dementsprechend die richtigen Entscheidungen treffen.

Der Mensch, der sich selbst liebt, übernimmt die volle Verantwortung für sich und sein Leben und erwartet sein Lebensglück nicht mehr von anderen Menschen. Er ist in der Lage sich zu entwickeln und dadurch seinen Lebensweg zu gehen. Er geht regelmässig nach innen und spürt nach, wo noch Emotionen angenommen werden müssen, damit sie ihn nicht beherrschen. Er kann verzeihen, Frieden machen mit anderen Menschen. Er hat viel Freude im Leben und kann dieses auf der ganzen Linie genießen. Und: er hält Abstand von Dingen und Menschen, die ihm nicht guttun. Dieser Mensch folgt vertrauensvoll dem Ruf seines Herzens. Und so wie er sich selbst liebt, ist er auch in der Lage, andere zu lieben, ja, sogar alle Wesen auf diesem Planeten zutiefst zu respektieren.

Egoismus dagegen wird von Angst und Mangeldenken gesteuert. Das Herz ist hier für die Liebe verschlossen, für die Liebe zu sich selbst genauso wie für die Liebe zu anderen. Der Egoist hat Angst, nicht genug zu bekommen. Er verurteilt andere und meint er müsse gegen andere kämpfen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Der Egoist ist auch nicht abgeneigt, aus Angst und Feigheit andere zu belügen und zu betrügen um Dinge in seinem Leben durchzusetzen.

Ich beobachte sehr oft, daß Menschen "aus Liebe" zu jemandem Dinge akzeptieren, die übergriffig sind und ihnen nicht guttun, ja sie sogar von ihrem Weg abbringen. Das hat nichts mit Liebe zu tun. Liebe bedeutet immer, das zu tun, so zu handeln, daß es gut für den Anderen ist UND für sich selbst. Das kann auch bedeuten, daß man sich trennt, weil die Wege zu verschieden sind.

Die zentrale Aussage ist, BEI SICH BLEIBEN, sich auch trauen Dinge zu sagen oder zu tun, die vielleicht unpopulär sind. Wenn das Herz JA sagt.

Seien Sie zentriert! Bei sich, eins mit sich und der Welt. Vereint in Respekt vor sich und allen Wesen und der Welt, der Natur!


Namasté!


Ich mache im Juli Urlaubspause, schreibe wieder in meinen Blog im August.

Ihre / Eure Ingrid


Ingrid's Blog 05/21

...Wissenswertes über Osteopathie:

Das Herz

Herz und Nieren bilden die tiefste Ebene im Körper. Der Volksmund sagt: etwas oder jemanden "auf Herz und Nieren prüfen." Das Herz hat aus osteopathischer Sicht folgende Verbindungen: zum Brustbein, den 2. bis 6. Rippen, dem Thymus, der Wirbelsäule (bis etwa 10. Brustwirbel!), der Lunge, der Speiseröhre, dem Zwerchfell, der Aorta. Durch seine Bandverbindungen hält es direkten Kontakt zum Zwerchfell, zum Brustbein, zum Rippenfell, zur Lunge.

Das Herz "pumpt" das Blut durch den Körper und hat ein eigenes Nervensystem.

Es ist gut geschützt im Brustraum, umgeben von einer Hülle, dem Pericard.

Man kann es direkt nicht beeinflussen in der Osteopathie, sollte aber um die direkten und indirekten Auswirkungen aufgrund seiner anatomischen Struktur wissen. So ist es möglich, daß Herzrhythmusstörungen durch blockierte Hals-, oder Brustwirbel und Engegefühl in der Brust durch Rippen- oder Brustbeinblockierungen oder auch durch feste Züge in der Band- und Faszienstruktur des Herzens verursacht werden kann.

Unbedingt sollten natürlich solche Symptome erst schulmedizinisch abgeklärt werden.


Okoubaka-das Wundermittel aus der Natur:


Okoubaka aubrevillei ist ein Urwaldbaum, der zur Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae)gehört. Er ist vor allem in Ghana, Nigeria und an der Elfenbeinküste verbreitet. In derwestafrikanischen Sprache Anyin bedeutet der Name „okou baka“ Todesbaum. Die Einheimischen nennen ihn sicher deshalb so, weil er andere Bäume in seiner Umgebung parasitär befällt und diese abtötet. Er steht auf kleinen Lichtungen, denn kaum ein anderer Baum wächst in seiner direkten Umgebung. In der afrikanischen Volksmedizin setzt man schon seit langem die getrocknete und pulverisierte Rinde des Baums als Arznei gegen Vergiftungen ein. 1972 gelangte die Okoubaka-Rinde nach Deutschland, nachdem eine Homöopathin diese als Geschenk für die Behandlung eines Westafrikaners erhalten hatte. Dadurch begann die systematische Erprobung des pflanzlichen Arzneimittels.

Aus der Rinde des seltenen westafrikanischen Baums wird in pulverisierter Form eine typische Gerbstoffdroge hergestellt. Ihr werden eine entgiftende, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. In der Praxis findet der pflanzliche Wirkstoff breite Anwendung. Okoubaka eignet sich sowohl zur therapeutischen als auch zur prophylaktischen Einnahme, beispielsweise bei Fernreisen.

Gerbstoffe haben eine austrocknende und entzündungshemmende Wirkung, die besonders auf der Haut und der Schleimhaut gegen Bakterien hilft. Sie dichten ab und bilden eine schützende Membran, wodurch sie das Eindringen von Bakterien verhindern.

Einsatzgebiete:

Hautkrankheiten

Entzündungen im Mund- und Rachenraum

zur schnellen Wundheilung

Magen-/Darmentzündungen

Vergiftungen

Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes

Leber-, Galle- und Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen

Reizdarmsyndrom

Vergiftungen durch Lebensmittel und Schwermetallbelastung

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Verdauungsstörungen

Reiseprophylaxe

Erbrechen bei Schwangerschaft oder Chemotherapie

Allergien

Mit seiner Wirkung kann Okoubaka auch bei allgemeinen Entgiftungstherapien (zum Beispiel durch Umweltbelastungen) hilfreich sein. Die negativen Folgen für den Magen-Darm-Trakt bei der Antibiotika-Einnahme neutralisiert Okoubaka ebenfalls und unterstützt die infektiöse Behandlung.

Okoubaka bei Magen-Darm-Beschwerden:

Okoubaka kommt vorrangig bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes zum Einsatz. Eine prophylaktische Behandlung hat dabei zu sehr guten Ergebnissen geführt. Bei Reisen in südliche Länder oder bei Fernreisen ist es ein sinnvoller Bestandteil der Reiseapotheke. Eine Einnahme vor Reiseantritt sowie während der Reise kann Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Infekten vorbeugen.

Zudem hilft es unterstützend bei einer Nahrungsmittelumstellung, bei konventionellen Erkrankungen des Verdauungstraktes sowie bei Lebensmittelvergiftungen. Okoubaka verschafft auch beim Reizdarm-Syndrom Linderung.


Geschichtliches:

Die Geburtsstunde der Homöopathie

Die napoleonische Zeit (Napoleon: 1769-1821) war nicht nur politisch und gesellschaftlich eine Epoche der Veränderungen und des Wandels. Auch in die Medizin kam damals viel Bewegung. Immer mehr Ärzte waren unzufrieden mit den Behandlungsmöglichkeiten, die zum Teil noch aus der Antike stammten – man denke an den Aderlass. Sie machten sich auf die Suche nach zeitgemäßen, modernen Therapieformen, in die das aktuelle naturwissenschaftliche Wissen und die neue aufgeklärte Weltsicht einfließen sollten. Diese Einsicht trug wesentlich zur kritischen Diskussion und Abschaffung des Aderlasses bei, ebenso gab es den Anstoß für die Beschäftigung mit Hypnose und letztlich für die Psychoanalyse.

Ganz anders verhält es sich mit der Neuerung, die Samuel Hahnemann (1755-1843) in die Medizin einbrachte: der Homöopathie. Sie war und ist in ihrer Wirksamkeit umstritten, aber sie hält sich als Heilmethode – mit schwankender Beliebtheit – bis heute. Als chemisch-pharmazeutisch äußerst versierter Arzt hat Hahnemann mit der Homöopathie übrigens nicht nur eine neue Heilmethode erfunden, sondern auch die kritische Arzneimittelprüfung mit Selbstversuchen an gesunden Menschen in der Medizin etabliert.

Es ist heute noch üblich, in Kreisen der Homöopathen die "Arzneimittelprüfung" zu vollziehen, dabei die Symptome aufzuschreiben. All diese Erkenntnisse sind nachzulesen im "Synthesis", einem Nachschlagewerk der Homöopathie.

In der Homöopathie geht es darum, Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln. Hahnemann hatte das Werk des schottischen Arztes William Cullen übersetzt und hier von der therapeutischen Wirkung der Chinarinde bei Malaria erfahren . Er probierte das Mittel selbst. Nach einigen Wochen stellten sich bei ihm die gleichen Symptome wie bei einer Malaria ein, nur ohne Fieber. Dies ging in die Geschichte der Homöopathie als die erste Arzneimittelprüfung ein. Hahnemann ging von der Auffassung aus, dass es eine Lebenskraft, die „Vis vitalis“ gibt. Diese sei beim Kranken geschwächt. Man müsse nur das passende Mittel finden – dies habe mit einer ausführlichen Anamnese zu geschehen – um diese Lebenskraft wiederherzustellen.

Dabei entdeckte er, daß man statt die Urtinktur (also die unverdünnte, ursprüngliche Substanz) zu verabreichen, auch eine starke Verdünnung zum Ziel führt. Daraus entstand dann später die Potenzierung. Je höher eine Potenz ist (also statt D3 beispielsweise C200) desto mehr wirkt die Arznei auf der Seelenebene, je niedriger die Potenz, desto eher wirkt die Arznei auf der Körperebene.



Thema der Woche:

Angelegenheiten

Ich erlebe es sehr häufig, daß sich erwachsene Menschen außerhalb ihrer Angelegenheiten befinden. Aus meiner Sicht ein riesiges Ablenkungsmanöver von sich selbst. Dennoch möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, einmal auf die Folgen aufmerksam zu machen:

Folgen für den "Täter":

Der Täter kommt nicht wirklich weiter im Leben, ja, er dreht sich im Kreis. Warum? Weil man nur sich selbst ändern kann, andere Menschen kann man nicht ändern, auch Partner, Expartner oder Kinder nicht. Irgendwann wird es auch langweilig, ihm zuzuhören, weil er sich immer über die gleichen Dinge beschwert. Und "beschweren" ist hier wörtlich zu nehmen. Derjenige macht sich und seiner Umwelt das Leben schwer.

Was für eine Möglichkeit hätte der "Täter", um da rauszukommen? Auf sich selbst beziehen! Was und warum beschäftigt ihn etwas was der Andere ist oder macht? Weil es den Täter selbst betrifft. Irgendwo in sich selbst ist da etwas, was noch nicht angeschaut und wahrgenommen wurde, sonst würde es in seinem Leben keine Rolle mehr spielen. Und: wenn er selbst seinen Frieden damit gemacht hat, dann lösen sich die von Außen präsentierten "Erregbarkeiten" von selbst auf.

Folgen für das "Opfer":

DIE Folge schlechthin ist die Übergriffigkeit des Täters, das grenzüberschreitende Verhalten, ja das "entmündigen" des "Opfers". Auch hier sollte beim "Opfer" geschaut werden, warum passiert mir das? Was ist da in mir, was Andere dazu auffordert, meine Grenze zu überschreiten und respektlos zu sein? Ist da eventuell Respektlosigkeit und Grenzüberschreitung mir selbst gegenüber?

Ich möchte Ihnen nochmal die "Angelegenheiten nach Byron Katie" aufzeigen:

Drei Arten von Angelegenheiten (nach Byron Katie):

"Es gibt nur drei Arten von Angelegenheiten, Meine, Deine und die Gottes oder des Universums oder von Mutter Erde - wie auch immer Sie es nennen wollen.

Es ist MEINE ANGELEGENHEIT, wenn ich mein Haus, das vom Wetter arg gezeichnet ist, nicht neu streiche.

Es ist DEINE ANGELEGENHEIT, wenn du ein Problem mit dem vom Wetter arg gezeichneten Haus hast.

Es ist die Angelegenheit Gottes oder des Universums, daß die Sonne scheint oder der Wind bläst und mein Haus entsprechend dadurch gezeichnet wird.

