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Ingrid's Blog 04/21

...Wissenswertes über Osteopathie:


Faszien


..wussten Sie schon, was man durch Faszienarbeit alles bewirken kann? Zunächst mal: was sind Faszien? Faszien sind Häute, die verschiedene Strukturen: Muskeln, Organe, Sehnen ummanteln. Sie selbst sind von festerer Qualität und gleiten mit einem Flüssigkeitsfilm aneinander. Faszien haben dadurch, daß sie längs und quer durch den Körper ziehen, die Eigenschaft, verschiedene Strukturen allein dadurch zu verbinden. So könnte man beispielsweise durch Faszienarbeit durchaus Sodbrennen "in den Griff" bekommen, indem man mit dem Zwerchfell und den Faszien der Bauchorgane arbeitet, oder auch Hämorrhoiden mit Faszienarbeit behandeln, da eine wichtige querziehende Faszie den Oberkörper nach unten hin abschließt. Diese Faszie beherbergt auch die "Öffnungen" des Körpers nach unten hin, wie den Anus und den Blasenausgang, wo sich gerne aus osteopathischer Sicht Blockaden bilden. Darüberhinaus befinden sich Muskeln, Sehnen und Bänder innerhalb des Fasziensystems und können durch Faszienbehandlung günstig beeinflusst werden. Faszien sind im wahrstens Sinne des Wortes faszinierend und allein durch das Fasziensystem kann man zum Beispiel durch Behandlung an einer Stelle auch Gelenke oder Organe behandeln, die von dieser Stelle weiter weg sind.






Hexenfinger

Heilmittel der Woche: Hexenfinger

Diese aus Südafrika stammende Pflanze

Carpobrotus edulis enthält Polyphenole wie Tannine und Flavonoide und Anthocyane, denen eine regenerative, adstringierende, antibakterielle und antioxidative Wirkung zugeschrieben wird. Zudem sind Zitronensäure und Äpfelsäure enthalten.

Verwendung:

Die Früchte, die einer Feige leicht ähnlich sehen, haben ein geleeartiges, süßsaures Fruchtfleisch und sind essbar. Sie werden zu Marmelade verarbeitet. Der Saft und das Mark aus den Blättern werden in der Medizin zur Reinigung von Wunden sowie zur Heilung von Verbrennungswunden, Ohren- und Zahnschmerzen verwendet.

Carpobrotus edulis wird, wie andere Carpobrotus-Arten, zur Befestigung von Dünen und Steilufern eingesetzt.

Geschichtliches:

Heutiges Thema: Heilende Frauen in der Antike:

Parallel zu den Erkenntnissen des Griechen Hippokrates, dem Begünder der modernen Medizin, zu dem ich zu einem späteren Zeitpunkt schreiben werde, gab es immer heilende Frauen. Sie waren bei Ägyptern, in Griechenland, in Rom und bei nordischen Völkern als "Wurzelkundige", Heilerinnen, Kräuterweiber oder Zauberinnen hoch geschätzt. Sie hatten Einfluss in der Gesellschaft, sie waren Geburtshelferinnen, die sich auch mit Empfängnisverhütung und Abtreibung auskannten, sie waren umherziehende Heilkundige, die für jedes "Wehwehchen" und Leiden eine Tinktur oder Salbe parat hatten. Ebenso schätzte man ihren Rat und ihre Unterstützung in der Gesellschaft. Sie wurden verehrt und geheiligt, aber auch verdächtigt - je nach dem jeweils herrschenden Frauenbild. Sie saßen am Bett von Gebärenden, Kranken und Sterbenden mit ihrem Wissen, ihrer Intuition und ihrer Erfahrung. Diese wurde weitergegeben in Form von Mythen, Märchen, Geschichten und Ritualen. Später, im Mittelalter, waren Heilerin und Hebamme Lehrberufe für Frauen, die von einer auf die andere übergingen.

Thema des Monats: welche Haltung einnehmen gegen Angst und Verunsicherung?

Hierzu möchte ich Ihnen/Euch einen mir sehr am Herzen liegenden Text aus dem Buch"Geh wohin Dein Herz Dich trägt" von Susanna Tamaro "ans Herz legen" - Er spricht für Sich!


"... Gib auf Dich acht. Jedesmal, wenn du, wachsend, Lust haben wirst, die falschen Dinge in richtige Dinge zu verwandeln, erinnere dich daran, daß die erste Revolution, die man machen muß, die im eigenen Inneren ist, das ist die erste und wichtigste. Für eine Idee zu kämpfen, ohne eine Idee von sich selbst zu haben, ist mit das gefährlichste, was man tun kann.

Jedesmal, wenn du dich verloren fühlst, verwirrt, denk an die Bäume, an ihre Art zu wachsen. Denk daran, daß ein Baum mit einer großen Krone und wenig Wurzeln beim ersten Windstoß umgerissen wird, während bei einem Baum mit vielen Wurzeln und kleiner Krone die Säfte nicht richtig fließen. Wurzeln und Krone müssen gleichermaßen wachsen, du mußt in den Dingen und über den Dingen sein, nur so wirst du Schatten und Schutz bieten können, nur so wirst du zur rechten Jahreszeit blühen und Früchte tragen können.

Und wenn sich dann viele verschiedene Wege vor dir auftun werden, und du nicht weißt, welchen du einschlagen sollst, dann überlasse es nicht dem Zufall, sondern setz dich und warte. Atme so tief und vertrauensvoll, wie du an dem Tag geatmet hast, als du auf die Welt kamst, laß dich von nichts ablenken, warte, warte noch. Lausche still und schweigend auf dein Herz. Wenn es dann zu dir spricht, steh auf und geh, wohin es dich trägt."


In diesem Sinne: Namasté! Mein Herz grüße Eure Herzen! Bis zum Wonnemonat Mai!

Eure/Ihre Ingrid


Übrigens: mein Homepage-Provider hat einiges verändert, daher der neue "Look" meines Blogs - ich muss mich erstmal dran gewöhnen....

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Ingrid's Blog 20/19

Posted on December 8, 2019 at 10:30 AM


...Interessantes über Osteopathie:


Narben und Verwachsungen nach Operationen


Wenn ein Patient/In das erste Mal zu mir kommt, mache ich als Erstes immer eine ausführliche Anamnese, also ein Patientenerstgespräch. Hier erfrage ich alle relevanten Fakten der medizinischen Vorgeschichte, auch frage ich nach OPs, vor allem Bauch-OPs. Das ist mir immer wichtig, selbst wenn der Konsultationsgrund Schmerzen in der Halswirbelsäule ist. Warum?

Operationsnarben, egal ob jung oder alt haben immer Folgen. Manchmal mehr, manchmal weniger. Als ich in den 80ern als Krankenschwester in einem orthopädischen Krankenhaus tätig war, wurden sehr viele Patienten mit Bandscheibenproblemen sofort operiert. Viele dieser Patienten klagten nach der OP dann wieder über die gleichen Schmerzen wie vorher. Man fand dann heraus, daß die inneren Vernarbungen diese Schmerzen verursachten. Dann operierte man wieder - nämlich man schnitt die Vernarbungen weg.....Was dann natürlich wieder zu Vernarbungen führte. Heute werden aus genau diesem Grund die meisten Bandscheibenvorfälle konservativ behandelt, also ohne OP, mit Physiotherapie und evtl. Schmerztherapie und Osteopathie.

Dramatisch und bei allen Medizinern gefürchtet sind Vernarbungen im Bauchbereich, vor allem am Darm. Diese inneren Vernarbungen können zu einem Darmverschluss führen, einem sogenannten Ileus. Eine sehr dramatische, notfallinduzierte Erkrankung.