Wenn ich denke, daß ich weiß, was du denkst und was gut für dich ist, dann lebe ich gedanklich in deiner Angelegenheit. Die Folgewirkung hiervon ist Trennung und Einsamkeit. Wenn du da drüben bist und dein Leben lebst und ich auch bei dir da drüben bin (gedanklich) und dein Leben lebe, dann bist du da drüben mit dir und ich bin da drüben mit dir und dann ist keiner hier für mich. Natürlich fühle ich mich dann einsam und getrennt! Ich vereinsame mich selbst. Niemand anderer verursacht mein Alleinsein-Gefühl. Ich mache das." Byron Katie

Seien Sie ganz bei Sich! Damit sind Sie "All-Eins". Eins mit sich und dem Universum!

Eine schöne Sommer-Anfangszeit wünsche ich Euch / Ihnen!


Eure/ Ihre Ingrid Rauber



Okoubaka-Baum



Ingrid's Blog 04/21

...Wissenswertes über Osteopathie:


Faszien


..wussten Sie schon, was man durch Faszienarbeit alles bewirken kann? Zunächst mal: was sind Faszien? Faszien sind Häute, die verschiedene Strukturen: Muskeln, Organe, Sehnen ummanteln. Sie selbst sind von festerer Qualität und gleiten mit einem Flüssigkeitsfilm aneinander. Faszien haben dadurch, daß sie längs und quer durch den Körper ziehen, die Eigenschaft, verschiedene Strukturen allein dadurch zu verbinden. So könnte man beispielsweise durch Faszienarbeit durchaus Sodbrennen "in den Griff" bekommen, indem man mit dem Zwerchfell und den Faszien der Bauchorgane arbeitet, oder auch Hämorrhoiden mit Faszienarbeit behandeln, da eine wichtige querziehende Faszie den Oberkörper nach unten hin abschließt. Diese Faszie beherbergt auch die "Öffnungen" des Körpers nach unten hin, wie den Anus und den Blasenausgang, wo sich gerne aus osteopathischer Sicht Blockaden bilden. Darüberhinaus befinden sich Muskeln, Sehnen und Bänder innerhalb des Fasziensystems und können durch Faszienbehandlung günstig beeinflusst werden. Faszien sind im wahrstens Sinne des Wortes faszinierend und allein durch das Fasziensystem kann man zum Beispiel durch Behandlung an einer Stelle auch Gelenke oder Organe behandeln, die von dieser Stelle weiter weg sind.






Hexenfinger

Heilmittel der Woche: Hexenfinger

Diese aus Südafrika stammende Pflanze

Carpobrotus edulis enthält Polyphenole wie Tannine und Flavonoide und Anthocyane, denen eine regenerative, adstringierende, antibakterielle und antioxidative Wirkung zugeschrieben wird. Zudem sind Zitronensäure und Äpfelsäure enthalten.

Verwendung:

Die Früchte, die einer Feige leicht ähnlich sehen, haben ein geleeartiges, süßsaures Fruchtfleisch und sind essbar. Sie werden zu Marmelade verarbeitet. Der Saft und das Mark aus den Blättern werden in der Medizin zur Reinigung von Wunden sowie zur Heilung von Verbrennungswunden, Ohren- und Zahnschmerzen verwendet.

Carpobrotus edulis wird, wie andere Carpobrotus-Arten, zur Befestigung von Dünen und Steilufern eingesetzt.

Geschichtliches:

Heutiges Thema: Heilende Frauen in der Antike:

Parallel zu den Erkenntnissen des Griechen Hippokrates, dem Begünder der modernen Medizin, zu dem ich zu einem späteren Zeitpunkt schreiben werde, gab es immer heilende Frauen. Sie waren bei Ägyptern, in Griechenland, in Rom und bei nordischen Völkern als "Wurzelkundige", Heilerinnen, Kräuterweiber oder Zauberinnen hoch geschätzt. Sie hatten Einfluss in der Gesellschaft, sie waren Geburtshelferinnen, die sich auch mit Empfängnisverhütung und Abtreibung auskannten, sie waren umherziehende Heilkundige, die für jedes "Wehwehchen" und Leiden eine Tinktur oder Salbe parat hatten. Ebenso schätzte man ihren Rat und ihre Unterstützung in der Gesellschaft. Sie wurden verehrt und geheiligt, aber auch verdächtigt - je nach dem jeweils herrschenden Frauenbild. Sie saßen am Bett von Gebärenden, Kranken und Sterbenden mit ihrem Wissen, ihrer Intuition und ihrer Erfahrung. Diese wurde weitergegeben in Form von Mythen, Märchen, Geschichten und Ritualen. Später, im Mittelalter, waren Heilerin und Hebamme Lehrberufe für Frauen, die von einer auf die andere übergingen.

Thema des Monats: welche Haltung einnehmen gegen Angst und Verunsicherung?

Hierzu möchte ich Ihnen/Euch einen mir sehr am Herzen liegenden Text aus dem Buch"Geh wohin Dein Herz Dich trägt" von Susanna Tamaro "ans Herz legen" - Er spricht für Sich!


"... Gib auf Dich acht. Jedesmal, wenn du, wachsend, Lust haben wirst, die falschen Dinge in richtige Dinge zu verwandeln, erinnere dich daran, daß die erste Revolution, die man machen muß, die im eigenen Inneren ist, das ist die erste und wichtigste. Für eine Idee zu kämpfen, ohne eine Idee von sich selbst zu haben, ist mit das gefährlichste, was man tun kann.

Jedesmal, wenn du dich verloren fühlst, verwirrt, denk an die Bäume, an ihre Art zu wachsen. Denk daran, daß ein Baum mit einer großen Krone und wenig Wurzeln beim ersten Windstoß umgerissen wird, während bei einem Baum mit vielen Wurzeln und kleiner Krone die Säfte nicht richtig fließen. Wurzeln und Krone müssen gleichermaßen wachsen, du mußt in den Dingen und über den Dingen sein, nur so wirst du Schatten und Schutz bieten können, nur so wirst du zur rechten Jahreszeit blühen und Früchte tragen können.

Und wenn sich dann viele verschiedene Wege vor dir auftun werden, und du nicht weißt, welchen du einschlagen sollst, dann überlasse es nicht dem Zufall, sondern setz dich und warte. Atme so tief und vertrauensvoll, wie du an dem Tag geatmet hast, als du auf die Welt kamst, laß dich von nichts ablenken, warte, warte noch. Lausche still und schweigend auf dein Herz. Wenn es dann zu dir spricht, steh auf und geh, wohin es dich trägt."


In diesem Sinne: Namasté! Mein Herz grüße Eure Herzen! Bis zum Wonnemonat Mai!

Eure/Ihre Ingrid


Übrigens: mein Homepage-Provider hat einiges verändert, daher der neue "Look" meines Blogs - ich muss mich erstmal dran gewöhnen....

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Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/12

Posted on February 19, 2018 at 6:00 PM Comments comments (0)


... über Osteopathie:


Muskeln:


Muskeln ziehen in Ketten durch den Körper. Dadurch verbinden sie die Gelenke untereinander und die Knochen. Es gibt Muskelketten, die sich an der Vorderseite, der Rückseite des Körpers und seitlich befinden. Die meisten Muskeln im Körper neigen zu Verkürzungen, einige zur Erschlaffung bei zu wenig Bewegung. Darüberhinaus unterliegen die Muskeln dem Einfluss des vegetativen Nervensystems, und zwar des N. sympathikus.  Das bedeutet, bei viel Stress spannen sie umso mehr an. Das bedeutet, daß Dehnen immer vor Kräftigen geht beim Sport. Ich möchte Ihnen, auch in den nächsten Folgen meines Blogs, einige wichtige Muskeln vorstellen:


M. Iliopsoas oder der Hüftbeuger:


Er zieht vom 12. Brustwirbel und dem 1.-4. Lendenwirbel inklusive deren Bandscheiben zusammen mit einem Anteil, der am Beckenkamm entspringt zur Innenseite des Oberschenkels, ziemlich weit oben, knapp unterhalb des Schambeines. Er ist zuständig für die Hüftbeugung, wie der Name schon sagt und für die Außendrehung des Hüftgelenkes. Darüberhinaus macht er Seitneigung in der Lendenwirbelsäule möglich. Die Nervenversorgung dieses Muskels geschieht auch  aus den Zwischenräumen vom 12. Brustwirbel bis 4. Lendenwirbel, vom N. femoralis.


Osteopathisch betrachtet ist dieser Muskel das "Bett" für den Darm. Gärungsgase lagern sich gern im M. Iliopsoas ab und sorgen dafür, daß der Muskel dadurch mit Stoffwechselendprodukten belastet wird. Auch das kann zu Schmerzen in der Lendenwirbelsäule führen, vor allem wenn nur eine Seite des Muskels belastet ist.


Kraut der Woche:


Aloe Vera




Die Aloe Vera Pflanze wirkt entzündungshemmend, wundheilend und immunstimulierend. Sie stammt vermutlich ursprünglich aus dem arabischen Raum. Aus ihren fleischigen Blättern wird ein Saft gewonnen, der sowohl eingenommen werden kann, als auch auf Wunden auf die Haut aufgetragen werden kann. Bisher wurden mehr als 200 verschiedene Inhaltsstoffe in den Aloe-Vera-Blättern nachgewiesen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Mucopolysaccharide (Schleimstoffe aus Kohlenhydraten), Anthrachinone, Salicylsäure, Saponine, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und andere Kohlenhydrate.


Geschichtliches aus der Medizin:


Die Pest oder der schwarze Tod:


Die Zeit der großen Pestepidemien war das 12. Jahrhundert. Ganze Landstriche wurden damals entvölkert. Die große Pestepidemie 1347-1351 löschte 1/3 der gesamten Bevölkerung Europas aus.


Der Erreger der Pest, Yersenia pestis, ist ein Bakterium. Damals war dieses aber noch nicht bekannt. Man kannte noch keine Bakterien. Diese entdeckte der deutsche Arzt Robert Koch erst im 19. Jahrhundert. Man wusste dennoch von der Ansteckungsgefahr. In der Hilflosigkeit wurden Randgruppen und Außenseiter für den Ausbruch verantwortlich gemacht.


Hygiene war im Mittelalter auch noch nicht bekannt. Besonders in den Städten, wo Unrat einfach auf der Strasse entsorgt wurde, waren Tür und Tor geöffnet für die Ausbreitung dieser Epidemie. Verbreitet wurde der Erreger durch den Rattenfloh. Ratten waren sehr verbreitet damals, vor allem in der Städten.


Seit damals kannte man den "Quacksalber". Dieser fertigte Amulette an zum Schutz vor der Seuche und verkaufte diese. Im Volksmund wurde der Begriff des Quacksalbers dann für Personen benutzt, die ohne festen Praxisraum der Heilkunde nachgingen, und dafür Vergütung verlangten oder erhielten.


Thema der Woche:


Die Liebe - oder - der Herz-Kaiser in der chinesischen Medizin/ Fortsetzung von letzter Woche


Wie ich ja angekündigt hatten, schreibe ich heute über Beziehungen. Da wir Menschen ja nicht anders können, als uns auf andere Menschen zu beziehen: Es geht um Paarbeziehungen, um Partnerschaften, wie auch immer Sie es nennen wollen.


Warum ist das wichtig? Weil die zwei Menschen, die eine solchen Beziehung pflegen, einander sehr nah sind. Dadurch sind Paarbeziehungen hervorragend dafür geeignet, um an unsere nicht angenommenen und angeschauten negativen und positiven Emotionen zu kommen. Alle nahstehenden Personen sind dafür übrigens geeignet, auch Kinder und Eltern.


Wie ich letzte Woche schrieb, geht der Mensch, unbewusst vollgepackt mit negativen und positiven Emotionen, übernommen von Eltern oder selbst in der Kindheit entwickelt, in die Weite Welt und in die Welt der Liebe. Schon kurz nach dem Verlassen des Elternhauses beginnen die Paarbeziehungen, vielleicht ja schon vorher. Kaum jemand nimmt sich den Raum und die Zeit, in sich hineinzuhören: was will ich eigentlich?, wo soll es denn hingehen? Die meisten gehen in ihre Beziehungen, sehen die Partner die sie anziehen durch den Nebel von Wut, Ärger, Schuld, Eifersucht, etc. etc. Keiner macht sich Gedanken darüber, warum ständig diese Emotionen hochkommen. Man wird 20, 30, 40.....Dann beginnen die ersten Menschen langsam aufzuwachen. Sie realisieren, daß das Leben endlich ist und beginnen langsam zu hinterfragen.