Etwas oberflächlicher sind Vernarbungen nach Fettabsaugungen. Ich habe einige Patientinnen, die das haben machen lassen. Eine sehr schmerzhafte und lange Prozedur, die die Faszien, meist an Bauch und Oberschenkeln komplett zerstört. Die Bäuche und Oberschenkel fühlen sich dann sehr hart an für mich als Osteopathin und unbeweglich. Es ist eine lange Prozedur hier wieder mehr Beweglichkeit mit Hilfe von Faszienbehandlung hineinzubekommen....und so ganz wie vorher wird es natürlich nicht mehr. Das Ganze hat in der Regel keine Folgen für den Darm und die restlichen inneren Organe, dennoch opfert man der Schönheit die natürliche Bewegung des Gewebes. Und wenn man weiß, daß fasziale Verbindungen den ganzen Körper durchziehen, sowohl vertikal als auch horizontal und körperliche Strukturen in Verbindung bringen, dann kann man sich vielleicht vorstellen, daß ein Schmerz verursacht durch solche Vernarbung ganz woanders auftreten kann.

Beispielsweise war eine Patientin bei mir mit starken Rückenschmerzen ziehend ins Bein, alles war schon untersucht, kein Befund. Ich fand eine sehr stark eingezogene alte Blinddarmnarbe, die diese Schmerzen mit verursachte.

Ich habe hier schon öfter Patienten mit alten Kaiserschnittnarben behandelt, die die Ursache für chronische Blasenentzündung waren.

usw....usw...

Mein persönliches Motto lautet: Operation nur, wenn es sich um einen Notfall handelt oder alles Andere schon versucht wurde.



"Kraut" der Woche:




Zauberkräuter und Kräuter im Mittelalter zur Heilung:


Als Desinfektionsmittel wurde Wein, Terpentinöl und das beliebte Rosenwasser benutzt. Auch Rosenblüten galten als antiseptisch.

Gegen Nasenbluten hatte man im Mittelalter aus frischem Dill bestehende kühlende Umschläge. Hinzu wurde die doppelte Menge an Scharfgabe auf die Stirn, die Schläfe und die Brust verabreicht.

Für die Heilung alter Wunden setzte man Salben aus Olivenöl ein. Myrrhe, Lorbeeröl, Lavendelöl und Weihrauch unterstützten den Heilprozess.

Brandwunden wurden mit Wacholder, ungesalzenes Schweineschmalz, einem Ei behandelt. Die Zutaten wurden zusammen verkocht, damit man die Bestandteile als Salbe einsetzen konnte.

Bei Völlegefühl, Überanstrengung und Herzklopfen wussten die Kräuter im Mittelalter auch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Anwendung fanden hierbei Muskatnuss, Amber und Margeriten.


Geschichtliches:

Die Geschichte der Kräuterheilkunde

Die Natur war lange Zeit das einzige, was dem Menschen zur Verfügung stand, um Krankheiten und Verletzungen zu behandeln. Unsere urzeitlichen Vorfahren hatten vermutlich noch sichere instinktive Fähigkeiten, um die jeweils passenden Pflanzen zu erkennen. So wie auch Tiere dies tun: die Schafgarbe beispielsweise hat ihren Namen daher, dass Schafe sich darin wälzen und sie fressen. Dabei leitet sie ihr Instinkt, denn Schafgarbe wirkt wundheilend und verdauungsstärkend. Es gibt zahlreiche weitere Beispiele aus der Tierwelt, die verhaltenswissenschaftlich belegt sind.


Im Laufe der Menschheitsgeschichte finden wir im alten Ägypten erstmals Dokumente, die auf eine Existenz von Kräutermedizin hinweisen. Auch die indische Heilkunde, das Ayurveda sowie die chinesische und tibetische Medizin, die ebenfalls Tausende Jahre vor Christus entstanden, nutzten bereits die Heilkraft von Pflanzen.


Hier im Westen wurde die Pflanzenheilkunde durch die Griechen, u.a. durch den berühmten Hippokrates (460-370 v.Chr.) sowie die Römer erforscht. Von Dioskurides (40-90 v-Chr.) entstammt die 5-bändige „Materia medica“, in der 800 Pflanzen und ihre Verwendung beschrieben stehen. Im Mittelalter verfassten Hildegard von Bingen sowie Paracelsus zahlreiche Schriften zur Kräuterheilkunde. Ab dem 18. Jahrhundert wurden die Wirkstoffe der Pflanzen durch die aufstrebenden Naturwissenschaften systematischer erforscht. Der Apotheker Friedrich Wilhelm Sertürner (1762-1841) beispielsweise entdeckte den Wirkstoff Morphin aus dem Schlafmohn.