Hier liegt jetzt eine unglaubliche Chance! Nämlich, endlich die ganzen Emotionen, die in einem sind, bejahend zu fühlen. Das bedeutet, Wut fühlen, ohne wütend zu sein. Einfach realisieren, ok - da ist Wut, was brauchst Du, Wut? Annahme? - So wie ich es Ihnen letzte Woche mit der Meditation gezeigt habe. Geschieht dies nicht, ziehen wir automatisch immer Menschen an, die uns die nicht angenommenen Emotionen spiegeln. Wenn sich zwei Wütende treffen, so kann das so ablaufen:


Person 1 sagt zu Person 2: "Du erledigst Deine Dinge nicht". Person 2 wird wütend und verteidigt sich. An diesem einfachen Beispiel kann man folgendes feststellen: Person 1, mit ihrer Aufmerksamkeit nicht in ihren eigenen Angelegenheiten, sollte anstelle von "Du", ein "Ich" setzen. Person 2, durch die Wut entlarvt, daß sie ihre Dinge nicht erledigt. Sonst könnte sie oder er ja mit den Schultern zucken und sich rumdrehen und sagen, "ich weiß nicht wovon Du sprichst". Person1 hatte also einen Volltreffer ! So funktioniert das Gesetz der Resonanz. Ich nenne das etwas provozierend: die beiden sind "Sparringspartner".


Bleiben wir mal bei der 50jährigen Person, die die Endlichkeit auf diesem Planeten entdeckt hat und die derzeitige Beziehung hinterfragt. Diese Person beschließt die Trennung, vielleicht sind Kinder da. Das Ganze gestaltet sich kompliziert, das Ganze eskaliert, man haut sich gegenseitig Wut, Ärger, Ohnmacht, etc. um die Ohren. In diesem Gewühle kommt dann ein neuer Partner in sein/ihr Leben, der so gaaaanz anders ist als der (Noch-)-Partner, glaubt der oder diejenige. Man ist noch nicht getrennt, man ist schon in der neuen Beziehung. Es liegt in der Natur der Sache, daß es sich hier um einen neuen Sparringspartner handelt. Selbst bei Unterschieden, im Kern handelt sich um genau das Gleiche wieder, denn man hat nichts geändert, immer noch die gleichen Themen bei sich selbst, und sich selbst hat man ja auf jeden Fall immer dabei, bei jeder Beziehung.


Hier wäre Rückzug und Verarbeitung des bis hierhin Erlebten notwendig gewesen. Diese Chance ist vertan worden, dennoch kommt sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wieder zu einem späteren Zeitpunkt bei der nächsten Trennung.


Fragen Sie sich sehr sehr ehrlich selbst, warum Sie eine Beziehung zu einem Menschen wollen oder schon mit einem Menschen führen. Damit können Sie sich selbst auf die Schliche kommen. Möchten Sie mit diesem Menschen zusammensein, um zu.... (um nicht allein zu sein, um Sex zu haben, um finanziell versorgt zu sein, um sich aufzuwerten, etc. etc.) Ich behaupte, das hat - auch wenn Kribbeln im Bauch ist - mit Liebe nichts zu tun. Dann haben Sie einen Deal. Wie zwei Geschäftsleute. Es ist nichts Verwerfliches daran, so etwas zu tun. Nur sollte man offenen Auges da hineingehen. Dann bekommt auch so eine Beziehung eine ganz andere Qualität. Und wichtig dabei ist auch ehrlicher Umgang mit dem Partner. Gaukelt man wahre Liebe vor, bekommen diese Beziehungen von vorneherein eine Schieflage.


So stolpern die meisten Menschen vor lauter Angst vor dem Alleinsein von einem Sparringspartner zum nächsten. Es lohnt sich, mal für eine Zeit allein zu sein und innezuhalten. Seine Verstrickungen mit den Eltern zu lösen, seine Emotionen bejahend zu fühlen und sich seiner selbst bewußt zu werden. Denn durch den Nebel der Emotionen haben wir auch eine verfälschte Wahrnehmung von uns selbst.


Auch das Verliebtsein nimmt uns die Möglichkeit, das Objekt der Begierde so wahrzunehmen wie er/sie wirklich ist. Verliebtsein findet nur bei sich selbst statt und hat mit dem Partner nichts zu tun. Auch hier wieder: Innehalten, in sich selbst zurückziehen, atmen, fühlen, das Verliebtsein ins Herz aufnehmen. Schon ist man wieder klar im Kopf.


Das Kollektiv-Trauma von Frauen und Männern:


Männer haben, aus der Geschichte entstanden, mehr Probleme mit dem Fühlen der Emotionen als Frauen. Sie waren, noch im letzten Jahrhundert, im Krieg, und Gefühle werden im Krieg nicht gebraucht, sind sogar hinderlich. Wer kann schon fühlen, und gleichzeitig Menschen töten? So ganz langsam, schrittchenweise, ändert sich das langsam. Darüberhinaus haben Männer den Druck "es schaffen zu müssen". Versagen wäre unmännlich.


Frauen haben dagegen, da viele Jahrhunderte "nur" für Heim, Herd und Familie zuständig, das kollektive Trauma, nicht in ihre Macht zu kommen. Macht meint, in ihre Kraft zukommen, all das selbst zu entwickeln und zu entfalten, was in ihnen steckt. Frauen sind  auf einem guten Weg, ich bin da sehr zuversichtlich!


Die Ebenen:

Bei der Begegnung zweier Menschen werden sehr schnell die Ebenen non-verbal "ausgehandelt".


Es gibt Beziehungen im Vater-Tochter-"Modus". Der Mann ist dominant und sucht sich eine Frau, die sich ihm unterwirft. Der Mann, getrieben von Kleinheitsgefühlen, kann sich hier stark fühlen, die Frau sucht vielleicht zunächst Geborgenheit und Sicherheit aus Angst.


Das gibt es auch umgedreht, Mutter-Sohn - Beziehungen.


Es gibt Schwester-Bruder-Beziehungen.


Es gibt Beziehungen, wo - meist der Mann - die Frau wie eine Heilige verehrt. Sie - meist die Mutter der Kinder - hängt als Heilige Mutter Gottes an der Wand. Das Ganze hat einen großen Haken: mit der Heiligen Mutter Gottes geht man nicht ins Bett. Diese Männer suchen sich sexuelle Erlebnisse ausserhalb der Beziehung.


Es gibt (meist) Männer, die ihre Partnerin retten wollen. Ein sehr anstrengendes Unterfangen, 7 Tage die Woche, 24 Stunden täglich im Einsatz zu sein. Diese Männer fühlen sich als Retter stark und überlegen. Robert Betz, ein von mir sehr geschätzter Psychologe, nennt diese Männer die "Kümmerer"-Männer. Sie wollen, meist nur von der Mutter erzogen, die Frauen beeindrucken, bzw. eigentlich weiter die Mama beeindrucken, um geliebt zu werden. Hier wird deutlich, wie wichtig das Lösen von Verstrickungen mit den Eltern ist. Und:  retten kann jeder nur sich selbst, der Retter befindet sich nicht in seinen eigenen Angelegenheiten, und ist gleichzeitig auch aufgerufen, sich selbst zu retten, nach dem Gesetz der Resonanz.


Zuletzt erwähnen möchte ich die - auch meist Männer - die ihre Partnerin erziehen wollen und so formen wollen, wie sie es für richtig empfinden. Meist sind dies ältere Männer, die sich jüngere Frauen suchen. Ist die Frau dann erzogen, wird sie uninteressant und die nächste zu erziehende Frau wird angezogen.


Ja, es ist schon interessant, das alles zu betrachten! Ich bin mir sehr sicher, daß die Zeit reif ist für Beziehungen auf Augenhöhe, mit Herzensverbindung und der Offenheit und Fähigkeit aller Beteiligten, all die Verstrickungen und Vernebelungen zu beseitigen. Übrigens: zum Lösen von Verstrickungen, auch mit toten Eltern, ist das Schreiben eines Briefes sehr hilfreich. Mit der Hand, nicht am Computer. Dann werden dem Schreiber auch all die Emotionen offenbar, die er dann Schritt für Schritt ansehen und ins Herz aufnehmen kann. Bei lebenden Eltern rate ich davon ab, den Brief dann wirklich abzuschicken. Schreiben Sie nur für sich. Denn es geht um eins: Frieden machen auf der ganzen Linie. Mit den Eltern, den Partnern, den Ex-Partnern, usw. Und Frieden machen können Sie ganz für sich allein. Später wird Ihnen auffallen, daß sich auch das Verhältnis zu den betreffenden Personen befriedet hat. Und: auch ganz wichtig: Sie können aufdecken, wo Sie Emotionen von Vater/Mutter übernommen haben. Kinder machen so etwas! In einer Meditation können Sie so diese Emotionen liebevoll an den oder die Betreffende(n) zurückgeben.


Für mich persönlich geht mit der Liebe und der dazugehörigen Entscheidung auch die Freiheit einher. Bin ich mit einem Menschen in Liebe verbunden, habe ich die Freiheit, mich jeden Tag neu für ihn zu entscheiden. Daß Entscheidungen wichtig sind, habe ich ja letzte Woche geschrieben. Die dazugehörige Freiheit gibt mir die Möglichkeit, zu der Partnerschaft auch die Möglichkeit zu haben mich zu entfalten und zu entwickeln, so wie es mein Weg ist. Die Balance zu haben, in der Partnerschaft den richtigen Abstand zu finden, nicht zu nah (dann fehlt der Sauerstoff des Abstands) und nicht zu weit. Dann begegnet man sich immer wieder neu und anstelle von Alltag und Gewohnheit stellt sich etwas Wunderbares ein: den Partner jeden Tag neu entdecken zu können. Wie aufregend!


Bleiben Sie gesund und munter, nehmen Sie sich Raum und Zeit für sich allein, seien Sie all-eins!


Herzlichst Ihre Ingrid Rauber









Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/11

Posted on February 12, 2018 at 6:30 PM Comments comments (0)

....Über Osteopathie:


Faszinierende Faszien:

Faszien, was ist das eigentlich? Es ist irgendwie in aller Munde seitdem eine schulmedizinische Studie deren Existenz bestätigt hat. Wir Osteopathen wissen das schon viel länger und wurden lange dafür belächelt.


Faszien sind verschiedene Strukturen im Körper. Es handelt sich um eine ununterbrochene Gewebseinheit, die sich von Kopf bis Fuß, von außen nach innen erstreckt. Sie umhüllen alles (Muskeln, Organe, Nerven, Gefäße), stützen diese Strukturen auch. Faszien bestehen aus kollagenen Fasern, die hinsichtlich ihrer Form, Struktur und Zusammensetzung anpassungsfähig sind. Im Bereich der Sehnen und Bänder sind sie dichter, im Haltungssystem (Knochen) sind sie besonders widerstandsfähig, im Bereich der Drüsen beispielsweise sind sie eher locker.


Faszien leiten und koordinieren die Kräfte, die durch die Bewegungen des Körpers entstehen. Sie sind Stoßdämpfer, sind am Stoffwechsel beteiligt und ein Teil des Immunsystems.


Der Osteopath lernt in seiner langen Ausbildung fasziale Spannungen aufzuspüren und zu lösen. Sei es an einem Organ, am Kopf oder im Knochen/Muskelsystem. Auch durch Mikroentzündungen entstandene Verklebungen der Faszien können so gelöst werden. Da es sich - wie oben erwähnt - um Gewebseinheiten handelt, die durch den Körper ziehen, kann der Osteopath dadurch eventuell an einer Stelle mehrere Probleme lösen.


Faszien ziehen in Ketten durch den Körper. Es gibt Faszien an der Vorderseite des Körpers, hinten, in den Extremitäten, am Kopf und im Bauchraum. Sie haben alle eigene Namen: eine wichtige oberflächliche Faszie des Bauchraumes heisst Faszia transversalis, zum Beispiel. Alle Faszien sind untereinander verbunden.


Kraut der Woche:

Meerrettich (Armoracia)


Arzneilich verwendeter Bestandteil ist die Wurzel.  Sie kommt in Europa und USA vor und blüht im Juni/Juli. Die langen Wurzeln (Pfahlwurzeln) erntet man von September bis Februar. Neben der kulinarischen Nutzung der Pflanze ist sie unter Medizinern bekannt für ihre antibiotische Wirkung. Die in ihr enthaltenden Senföle wirken antibakteriell, und sie hat einen hohen Gehalt an Vitamin C und Kaliumsalzen. Ihre antibakterielle Wirkung wird vor allem eingesetzt bei Infektionen der Nieren und der ableitenden Harnwege, sowie bei Bronchitis.


Geschichtliches:

Chinesische Medizin

Heute möchte ich Sie entführen in fernöstliche Welten. Ich möchte Ihnen, so verständlich wie möglich, die Grundlagen und das Denken in der 5000 Jahre alten Chinesischen Medizin ein wenig nah bringen:


Die chinesische Medizin ist nicht nur Akupunktur. Sie hat die Bestandteile: Chinesische Massage auf den Energiekanälen, genannt Tuina-Massage, Akupunktur, Kräuterheilkunde, Qigong und Taichi. Dahinter steht eine jahrtausende alte Philosophie, entstanden aus dem chinesischen Schamanismus (Schamanismus ist nicht begrenzt auf die Indianer Nordamerikas, den gabs in allen Kulturen), dem Taoismus und dem Buddhismus.


Neben den Energiekanälen an der Oberfläche, von denen man schonmal gehört hat, durchzieht den Körper darüberhinaus ein riesiges Netz an inneren Energiekanälen, die alle miteinander in Verbindung stehen. Neben verschiedenen Energien, Fülle und Leerezuständen, lehnt sich die Chinesische Medizin vor allem an die Wandlungsreiche:

Wasser löscht Feuer                                              Wasser: Kanäle Niere und Blase

Feuer schmilzt Metall                                              Feuer: Kanäle Herz und Dünndarm

Metall schneidet Holz                                              Holz: Kanäle Leber und Gallenblase

Holz bewegt Erde                                                     Erde: Kanäle Magen und Milz

Erde kontrolliert Wasser.                                         Metall: Kanäle Lunge und Dickdarm

Wichtig ist das Yin/Yang-Prinzip. Die Vollorgane sind die Yin-Organe, wie Niere, Herz und Leber. Die Hohlorgane sind die Yang-Organe, wie Gallenblase, Magen, Dickdarm.


Auf jedem Kanal finden sich Punkte aller Wandlungsreiche. Es gibt den Erdpunkt auf dem Herzkanal, den Feuerpunkt auf dem Leberkanal, den Wasserpunkt auf dem Dickdarmkanal, usw. Das ist für den Therapeuten ausschlaggebend. Ein Feuerpunkt "feuert an", ein Wasserpunkt "kühlt", ein Erdpunkt beruhigt.


Jeder Akupunkturpunkt hat einen eigenen Namen. Das stammt noch aus dem Schamanismus. Der Arzt oder Schamane rief den Punkt an bevor der ihn nadelte. Erst durch Mao wurden die Eigennamen der Punkte abgeschafft. Schamanismus ist verpönt seit der Zeit. Die Punkte bekamen Nummern. Jetzt gibts Leber 1, Magen 5, usw. Ich selbst habe das Glück gehabt, die Namen der Punkte lernen zu dürfen.


Chinesische Medizin ist ein riesiges Feld. Sie ist weit mehr, als hier in Europe angewendet wird. In China, wo sie heute noch - vor allem auf dem Land - angewendet wird, werden sogar Narkosen nur durch Akupunktur gemacht. Ich habe mal einen Bericht gesehen, wo ein Fernsehteam bei der Herz-OP dabeiwar. Die Patientin war bei vollem Bewußtsein, sie hatte 6! Akupunkturnadeln im Brustkorb.


Der Therapeut macht zuerst eine Anamnese mit seinem Patienten, betrachtet die Zunge und fühlt den Puls. Auf der Zunge spiegeln sich alle Kanäle wieder. Hier wird beachtet, ob die Zunge geschwollen ist (Zahnabdrücke an den Rändern), ob ein Belag vorhanden ist und welche Farbe dieser hat, ob die Zunge Risse hat, blass oder sehr rot ist, usw. und es gibt insgesamt 18 Pulse, die an der Arteria radialis (am Handgelenk) gefühlt werden und nach Qualität beurteilt werden, 3 oberflächliche, 3 mittlere und 3 in der Tiefe. Es wird gefühlt, ob Druck, flach oder stark ausschlagend, weich, satt oder eher dünn, fliehend etc. Am Puls kann man feststellen, welches Wandlungsreich zu behandeln ist.


So wäre beispielsweise bei einer Entzündung das Feuer hochschlagend und das Wasser schwach. Hier muss das Wasser (Niere, Blase) gestärkt und das Feuer (Herz, Dünndarm) reduziert werden. Ein Patient mit Depression hätte eine Störung im Wandlungsreich Erde (Magen, Milz). Die Erde wird auch als "Mitte" bezeichnet. Depression ist also eine gestörte Mitte in der chinesischen Medizin.  Tumore, auch Krebs, ist nach der chinesischen Philosophie gestaute Energie, die wieder in Fluss gebracht werden muss.


Wichtig ist mir noch zu erwähnen, daß nach einer Akupunkturbehandlung immer der Therapeut selbst die Nadeln ziehen sollte, nicht jemand anderes. Allein am Nadelziehen kann man fühlen, ob sich ein Punkt verändert hat, dann sollte immer zum Schluss nochmal die Zunge angeschaut und der Puls nochmal gefühlt werden.


Thema der Woche:

Die Angst  - oder -  Feuer und Wasser:

Die Angst ist zunächst mal, wie ich ja schonmal in einem früheren Beitrag erwähnt habe, eine zutiefst sinnvolle Einrichtung des Körpers. Sie warnt uns vor Gefahren, sie sorgt mit dafür, daß wir am Leben bleiben. Wer hat nicht schonmal dieses warnende Kribbeln im Körper gespürt? Angst ist aber darüberhinaus DIE negative Emotion, die uns am Weitergehen im Leben hemmt. Angst vor Veränderung, Angst vor dem Alleinsein, Angst den Job zu verlieren, Angst vor dem Tod......Die schlechte Nachricht ist: Angst ist für unsere Glaubenssätze so etwas wie ein Turbo, denn sie wirkt verstärkend. Denkt es in mir: ich möchte meinen Job nicht verlieren und das Ganze noch mit ordentlich gefühlter Angst, so ist das die Autobahn dahin, daß genau das passiert. Wer kennt nicht so Geschichten, daß jemand der immer Angst davor hat, bestohlen zu werden, auch bestohlen wird? Die gute Nachricht: nur SIE können das ändern. Nämlich mit der Überprüfung Ihrer Glaubenssätze, der positiven Formulierung und dem Wahrnehmen Ihrer Angst.


Chinesisch betrachtet ist die Angst eine Störung im Wandlungsreich Wasser. Niere und Blase sind ihre Organe. Volksmund sagt: "das geht mir an die Nieren". Wasser steht für Urvertrauen. Urvertrauen ist das Gegenteil von Angst. Wasser bahnt sich immer seinen Weg zum Ozean, es findet immer einen Durchlass. Wasser ist die "Ursuppe", wir bestehen zu 70% aus Wasser, Wasser speichert die Information. Die Qualitäten sind Flexibilität, Authentizität, Güte, Transparenz.


Die Steigerung der Angst ist die Panik. Panik entsteht, wenn Angst nicht gefühlt wird.


Das Wasser bildet eine Achse mit dem Feuer. Die Kanäle Herz und Dünndarm sind hier zu erwähnen. Diese haben auch Einfluss auf die Angst. Wird die Angst nicht bejahrend gefühlt, fehlt mir das Urvertrauen, auch die Liebe und die Entscheidung sind dann beeinflusst. Chinesisch steht der Herzkanal für die Liebe, der Dünndarm für die Entscheidung.


Herz und Nieren sind die tiefsten Ebenen im Körper. Der Herz-Kaiser, wie die Chinesen sagen, regiert das Volk. Er hat Kontakt zu allen Organen, er verarbeitet alle Informationen und färbt sie mit Liebe. Funktionieren also Niere und Herz gut, ist man im Urvertrauen, in der Authentizität und in der Liebe. Gemeint ist hier vor allem die Selbst-Liebe. Das hat mit Egoismus nichts zu tun. Nur die Liebe zu uns selbst schützt uns vor Störungen aller Art. Der Dünndarm sorgt dann dafür, daß wir im richtigen Moment (nicht zu kurz und nicht zu lang) die richtigen Entscheidungen treffen. Der Chinese sagt: das Trübe vom Klaren trennen. Ich finde das sehr treffend ausgedrückt. Wenn wir das Trübe ausscheiden, gelangt das Herz zu Klarheit. Wichtiges wird von Unwichtigem unterschieden. Übrig bleibt das Reine, die Essenz.


Ich möchte noch kurz etwas zu dem Thema Liebe sagen. Wir kommen auf die Welt und sind als Babys und Kleinkinder Wasser in Reinform. Reines Urvertrauen. Welches Kind würde seine Eltern nicht lieben? Kinder saugen alles auf wie ein Schwamm. Mit all diesen Eindrücken wächst jedes Kind heran und merkt irgendwann, daß durch Erziehung, etc. Liebe nicht bedingungslos ist. Das ist übrigens keine Anklage der Eltern, denn sie haben es ja nicht anders erlebt. Ich behaupte, jede Kindheit ist traumatisch, weil wir abhängig sind. So lernt jedes Kind Angst kennen und auch all die anderen Emotionen. Hier ist der Ursprung von Angst, Wut, etc.  Dann geht es weiter durch Pubertät, etc. und irgendwann zieht das Kind in die weite Welt. Keiner hat dann den "Reset"-Knopf und beschließt, sich ab sofort eigene Gedanken zu machen. So tragen wir Glaubenssätze, Emotionen, Haltungen, Gewohnheiten, etc. mit uns herum und beginnen damit unser eigenes Leben aufzubauen. Dabei ist es gar nicht unser eigenes Leben, sondern zumindest zum Teil das unserer Eltern, Großeltern, usw. Alles wird davon beeinflusst, auch die Partnerwahl. Mütter kreieren das Frauenbild, Väter das Männerbild in uns. Irgendwann kommt dann eine Veränderung: man verliert den Job oder den Partner. Brüche im Leben sind - sage ich - segensreich! Denn wir lernen nur, wenn es uns nicht gut geht, so ist der Mensch einfach. Immer mehr Menschen nutzen diese Zeiten, um ihr Leben zu ändern. Von unbewußt zu bewusst. Sie bringen den Mut auf hinzuschauen!


Auch nicht zu unterschätzen ist das Bild von Liebe, das uns von der Öffentlichkeit, von der Gesellschaft vermittelt wird. Da dröhnt es mantrenmässig aus den Radios "ohne Dich kann ich nicht leben", "Du brichst mein Herz", "Ich schenke Dir mein Herz", etc. Ich kann mir diesen Blödsinn schon lang nicht mehr anhören und mache oft in solchen Fällen das Radio aus. Es ist in meinen Augen unglaublich, worauf unser Herz hier reduziert wird. Verschenken? Brechen? Unser Herz ist stark und wissend und DAS Organ, das dafür zuständig ist, unsere unaufgearbeiteten negativen Emotionen zu verwandeln. Wir brauchen unser Herz für uns. Verschenken Sie Ihr Herz bloß nicht! Und Herzen gebrochen werden reihenweise... nichts anderes ist ein Herzinfarkt. Viele Menschen sterben an gebrochenen Herzen, an mangelnder Selbstliebe. Wie sich das mit der Liebe zu anderen Menschen verhält, schreibe ich nächste Woche, das würde heute den Rahmen sprengen.


Ich möchte Ihnen heute noch eine kleine Übung aufschreiben, wie Sie, ganz für sich allein, ihre Angst oder eine andere Emotion, die hochkommt, fühlen lernen. Es geht nicht darum, dabei ängstlich oder bei Wut wütend zu werden. Es geht darum, die Emotion wahrzunehmen ohne sich damit zu identifizieren:


Sorgen Sie dafür, daß Sie nicht gestört werden in den nächsten 15 Minuten, machen Sie Handy aus und setzen Sie sich auf einen Stuhl.

Schließen Sie die Augen. Atmen Sie tief, so daß der Bauch sich sanft wölbt und senkt.

Nehmen Sie ihren Körper wahr. Wo fühlt es sich eng, aufgewühlt an? Haben Sie vielleicht ein Ziehen im Herzen? Oder fühlt sich ihr Bauch unruhig an?

Gehen Sie in das Organ, das Ihnen am meisten auffällt. Fragen Sie "ist es Angst?, Wut?, Sehnsucht? Was ist das Thema? Vergessen Sie dabei das Atmen nicht.

Während sie den Körperzustand erleben und den Atem spüren, achten Sie auf Ihr Gefühl. Welches Gefühl taucht auf?

Wenn sie es erkannt haben, benennen Sie es. Identifizieren Sie sich aber nicht damit, nehmen sie es nur wahr. Sie werden merken, daß die Emotion dabei aus ihrem Körper in Ihr Bewusstsein übergeht und beginnt, Ihr Herz zu berühren. Jetzt kommt der Moment, wo Sie die Frage stellen können, was das Gefühl vom Herzen braucht: wahrgenommen werden? Da sein dürfen? Mitgefühl?Achtung, Respekt?, Raum?, Gefühlt werden?

Wenn Sie merken, daß sich Erleichterung oder ein Zurechtrücken breitmacht, haben Sie die Emotion in Ihr Herz genommen. Dann kann es Sie nicht mehr beherrschen, es ist nur ein Gefühl, mehr nicht.


Ich lade Sie ein, diese Übung mit der Angst oder einer anderen Sie dominierenden Emotion zu machen. Es kann sein, daß hinter der Wut beispielsweise Trauer hochkommen kann. Verfahren Sie dann genauso mit der Trauer. Irgendwann fühlen Sie Erleichterung.


Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen Text nahelegen, der mich sehr berührt. Er hat sehr schöne poetische Bilder zu den oben angesprochenen Themen und stammt aus dem Buch "Geh wohin dein Herz dich trägt" von Susanna Tamaro. In dem Buch schreibt eine Großmutter, die bald sterben wird, ihr Vermächtnis an Ihre Enkelin, die sie nicht mehr sehen wird.


"... Gib auf Dich acht. Jedesmal, wenn du, wachsend, Lust haben wirst, die falschen Dinge in richtige Dinge zu verwandeln, erinnere dich daran, daß die erste Revolution, die man machen muß, die im eigenen Inneren ist, das ist die erste und wichtigste. Für eine Idee zu kämpfen, ohne eine Idee von sich selbst zu haben, ist mit das gefährlichste, was man tun kann.

Jedesmal, wenn du dich verloren fühlst, verwirrt, denk an die Bäume, an ihre Art zu wachsen. Denk daran, daß ein Baum mit einer großen Krone und wenig Wurzeln beim ersten Windstoß umgerissen wird, während bei einem Baum mit vielen Wurzeln und kleiner Krone die Säfte nicht richtig fließen. Wurzeln und Krone müssen gleichermaßen wachsen, du mußt in den Dingen und über den Dingen sein, nur so wirst du Schatten und Schutz bieten können, nur so wirst du zur rechten Jahreszeit blühen und Früchte tragen können.

Und wenn sich dann viele verschiedene Wege vor dir auftun werden, und du nicht weißt, welchen du einschlagen sollst, dann überlasse es nicht dem Zufall, sondern setz dich und warte. Atme so tief und vertrauensvoll, wie du an dem Tag geatmet hast, als du auf die Welt kamst, laß dich von nichts ablenken, warte, warte noch. Lausche still und schweigend auf dein Herz. Wenn es dann zu dir spricht, steh auf und geh, wohin es dich trägt."


Bleiben Sie gesund und munter!

Herzlichst Ihre Ingrid Rauber











Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/10

Posted on February 5, 2018 at 11:05 AM Comments comments (4)

Aus dem Nähkästchen.....über Osteopathie:


....wussten Sie schon, daß die Lunge über Bänder mit der ersten Rippe, dem 6.Halswirbel und dem ersten Brustwirbel verbunden ist, bzw. eine "Aufhängung" hat? Neben der Adhäsionskraft durch den Unterdruck im Spalt zwischen Lunge und Lungenfell hat die Lunge neben den eben erwähnten Aufhängungen noch Verbindungen zum Brustbein und allen Rippen von innen. Auch mit dem Zwerchfell ist die Lunge über das Lungenfell fest verbunden. In einem früheren Kapitel habe ich darüber geschrieben, daß das Zwerchfell (gemeint ist das Zwerchfell, das Brust- vom Bauchraum trennt) mit seiner Kuppel bis nach unten zur Lendenwirbelsäule zieht. Damit ist dann hier auch eine Verbindung von Lunge zur Lendenwirbelsäule hergestellt......


"Kraut" der Woche:


Die afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)



Sie gedeiht in den Savannen Namibias, Botswanas, Simbabwes und Südafrikas. Wissenschaftlich nachgewiesen ist ihre Wirkung als Schmerzmittel. Bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates, Schmerzen in der Lendenwirbelsäule und bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit ist sie einzusetzen, sowie bei Hexenschuss, Kopfschmerzen, Neuralgien, Sehnenentzündungen und sogar zur Wundversorgung. Medizinisch verwendet werden ihre Wurzeln. Die Haupt-Wirkstoffe sind Glykoside und Flavonoide, diese wirken schmerzstillend und entzündungshemmend.


Geschichtliches aus der Medizin:


Die Arabisch-islamische Medizin (7.-13. Jahrhundert)

Die Phase der arabisch-islamischen Medizin begann im 5. Jahrhundert mit der Auswanderung einer Gruppe von Medizingelehrten nach Syrien und Persien, die wegen abweichender Ansichten aus dem Byzantinischen Reich verbannt worden waren. Einige von ihnen gründeten in der neuen Heimat medizinische Ausbildungszentren und vor allem übersetzten sie ihre medizinischen Texte aus dem Griechischen ins Arabische. Ähnliche Übersetzungszentren entstanden in dieser Zeit unter anderem auch in Damaskus, Kairo und Bagdad. Auf diese Weise erreichten die Überlieferungen der antiken Medizin die arabische Welt.

Einer der bedeutendsten Übersetzer und Medizingelehrten der ersten Blütezeit der arabischen Medizin im Mittelalter (im 10. Jahrhundert) war Avicenna. Sein Werk "Canon medicinae" wurde das grundlegende medizinische Werk des Mittelalters.

Während in Europa die "Humorallehre" Grundlage war, war die Medizin im arabischen Raum viel weiter entwickelt. Neben Universitäten gab es bereits Krankenhäuser, die Medizin beruhte auf der Erfahrungsmedizin der Beduinen und auf der Überlieferung der griechischen Naturphilosophie, auch von Aristoteles.


Thema der Woche:


Über die Wut:


Letzte Woche hatte ich es ja angekündigt, daß ich mich jetzt den "negativen" Emotionen widmen möchte, mit ihren Auswirkungen auf den Körper, auch aus Sicht der chinesischen Medizin. Hintergrund: Es geht um Emotionen, um Gefühle. Was wir in dieser Gesellschaft seit der Kindheit gelernt haben, ist Gefühle wegzudrücken und NICHT zu fühlen. Aber: Gefühle sind zum Fühlen da!!! Tun wir dieses nicht, so bleiben wir mit unseren Verhaltensweisen, Wahrnehmungen und Empfindungen ewig in der Kindheit verhaftet. Das kommt vor allem in Paarbeziehungen an die Oberfläche. Überall da, wo unsere Emotionen "angetriggert" werden können, sei es im Berufsalltag, bei der Ausübung des Hobbys, werden wir mit unseren Emotionen konfrontiert. Und: interessant ist, daß grade da, wo eine Emotion vom Betreffenden unterdrückt wird, wird sie ihm durch sein Umfeld um so massiver präsentiert. Schaut der Betreffende dann wieder nicht hin und schiebt die Schuld für seine Gefühle auf Andere, statt selbst die Verantwortung zu übernehmen, dann geht es langsam auf die körperliche Ebene über. Schaut der Betreffende hier auch wieder nicht auf die Signale des Körpers, werden diese immer deutlicher.


Wut ist eine wunderbare Emotion, wenn wir lernen, richtig mit ihr umzugehen. Wut ist in erster Linie eins: ein ungeheurer Antrieb, Dinge zu ändern die nicht richtig laufen in unserem Leben!!! Nutzen wir unsere Wut für uns, statt sie gegen andere oder unsere Umgebung zu wenden, können wir mit Hilfe unserer Wut sprichwörtlich Berge versetzen! Wut gibt Kraft und Entschlossenheit.


Tun wir dies nicht, so gibt es 2 Arten, wie Menschen mit ihrer Wut umgehen:

1. Sie bringen sie nach außen, d.h. wenden sie gegen andere Menschen. Zunächst mal: alles, was wir im Unfrieden mit uns selbst anderen antun, kommt ungefiltert zu uns zurück, wie ein Boomerang! Haben Sie es schonmal erlebt, daß sie jemanden anschreien oder schlecht behandeln und sich danach total leer und schuldig fühlen?

2. Sie wenden die Wut gegen sich. Unterdrückte Wut kann "wüten". Wo? In Ihrem Körper. DIE Organe der Wut sind die Leber und die Galle. Schon der Volksmund sagt: "da geht mir die Galle über" oder "dem ist aber eine Laus über die Leber gelaufen".  Als letzte Instanz kann unterdrückte Wut sich manifestieren im Körper in Form von Tumoren. Vor allem bei Menschen, die immer "brav" waren, und vielleicht noch sind.


Leber und Galle gehören in der Chinesischen Medizin zum Wandlungsreich Holz. Wobei die Chinesen unter "Holz" eher Bambus im Sinn hatten statt Eiche. Bambus ist sehr sehr wandelbar, er kann sich auf den Boden legen und stellt sich wieder auf. Haben Sie schonmal versucht, Bambus aus der Erde zu holen? Fast nicht möglich. Holz steht hier für Wandlung, für Bewegung und Dynamik. Holz steht auch für Entscheidung, daß die Essenz umgesetzt wird.


Holz regiert in der chinesischen Medizin die Sehnen, Bänder und die Beweglichkeit der Muskeln. Es ist für die Qualität des Blutes verantwortlich. Sehr unbewegliche, starre Menschen sind von einer Störung im Wandlungsreich Holz betroffen. Innere Unbeweglichkeit=äußere Unbeweglichkeit. Holz hat eine unmittelbare Verbindung zum Wasser, da es das Wasser speichert und bildet den Übergang zum Feuer. Wasser regiert die Knochen und die Zähne, das bedeutet, daß Probleme mit der Wirbelsäule, den Gelenken und den Zähnen auch eine Verbindung zu einer Holzstörung haben. Beispielsweise Probleme mit den Gelenken fragen Sie: "in welche Richtung soll es denn gehen?" Da steht eine Entscheidung in Ihrem Leben an!


Die Schwester der Wut ist die Ohnmacht. Diese beiden gehen immer Hand in Hand. Ohn-Macht bedeutet, Sie haben die Macht in Ihrem Leben nicht mehr in Ihren Händen. Sie haben die Macht abgegeben. Treffen Sie eine Entscheidung und übernehmen Sie wieder Ihre Macht. Macht hat mit Erwachsensein und Verantwortung zu tun. Nicht nur für das, was wir tun, auch für das was uns passiert. Denn wir haben es in unser Leben gezogen. Durch Ausstrahlung, durch Gedanken und erlerntes unüberprüftes Verhalten.


Mein Tipp: Nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit,  schließen Sie die Augen. Egal um welches Gefühl es sich handelt: fühlen Sie es, fühlen Sie, wo sich dieses Gefühl in Ihrem Körper befindet. Atmen sie tief und nehmen Sie Ihre Emotion bejahend und wohlwollend an. Wie ein verstossenes Kind. Nehmen Sie die Emotion in Ihr Herz. Was dann passiert, ist wahre Wandlung. Nachdem die Tränen versiegt sind, macht sich tiefer Frieden breit. In dem Wissen, daß alles gut ist.


Bleiben Sie gesund und munter,


Ihre Ingrid Rauber





Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/9

Posted on January 29, 2018 at 6:00 PM Comments comments (6)

Über Osteopathie:


....wussten Sie schon, daß in der Osteopathie mindestens 5 verschiedene "Zwerchfelle" bekannt sind? Das bekannteste Zwerchfell oder Diaphragma befindet sich zwischen Brust und Bauchraum, das habe ich in einem früheren Kapitel schon näher beschrieben. Darüberhinaus kennt der Osteopath noch den Beckenboden als ein Diaphragma, das den Körper nach unten hin abschließt. Ein weiteres Diaphragma kennt man zwischen Brustkorb und Hals, da wo der Hals in den Oberkörper übergeht, wo die Schlüsselbeine sich befinden. Eine ganz wichtige Struktur bei Kopfschmerzen und Migräne, HWS-Beschwerden und Schulterproblemen. Das sind die 3, dazu kommen noch 2 Diaphragmen im Kopf. Diaphragma bedeutet, daß die Fasern horizontal verlaufen im Gegensatz zum restlichen Körper, wo der Faserverlauf vertikal ist. Horizontal verlaufende Strukturen trennen Körperräume voneinander und sind bei Verspannungen (da es sich hier auch um Muskulatur handelt) sehr empfindlich, den Durchlass für Nerven und Gefässe eng werden zu lassen.


Kraut der Woche:


Belladonna oder die Tollkirsche


Belladonna ist eine der giftigsten heimischen Pflanzen.  Sie ist tödlich giftig! Schon das Sammeln kann gefährlich sein. Schon wenige Beeren sind tödlich giftig für den Menschen. Sie wächst hier in Europa auf lichten Waldstellen, blüht von Juni bis August. Ihr Wirkstoff, das Atropin und verschiedene andere Nebenalkaloide werden aus der ganzen Pflanze gewonnen. Trotz ihrer Giftigkeit ist sie eine der wichtigsten Heilmittel. In der Schulmedizin wird sie eingesetzt zur Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen, Krämpfen, Bronchialasthma und Neuralgien. In der Homöopathie ebenfalls Anwendung bei Krämpfen und Neuralgien, gegen Entzündungen und hohes Fieber.

Vergiftungserscheinungen: Trockenheit im Mund, Schluckbeschwerden, Durst, Erbrechen, Kopfweh und Schwindel bis hin zu Wahnvorstellungen. Auffallend sind große geweitete Pupillen.


Geschichtliches aus der Medizin:


Weise Frauen, böse Hexen?

Im letzte Kapitel habe ich ja schon die Rolle der Weisen Frauen im Mittelalter näher beleuchtet. Hier möchte ich nochmal den damaligen Hexenwahn erwähnen:

Entstanden ist der Hexenwahn ja aus dem sehr großen Einfluss der Kirche tief in die damals sehr abergläubische Seele der Menschen. Tür und Tor haben der ganzen Sache die magelnde Bildung des "einfachen" Volkes geöffnet, die einfach glauben mussten, was ihnen erzählt wurde. Das änderte sich erst mit der Erfindung des Buchdrucks und der Übersetzung der Bibel ins Deutsche durch Luther. Keiner außerhalb der Klöster und Kirchen konnte damals Latein, auch die Adelsschicht zum großen Teil nicht. Dem Hexenwahn ausgeliefert waren vor allem Frauen, die sich nicht dem vorgezeichneten Schicksal fügen wollten, das ihnen von der Gesellschaft aufgezwungen wurde und ihr Leben selbst bestimmen wollten. Wenn sie dann noch in enger Verbindung zur Natur standen, über Heilkünste verfügten und ein besonderes Gespür für seelische und körperliche Leiden anderer Menschen besaßen, war die Wahrscheinlichkeit groß, der Hexerei bezichtigt zu werden. Es genügte eine einzige Diffamierung, und schon wurde die ganze Maschinerie losgetreten mit Hexenprozess, Folter, etc. Es gab kaum ein Entrinnen, da der Glaube an Teufel und Hexerei in allen Köpfen war und sehr real im Alltag vorzufinden war. Die letzten Hexen wurden im 18. Jahrhundert verbrannt. Bis dahin fielen dem Wahn bis zu ca. 60.000 Menschen zum Opfer. Darunter auch Männer und Kinder. Ausgerottet werden konnten die Weisen Frauen und Hebammen allerdings nicht. Bis zum heutigen Tag.


Thema der Woche:

Über Mantren:

Wissen Sie, was ein Mantra ist? Es handelt sich um einen sich ständig wiederholenden Text, Silbe, Wort oder ein Lied. Das bekannteste aus dem Buddhismus stammende Mantra ist "OM". Es ist auch hier im Westen mittlerweile weit verbreitet. Mantren sollen den Körper, den Geist und die Seele in einen positiven, gut energetisch ausgeglichenen Zustand versetzen. Negative Emotionen werden dadurch abgeschwächt oder verschwinden für einige Zeit.

Wie lautet Ihr Mantra? Was wiederholen Sie ständig im Alltag? Welcher Satz fällt Ihnen da spontan ein?: "Ich habe keine Zeit", "Ich kann das nicht", "Ich bin schuld", "Ich habe nicht genug",  etc....Auch diese "Mantren" haben eine Auswirkung auf uns.

Zunächst möchte ich Sie einladen, Ihre Sätze aufzuschreiben und mit dem Fragesystem nach Byron Katie (siehe Kapitel 4) zu überprüfen, ob sie wirklich wahr sind. Das ist der erste Schritt. Dann erzeugen solche Sätze, die es in Ihnen denkt, Emotionen, und zwar negative Emotionen, wie Angst, Scham, Neid, Eifersucht, Wut, Schuld und Kleinheitsgefühl.

Zufriedenheit, Dankbarkeit, ein gutes Selbstwertgefühl gehen dann so ziemlich den Bach runter und haben keine Chance sich zu entwickeln. Dann ist Ihr Grundgefühl Mangel, den Sie auch ausstrahlen.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, daß wir es in der Hand haben, ein glückliches, erfülltes Leben zu führen, nur aus uns selbst heraus. Wir können jederzeit damit anfangen, auch mit 90 Jahren noch! Nach dem Aufdecken der eigenen unwahren Gedanken nach Byron Katie, dem Annehmen und Fühlen der in uns seit der Kindheit gärenden negativen Emotionen (nur dann können sie gehen) und dem Auflösen von Verstrickungen mit Personen, die uns seit der Kindheit begleiten, oft Eltern, Geschwister, Ex-Partner, etc. (jede Kindheit ist traumatisch, da wir abhängig sind), steht unserer eigentlichen Aufgabe in diesem Leben nichts im Wege: uns zu entfalten und zu entwickeln. Ich bin sehr davon überzeugt, daß jeder Mensch sich selbst entdecken darf und eine Aufgabe oder Gabe hat, die er leben möchte. Dafür sind wir auf dieser Welt. Dann herrscht im Leben Klarheit, Sie haben die Macht über Ihr Leben übernommen und können sich voll und ganz selbst annehmen und lieben. Dann sind auch die "Beziehungen" klar und ohne Verstrickungen. Das hat mit Egoismus nichts zu tun, sondern mit einem Leben in Frieden und Fülle und Freiheit.

Jetzt fragen Sie sich: mein Gott, wie soll das gehen? Es ist vielleicht ein wenig mühsamer, dennoch ist es sehr befreiend und schön, sich selbst mit allen Abgründen kennenzulernen. Sich selbst entwickeln ist der einzige Weg raus aus dem ewigen Kreislauf von negativen Emotionen und den Entwicklungen von Krankheiten.  Ich möchte Ihnen in den nächsten Wochen zunächst einmal die einzelnen negativen Emotionen vorstellen. Mit deren Bedeutung, auch aus Sicht der Chinesischen Medizin und mit deren Auswirkung auf den Körper. Und: machen Sie sich auf den Weg, es lohnt sich!!!


"Ein Gedanke

nahm mich ganz gefangen:

ich solle

in meinen innren Keller steigen,

mich Aug in Aug

all meinen Schreckgespenstern zeigen.



Ich zögerte zuerst,

stieg dann hinab

mit Zittern und mit Zagen

und dacht,

jetzt gehts mir an den Kragen.



Ich öffnete die Tür,

die ich so fest verschlossen

und zögernd kamen die Genossen,

die lange schon mich in Gedanken plagten

heraus

und klagten,

wie viele Tränen sie hier unten

Jahr um Jahr vergossen,

missachtet und in Furcht

aus meinem Leben ausgeschlossen.


Auf einmal

fühlt ich ihren Schmerz wie meinen

und konnte weinen,

bis alles Trübe aus meinen Augen wich

und ich

verwundert sah,

daß nichts von dem geschah,

was ich gedacht

und was mir immer Angst gemacht.


(K.H. Waldner)


Bleiben Sie gesund und munter!


Ihre Ingrid Rauber










Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/8

Posted on January 22, 2018 at 4:00 PM Comments comments (3)

Aus dem Nähkästchen.....über Osteopathie:


Das Becken:


Das Becken ist ein Ring aus mehreren Knochen. Diese sind über Gelenke verbunden. Am Bekanntesten und Wichtigsten ist hier das Kreuz-/Darmbeingelenk oder Iliosakralgelenk. Ich erlebe ständig, daß hier Blockierungen sind gemeinsam mit manchmal bemerkenswerten Verschiebungen der Gelenkpartner. Das Heftigste waren 4 cm!!! Sie können sich bestimmt vorstellen, daß das nicht ohne Konsequenzen bleibt. Angefangen von heftigen ziehenden Schmerzen in Po, Leiste oder seitlich am Bein runter bis zum Fuß, Fersensporn, Knieschmerzen, LWS-Schmerzen bis hinauf zu Kopfschmerzen kann die Folge sein. Es kann zu Bandscheibenvorfällen, Hexenschuss, etc. führen. Diese Verschiebung im Gelenk kann man beseitigen. Das dauert manchmal etwas, da hier sehr gewichtige und starke Muskeln wirken, aber ich kann aus Erfahrung sagen, daß das eine ganz zentrale Stelle ist, die man bei oben beschriebenen Symptomen behandeln MUSS! Auch ein längeres oder kürzeres Bein kann daraus resultieren. Das ist dann behebbar! Sollten Fußfehlstellungen mit eine Rolle spielen, so können diese wiederum einen behebbaren! Beckenschiefstand auslösen. In nur ca. 1% der Fälle ist ein Beckenschiefstand echt, d.h. nicht behebbar, bzw. behandelbar. Meist bekommt der Osteopath dann eindeutige Hinweise bereits in der Anamnese, dem Erstgespräch.


Kraut der Woche:


Die Goldrute oder Solidago Virgaurea:


Die Goldrute ist DAS NIERENMITTEL! Die Blüte wird verwendet, um Saponine und Flavonoide zu gewinnen. Bei Blasen- und Nierenentzündungen, schmerzhafter Harnentleerung, in der Homöopathie auch zur Anregung des Stoffwechsels, bei Hauterkrankungen und bei Leberleiden wird die Goldrute eingesetzt. Früher wurden auf Zahngeschwüre, eiternde Wunden und Geschwülste frische zerquetschte Blätter der Goldrute aufgelegt.


Aus der Geschichte der Medizin:


Weise Frauen, Zauberfrauen und Kräutersammlerinnen im Mittelalter bekamen ihr Wissen von  ihren Müttern und Großmüttern überliefert.


Zauberkundige Frauen waren Mittlerinnen zwischen Natur und Kultur, und setzten Ihre Fähigkeiten zum Wohle der Menschen und Tiere ein. Dafür wurden Sie verehrt.


Das Wissen und Kräuter, Massagen und Tinkturen und deren Heil- und Giftwirkung zeichnete die Weisen Frauen aus. Sie hatten eine enge Bindung zu Garten und Natur und kannten sich mit den Kräften des Mondes aus. Sie waren meist auf dem Land zu finden und die Kirche konnte ihrer Macht nichts als Weihwasser entgegensetzen, was sicherlich der eigentliche Grund für die Verfolgung dieser Frauen war. Die Weise Frau war die Beschützerin der Gemeinschaft, verließ sich auf Magie, benutzte diese aber hauptsächlich zu wohltätigen Zwecken, zum Heilen von Krankheiten, zum Entlarven von Dieben und um Schäden von Menschen abzuhalten. Es waren oft auch Frauen mit seherischen Fähigkeiten. Sie waren oft genug auch zuständig für das Wetter. War es zu naß, mussten sie für Trockenheit sorgen, bei Trockenheit für Regen.


In allen Kulturen war die Macht der Frauen vor allem die Magie. Sie kamen meist aus ärmlichen Verhältnissen, waren Spinnerinnen oder Korbflechterinnen. Oft waren sie Alleinstehend oder Witwen.


Tipp der Woche:


Drei Arten von Angelegenheiten (nach Byron Katie):


"Es gibt nur drei Arten von Angelegenheiten, Meine, Deine und die Gottes oder des Universums oder von Mutter Erde - wie auch immer Sie es nennen wollen.


Es ist MEINE ANGELEGENHEIT, wenn ich mein Haus, das vom Wetter arg gezeichnet ist, nicht neu streiche.


Es ist DEINE ANGELEGENHEIT, wenn du ein Problem mit dem vom Wetter arg gezeichneten Haus hast.


Es ist die Angelegenheit Gottes oder des Universums, daß die Sonne scheint oder der Wind bläst und mein Haus entsprechend dadurch gezeichnet wird.


Wenn ich denke, daß ich weiß, was du denkst und was gut für dich ist, dann lebe ich gedanklich in deiner Angelegenheit. Die Folgewirkung hiervon ist Trennung und Einsamkeit. Wenn du da drüben bist und dein Leben lebst und ich auch bei dir da drüben bin (gedanklich) und dein Leben lebe, dann bist du da drüben mit dir und ich bin da drüben mit dir und dann ist keiner hier für mich. Natürlich fühle ich mich dann einsam und getrennt! Ich vereinsame mich selbst. Niemand anderer verursacht mein Alleinsein-Gefühl. Ich mache das." Byron Katie


Sind Sie in Gedanken außerhalb Ihrer eigenen Angelegenheiten? Wenn Sie sich nicht sicher sind, halten Sie an und fragen Sie sich selbst: "In wessen Angelegenheit befinde ich mich grade in meinen Gedanken?" Bemerken Sie, wenn sie Ratschläge erteilen ohne gefragt zu werden!


Ich beobachte das oft bei Paarbeziehungen. Ich nenne das "Du"-Sucht: "Du musst...Du solltest aber.....Du machst immer....Du bist schuld....." Die Konsequenz daraus sind immer Respektlosigkeit, Unzufriedenheit und Streit.


Es ist immer, nicht nur in Paarbeziehungen, wichtig, bei sich zu bleiben. Ist man es nicht mehr, verliert man sich, es ist schlicht und ergreifend keine mehr zu Hause, wenn jemand vorbeischaut. Sie sind nicht anwesend in Ihrer Hülle, in Ihrem Körper. Volksmund sagt auch er/sie ist "neben sich". Schärfen Sie Ihre Sinne für IHRE ANGELEGENHEITEN, wenn sie das tun, das kann ich auch aus Erfahrung sagen, haben Sie genug zu tun!


In diesem Sinne, bleiben Sie gesund und munter,


Ihre Ingrid Rauber






Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/7

Posted on January 14, 2018 at 6:30 PM Comments comments (3)

Aus dem Nähkästchen...über Osteopathie:


.....wussten Sie, daß Kiefergelenk, Ohr und 1. Halswirbel in unmittelbarer Nachbarschaft miteinander liegen? Sie sind ca. 1 Querfinger voneinander entfernt. Tatsächlich beeinflussen sie sich auch gegenseitig. So kann eine Blockierung in der Halswirbelsäule zu Tinnitus und Schwindel führen oder ein blockiertes Kiefergelenk die gleichen Symptome machen. Ähnliches kann geschehen bei Zahnspangen bei Kindern. Da es sich meistens um eine Durchblutungsstörung handelt, kann auch ein Hörsturz als Folge einer Blockierung in dem Bereich möglich sein.


Kraut der Woche:


Digitalis


Heute stelle ich das 3. Herzglykosid vor. Nach dem Maiglöckchen (Convallaria), dem Weißdorn (Crataegus), heute DAS Glykosid, das in der Schulmedizin verwandt wird: der Fingerhut oder Digitalis. Es gibt mehrere Sorten die verschiedene Wirkstoffe haben, das würde hier zu weit führen. Daher stelle ich den roten Fingerhut vor, Digitalis Purpurea. Hier handelt es sich um eine der giftigsten Pflanzen, die es bei uns gibt. Sie ist auch geschützt, kommt vor allem in Waldlichtungen vor, sie blüht von Juni bis September. Aus den Blättern werden die herzwirksamen Glykoside gewonnen, die die Pumpleistung des Herzens verbessern, den Blutumlauf im Körper beschleunigen und krankhafte Wasserstauungen ausschwemmen. Darüberhinaus verbessern Umschläge mit Fingerhutabkochungen die Wundheilung. In der Homöopathie sieht man auch Wirkung auf Niere und Blase, Depressionen, Schlafstörungen, Migräne und Übelkeit. Bitte KEINE Eigenanwendungen mit Digitalis - auch nicht homöopathisch- , da die Pflanze sehr giftig ist! Fehlanwendungen können zum Herzstillstand führen!! Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Heilpraktiker wenn Sie sich von diesem Arzneimittel angesprochen fühlen!!


Geschichtliches:


Ärzte im Mittelalter:

während im Orient bereits Krankenhäuser existierten und dort die Medizin viel weiter entwickelt war, war das Ärztewesen im Mittelalter in Europa allein auf die Humorallehre (siehe vorhergehender Eintrag) fixiert. Arme Leute ginge eher zum Bader (siehe vorher), Betuchtere ginge zum Arzt. Der liess seine Patienten häufig zur Ader oder schröpfte sie blutig. Dadurch versuchte man, krank machende Materie, das "Gift" aus dem Körper zu leiten. Darüberhinaus gabe es "purgierende" Methoden, das bedeutet, daß Durchfälle und Erbrechen ausgelöst wurden. Eine große Rolle spielte hier der Glaube, Krankheit wurde auch als gottgewollt angesehen, und die Astrologie. Zum Beispiel wurden nach astrologischen Kriterien Stellen am Körper festgelegt, wo Aderlässe zu vollziehen waren, das sogenannte "Aderlass-Männchen".


Tipp der Woche:


Das Gesetz der Resonanz:

Das Resonanzgesetz ist ein universelles Gesetz. Mittlerweile gibt es auch Studien darüber. Zugrunde liegt die Erkenntnis, daß unser Gehirn wie ein Computer funktioniert. Zum Beispiel: ich sage zu Ihnen: "Blumenwiese", und sie haben sofort vor Ihrem inneren Auge genau diese. Dann sage ich "bloß keine Blumenwiese", und sie haben wieder genau diese in ihrer bildhaften Vorstellung. Das heiß, "nicht" und "kein" ist für unseren Computer im Kopf nicht vorstellbar. Worauf das Auswirkungen hat? Wenn Sie denken: "Ich möchte nicht krankwerden" beispielsweise. Dann bleibt im Unterbewussten hängen "Ich möchte krankwerden". Achten Sie bitte auf die Formulierungen Ihrer Gedanken! Denn das was Sie denken, wird zu Bildern in Ihrem Kopf, diese werden zu Neigungen und Lebenseinstellungen und Worten und irgendwann auch zu Realität - immer! Sagen Sie einfach: "Ich bin gesund".

Egal was Sie denken! Das bedeutet letztendlich: SIE sind der Schöpfer Ihrer Realität! Das mag für den ein oder anderen hart klingen, hat aber eine sehr frohe Botschaft: Sie haben jederzeit die Möglichkeit, es zu ändern, jeden Tag, jede Minute. Einfach, indem Sie Ihre Gedanken ändern. Das bedeutet nicht, daß Sie sich belügen sollen. Wenn beispielsweise jemand sie schlecht behandelt, dann ist es schon wichtig, darauf entsprechend zu reagieren. Es gibt da einen kleinen Trick, den ich anwende: das kleine Wörtchen "noch". Das ändert Welten. Es hört sich ganz anders an zu sagen: "Ich kann oder habe NOCH diese Situation". Damit öffnen Sie in Ihrem Innersten eine Tür, nämlich die Möglichkeit es in Zukunft anders zu erleben. Das ist der erste Schritt zu einem selbstbestimmten, verantwortungsbewussten Leben.


Bleiben Sie gesund und munter!

Ihre Ingrid Rauber







Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/6

Posted on January 8, 2018 at 3:30 PM Comments comments (0)



Aus dem Nähkästchen.....über Osteopathie:


Der Dünndarm. Wussten Sie, daß der Dünndarm unmittelbaren Einfluss auf die Lendenwirbelsäule hat? Der Dünndarm liegt um den Nabel herum, ist zusammengefältelt und liegt in Schlaufen aus Gründen der Platzersparnis. Würde man ihn komplett ausbreiten, wäre er ca. 6 m lang. Seine Aufgabe ist die Aufspaltung und Verdauung der Nahrung, darüberhinaus liegt hier der Hauptanteil der Immunabwehr. Der Dünndarm hat eine "Wurzel", durch die er versorgt wird, diese liegt direkt vor der Lendenwirbelsäule. Das bedeutet, ist der Darm viel gebläht, oder sind viele Belastungen im Darm, kann das direkt Auswirkung auf die Lendenwirbelsäule haben in Form von Rückenschmerzen.


Kraut der Woche:


Crataegus, der Weißdorn


Bei meinem letzten Eintrag habe ich begonnen über die 3 Herzglykoside zu schreiben, begonnen hatte ich mit dem Maiglöckchen. Der zweite im Bunde ist der Weißdorn. Es können sowohl die Blätter des Weißdorns verwendet werden als auch die Früchte. Weißdorn wirkt gut bei Herz- und Kreislaufbeschwerden ohne große Nebenwirkungen zu haben. Er wirkt günstig auf das Altersherz, da er die Durchblutung des Herzens verbessert. Auch vorbeugend kann man Weißdorntee anwenden.


Geschichtliches zur Medizin:


Die Arzneimittel-Versorgung im Mittelalter erfolgte nicht nur durch die Klöster, sondern auch durch Burggärten. Hier standen Arzneipflanzen zur Wund- und Krankenpflege. Logisch, wenn man bedenkt, daß nach Kriegseinsätzen oft Wunden zu versorgen waren. Die Kreuzzüge machten auch hier Heilpflanzen bekannt, wie Ysop oder Schwarzkümmel. Auch der Handel brachte das ein oder andere Heilmittel aus dem fernen Orient mit. Hier einige damals bekannte Pflanzen, die zur Heilung verwendet wurden: Salbei, Weinraute, Eberraute, Flaschenkürbis, Melone, Wermut, Andorn, Fenchel, Schlafmohn, Schwertlilie, Liebstöckel, Kerbel, weiße Lilie, Muskat, Flohkraut, Betonie, Odermenning, Rettich, Poleiminze, Minze, Frauenminze, Ambrosia, Rose.


Gedanke der Woche:


Über die Angst.


Angst, was ist das eigentlich? Jeder hat es schonmal gespürt: es lässt uns die Luft anhalten, es lässt unser Herz schneller schlagen. Eine sehr sinnvolle Einrichtung des Körpers, um unser Überleben zu sichern. Dennoch ist die Angst, die wir spüren, oft irreal. Die Angst, nicht geliebt zu werden, die Angst vor der Zukunft, kein Geld zu haben, kann uns in unserem Leben ganz schön einschränken und uns manchmal zu Handlungen bewegen, die uns letztendlich mehr Schaden zufügen, als alles andere. Mein Rat: schreiben Sie sich auf, wovor Sie Angst haben. Stellen Sie sich ihrer Angst. Oft wird sie dann ganz klein und sagt Ihnen vielleicht, daß sie wollte, daß Sie an ihr wachsen? Klären Sie Ihren Geist mit Byron Katie und nehmen Sie Ihre Angst an als Ausdruck Ihrer Verletzlichkeit. Entstanden ist sie ja mal, um Sie vor etwas zu schützen. Nur das Klären der Angst bringt Sie letztendlich in die Freiheit. Beispielsweise eine Entscheidung zu fällen mit Angst ist schwierig. Aus der Freiheit heraus können Sie Ihren Geist und Ihre Intuition viel klarer spüren und so mit viel größerer Wahrscheinlichkeit dann die für Sie richtige Entscheidung fällen.


Bleiben Sie gesund und munter!


Ihre Ingrid Rauber

Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/5

Posted on January 1, 2018 at 9:00 PM Comments comments (0)


....Neues aus der Osteopathie:

Die Leber: Die Leber befindet sich unter unseren Rippen, vorwiegend auf der rechten Seite und sie ragt aber bis zur Mitte der Rippen links. Sie hat zur vielen Organen Kontakt: zum Zwerchfell, Speiseröhre, Magen, Niere rechts, Zwölffingerdarm, Dickdarm. Sie bewegt sich  dreidimensional. Sie hat mannigfaltige Aufgaben: Entgiftung, Fettabbau, Speicherfunktion, Immunabwehr, Stoffwechsel. Sie ist sehr regenerativ: man kann einen Teil von ihr entnehmen, sie wächst nach! Sie ist ca. 1,5-2,5 kg schwer und sehr gut durchblutet: durch sie fließen etwas 1,5 l Blut pro Minute! Sie reicht oben von der 5. Rippe bis unten zum unteren Rippenbogen, ca. bis zum 11. Brustwirbel. In der Osteopathie können Blockierungen der Brustwirbelsäule, v.a. 7.-10. Brustwirbel, sowie 7.-10. Rippe mit der Leber zu tun haben. Auch Halswirbelsäulenblockierungen ab dem 4. Halswirbel können mit der Leber zu tun haben, weil hier die Nerven zur Versorgung der Lebenkapsel entspringen. Durch Faszienverbindungen hat sie Verbindungen zur rechten Schulter, und zum Nabel.


Kraut der Woche: Das Maiglöckchen, Convallaria

Das Maiglöckchen gehört zu den 3 Herzglykosiden: Convallaria, Crataegus und Digitalis. Vorkommen in den Wäldern Europas, Blütezeit Mai/Juni. Aus den Blättern wird der Wirkstoff Convallatoxin gewonnen, der in der Homöopathie zur Herzstärkung und Kreislaufstärkung angewandt wird. Der Wirkstoff ist, wie der Name sagt, ein Toxin, daher Achtung: nicht selbst herstellen!


Geschichtliches aus der Medizin:

Der Bader:

Bader, auch Stübner genannt, ist eine alte Berufsbezeichnung für den Betreiber einer Badestube. Der Beruf ist seit dem Mittelalter bekannt. Einerseits waren Bader die „Ärzte der kleinen Leute“, die sich keinen Rat bei den studierten Ärzten leisten konnten. Andererseits waren sie aber bis ins 18. Jahrhundert wichtige Gehilfen der akademisch gebildeten Ärzteschaft, weil diese die Behandlung von Verletzungen und offenen Wunden sowie chirurgische Eingriffe scheuten. Ihr Beruf umfasste das Badewesen, Körperpflege, Kosmetik und Teilgebiete der sich erst entwickelnden Chirurgie, Zahnmedizin und Augenheilkunde. Neben dem Bader arbeitete im Badehaus oft ein Scherer oder Barbier, der für das Haareschneiden und Bartscheren zuständig war. Aus diesen Berufen entwickelte sich der Wundarzt, später der Chirurg.


Tipp der Woche:

Zum Neuen Jahr ist es ja Sitte, sich Dinge vorzunehmen, die man ändern möchte. Wissen Sie, daß Sie der Gestalter Ihres Lebens sind, immer? Und zwar mit Ihren Gedanken. Was Sie denken und fühlen in Ihrem Leben, wird Wirklichkeit, so oder so. Deshalb: achten Sie auf das, was Sie denken! Fragen Sie sich bei jedem Gedanken: möchte ich, daß er zu mir zurückkommt? Und: achten Sie auch auf die Angelegenheiten. Bleiben Sie bei sich und nicht bei anderen Menschen. Sie können nur ihre eigenen Angelegenheiten ändern, nicht andere Personen. Und wenn Sie eine Situation oder andere Person beschäftigt, fragen Sie sich, was hat das mit mir zu tun? Was spiegelt mir derjenige oder diese Situation? Und: wenn sich etwas nicht erfüllt, so sehr Sie sich bemühen, vielleicht ist es nicht das Richtige für Sie? Eine andere Gelegenheit wird sich bieten, die viel besser zu Ihnen passt, garantiert!


In diesem Sinne: bleiben Sie gesund und munter, haben Sie ein ganz ganz sensationell schönes, erfolgreichen Neues Jahr!


Ihre Ingrid Rauber




Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/4

Posted on December 17, 2017 at 2:30 PM Comments comments (0)

"Aus dem Nähkästchen geplaudert von der Osteopathie. Wussten Sie schon...?"


....daß unser Zwerchfell (lat. Diaphragma) riesig ist und viel beeinflusst? Zunächst mal trennt das Zwerchfell den Brust-, vom Bauchraum. Es hat einen Teil, der aus Muskeln besteht, und einen Teil, der aus einer sehnenartigen Struktur besteht. Es hat Kontakt zur 4. Rippe rechts und 5. Rippe links, zum Brustbein, zu den Rippen und zieht wie eine Kuppel nach unten. Dort verjüngt es sich zu "Zipfeln", die bis zum 3. Lendenwirbel runterziehen. Es hat Durchgänge für die Aorta, eine große Lymphbahn, eine große Vene, Nerven, Speiseröhre. Es hat direkte Verbindungen zu: Herz, Magen, Leber, Lunge, Muskeln. Auch die Nieren haben eine Aufhängung am Zwerchfell. Es beeinflusst die Statik der Wirbelsäule (kann zu "Hohlkreuz" führen bei Verkürzung), die Durchblutung, die Verdauung, und natürlich die Atmung. Wichtig ist hier die Bauchatmung! Bei genügend tiefer Atmung sorgt das Zwerchfell für gute Beweglichkeit der Organe, gleicht Druckverhältnisse aus, sorgt für venösen Rückfluss, auch der Lymphe, unterstützt das Herz, durch die Bauchpresse sorgt es für Leerung von Blase, Darm und bei Geburten beeinflusst es den Uterus. Es ist Ort der Emotionen (Weinen, Schluchzen). .....Ich hatte ja schon in meinem ersten Beitrag über die Wichtigkeit des Atmens geschrieben. Verstehen Sie jetzt, warum Atmen bis in den Bauchraum so elementar wichtig ist?


"Kraut der Woche": Star of Bethlehem oder Doldiger Milchstern


Diese Pflanze wird vor allem jeder kennen, der schonmal mit Bachblüten zu tun hatte. Hier wird Star of Bethlehem eingesetzt bei Schock, Trauerverarbeitung oder auch als Seelenbalsam für alte Wunden. Er gehört zur Familie der Spargelgewächse. Verarbeitet werden die Zwiebeln, die günstig auf das Herz wirken und sehr giftig sind.


Geschichtliches aus der Medizin: der Wundarzt


Wundärzte gab es seit dem 13. Jahrhundert. Sie sind die Vorläufer der heutigen Chirurgen. Übrigens: die Werkzeuge mit denen sie gearbeitet haben unterscheiden sich nur in den Materialien von denen in der heutigen Chirurgie. Wundarzt war ein Handwerkerberuf, sie waren auch als solches organisiert.  Sie machten eine Ausbildung bei einem Bader oder Babier (dazu schreibe ich zu einem anderen Zeitpunkt noch). Sie waren zuständig für äußere Wunden und deren Versorgung. Einige Wundärzte hatte sogar eigene Salbenrezepturen, damit die Wunden besser heilen konnten. So wurden Notizen von einem Wundarzt aus dem frühen 14. Jahrhundert gefunden, der eine Salbe mixte aus: Zwiebel- und Knoblauchsud, Ochsengalle und Bier. Diese sollte wunderbar bei der Heilung der Wunden helfen. Man hat auch nachgewiesen, daß diese Mischung tatsächlich antiseptische Wirkung hatte.


Tipp der Woche: Achten Sie auf Ihre Gedanken:


Betreiben Sie regelmässig Gedankehygiene? Wessen Geistes Kind sind Sie? Welche Gedanken und Glaubenssätze kehren immer wieder ohne von Ihnen auf Wahrheitsgehalt überprüft zu werden? Ja, welche Gedanken und Glaubenssätze sind vielleicht gar nicht ihre Gedanken sondern ungefragt von anderen Personen übernommene? Haben Sie viele Sätze mit Konjunktiv wie "ich hätte, müsste, wollte eigentlich...." Byron Katie sagt dazu: diese Gedanken entsprechen nicht der Realität, sie sind schlicht unwahr und müssen dringend auf den Prüfstand. Ich rate Ihnen, solche Gedanken aufzuschreiben und mit dem 5-Schrittesystem von Byron Katie zu überprüfen:

1. "Ist dieser Gedanke wahr?" Übernimm Deine Verantwortung für alles, was Du in Deinem Leben vorfindest. (denn Du hast es erschaffen).

2. "Kannst Du 100% sicher sein, daß er wahr ist?" Anerkenne und nimm an, was jetzt ist.

3." Wie reagierst Du und Dein Körper auf diesen Gedanken?" Nimm all deine Urteile über andere und Situationen zurück und vergebe (auch Dir selbst).

4. "Wer wärst Du ohne diesen Gedanken?" Fühle deine Emotionen bejahend (nur dann können sie gehen).

5. "Kehre Deinen Gedanken um".Triff eine neue Entscheidung! Vielleicht wird ja beispielsweise aus "Er müsste freundlicher zu mir sein" "ICH müsste freundlicher zu mir sein".

Wie ich finde, ein wichtiger Schritt zur Begegnung mit sich selbst, zur Selbstliebe und zu persönlicher Freiheit!


In diesem Sinne: Ihnen einen wunderschönen 3. Advent. Bleiben Sie gesund und munter!


Auch möchte ich Ihnen an dieser Stelle ein wunderschönes Weihnachtsfest wünschen mit viel Hinwendung und Zeit für sich selbst für die innere Begegnung mit sich selbst! Und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Nächste Woche setze ich einmal aus, der nächste Eintrag dann wieder zum 1.1.2018!


Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber





Ingrids Blog: Osteopathie, Naturheilverfahren und mehr/3

Posted on December 10, 2017 at 6:30 PM Comments comments (0)

Wussten Sie schon.....? Neues aus der Osteopathie:

Knie: wie oft hat Mann/Frau Probleme mit dem oder den Knien. In all den Jahren als Osteopathin, in denen ich tätig bin kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich Knie als ursächlich behandelt habe. Warum? Knie reagieren aus meiner Erfahrung auf das, was von unten und oben kommt, sprich: auf Hüfte/Becken und Füsse. Fußfehlstellungen und/oder Beckenblockierungen allen voraus sind sehr oft verantwortlich für Knieschmerzen. Damit keine Mißverständnisse aufkommen: wenn man auf das Knie fällt und das dann schmerzt und anschwillt ist das Knie natürlich die Ursache! Ich spreche von Knieschmerzen ohne solche Vorgeschichten, die evtl. schon chronisch sind. Ein Beispiel für einen solchen Zusammenhang ist ein Muskel, der vom Becken aus zur Innenseite des Unterschenkels zieht, ein Muskel, der zu der hinteren Muskulatur des Oberschenkels zählt, genannt M. Semimembranosus. Dieser ist mit dem Innenband und dem Innenmeniskus des Knies verwachsen. Wenn Zug auf diesem Muskel ist, durch Beckenblockierungen und/oder muskuläre Verkürzungen, kann dieser allein verantwortlich sein für einen Knieschmerz. Ich hatte diesen Fall in meiner Praxis schon sehr oft. Ist die Beckenblockierung dann gelöst, löst sich sehr wahrscheinlich dann auch der Knieschmerz.


Kraut der Woche: Das Gänseblümchen, Bellis Perennis


auch bekannt als Himmelsblume, Maiblume, Tausendschön. Kommt vor auf Feldern und Grasflächen, in Gärten und an Wegrändern. Es schätzt lehmigen Boden. Es blüht das ganze Jahr, am 24. Juni (Johannistag) wurden sie früher gesammelt, da die Entwicklung der Pflanze dann ihren Höhepunkt hat. Man verwertet Blüten und Blätter. Es regt den Stoffwechsel an, hat wundheilende Wirkung, bei Husten und Hautleiden und als Magen-, Galle-, und Lebermittel. Man verwendet Bellis Perennis als Tee: 1 Eßlöffel Gänseblümchen- und Stiefmütterchenkraut mit 1 l warmem Wasser übergiessen und 8-10 Stunden ziehen lassen, dann abseihen., Umschläge daraus auch für Hautausschläge und für schlecht heilende Wunden. Sie erhalten Bellis Perennis in jeder Apotheke.


Geschichtliches:

Hippokrates, lebte von 460-370 v. Chr., war berühmtester Arzt des Altertums und Begründer der modernen Medizin. Ärzte legen heute noch den "hippokratischen Eid" ab, der sich auf Fürsorgepflicht und Schweigepflicht des Mediziners bezieht. Damals war der Arzt auf der Wanderschaft, um Erfahrung zu sammeln. Es ging damals um die Erhaltung der Gesundheit, durch Chirurgie, Pharmakologie und Diäthetik. Mit Diäthetik war nicht nur die Ernährung gemeint, sondern auch die Lebensführung, wie Schlaf- Wachrhythmus, Sport, Körperpflege, Sexualität, Arbeit und Pausen. All das sollte im Gleichgewicht sein. Vor allem der Anamnese und körperlichen Untersuchung schrieb Hippokrates große Bedeutung zu. Man verfolgte damals die Humorallehre: Diese Lehre besagte, daß der Körper 4 Säfte hat, wenn diese in Ungleichgewicht gerieten, wurde der Mensch krank. Das waren die gelbe Galle, die schwarze Galle, Blut und Schleim. Trocken waren gelbe und schwarze Galle, feucht Blut und Schleim, warm Gelbe Galle und Blut, kalt schwarze Galle und Schleim. Diese Primärqualitäten musste der Arzt am Patienten feststellen, daraus resultierte dann der Behandlungsansatz.

Ein bisschen ähnelt es der Chinesischen Medizin, die ebenfalls zu dieser Zeit schon weit entwickelt war mit den Wandlungsreichen Erde, Wasser, Feuer, Holz und Metall. Auch diesen wurden Qualitäten zugeordnet, wie Feuchtigkeit (dem Wasser), Hitze (dem Feuer), etc.

Ebenfalls eine Rolle spielte bei Hippokrates die Philosophie, und die Astrologie. Diese Wissenschaften waren zu dieser Zeit miteinander verwoben.



Tipp der Woche:

Sind Sie immer Online? Oder suchen Sie auch schon, wie immer mehr Menschen in dieser schnelllebigen Zeit, den Ausgleich? Die Königsdisziplin des Ausgleichs ist die Meditation, das "In die Stille"- Gehen, die Sammlung und die Konzentration auf sich selbst. Oder rasen und hetzen Sie, ständig auf der Suche nach Ablenkung, durch Ihr Leben? Grade in der Vorweihnachtszeit, die eigentlich zur Besinnung aufruft, werden immer mehr Menschen besinnungslos. Ich persönlich bin für ein bewußtes Leben im Hier und Jetzt, vor allem mit Blick auf sich selbst, mit der Wahrnehmung von seinem Innersten. Traun Sie sich, sich selbst wahrzunehmen, ja kennenzulernen. Es lohnt sich! Es ist toll und erstrebenswert, wenn man sich kennt und auch seine Verantwortung für sich selbst übernimmt und seine Macht annimmt! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen


einen besinnungsvollen 2. Advent!

Ihre Ingrid Rauber







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