"Thema" der Woche:


Bewußt oder Unbewußt?


Jetzt, wo das Jahr bald zu Ende geht, machen sich viele Menschen Gedanken, was sie sich für das neue Jahr vornehmen möchten. Ich frage dann immer: warum erst jetzt?


Wir Menschen, ob wir wollen oder nicht, erschaffen unsere Zukunft. Mit den Gedanken, den Gefühlen und den Worten, die es in uns denkt, fühlt  und spricht. Ob wir wollen, oder nicht: wir erschaffen damit auf jeden Fall unser Morgen, es ist nur die Frage, ob wir uns dessen bewußt sind oder nicht. Und da ich immer wieder feststellen muss, daß viele sich ihres "Erschafferdaseins" nicht bewußt sind, möchte ich in meinem letzten Blog diesen Jahres noch einmal darauf aufmerksam machen.

Ich rate den Menschen immer: hören Sie sich mal selbst zu, welche Wort wählen sie den ganzen Tag? Welche (oft negativen, von Angst geprägten) Gedanken denkt es in Ihnen jeden Tag? Mit welchem (Haupt-) Gefühl gehen Sie durch den Tag? Sind Sie bei sich? Oder ist Ihre Hauptaufmerksamkeit bei jemand Anderen, so daß Sie selbst gar nicht bei sich zu Hause sind? Eventuell schreiben Sie es mal einen Tag lang auf....

Sind die Sätze, die Sie jeden Tag wiederkehrend denken, fühlen und sprechen, oft schon jahrelang negativ geprägt? Also denken Sie beispielsweise angstbesetzt: "hoffentlich werde ich nicht krank" anstatt voller Inbrunst zu sich selbst zu sagen "Ich bleibe gesund".....Dazu muss man wissen, daß unser Unterbewusstsein nicht unterscheiden kann zwischen einem Satz mit "nicht" oder "kein" oder ohne. Egal, ob Sie sich eine Blumenwiese vorstellen oder sich bloß keine Blumenwiese vorstellen...Die Blumenwiese ist vor Ihrem inneren Auge sofort präsent - in Farbe, mit Duft und Klang - ob sie positiv oder negativ formulieren.

Genauso ist es dann mit Sätzen wie: "ich bin nicht ängstlich" oder "ich bin nicht einsam" usw...usw...Das Gefühl von Einsamkeit und Ängstlichkeit ist im Bruchteil von Sekunden sofort da, mit allen hormonellen Auswirkungen für Körper, Geist und Seele.

Ich weiß, es ist ein großes Feld, das hier zu beackern ist. Es ist auch ein ganz ganz wichtiges Feld....Jeder kann für sich mit sich so ins Reine kommen. Es braucht Aufmerksamkeit und Achtsamkeit sich selbst gegenüber und ein Stückweit mit sich unabgelenkt alleine sein, dann kommt man dort schnell hin. Ist man mal in dieser Richtung unterwegs, bekommt das Ganz irgendwann eine Routine, Ihnen fallen störende Gedanken und Worte bei sich und bei Anderen sofort auf!

Und: bitte verwechseln Sie das eben Geschriebene nicht mit "positivem Denken", damit hat das nichts zu tun! Ich persönlich halte nichts von Positivem Denken, weil man sich dabei selbst in die Tasche lügt, beispielsweise jemand, der krank ist, soll sich sagen "ich bin gesund", das funktioniert niemals, weil die Krankheit ja da ist. Hier kommt das wunderbarste Zauberwort der deutschen Sprache zum Einsatz, das kleine Wörtchen "Noch". Wenn man dann denkt und sagt "Ich bin noch krank", da ist ganz viel Heilung drin, das öffnet Horizonte und Perspektiven. Fühlen Sie mal rein!

Vielleicht konnte ich Ihnen einige Ideen geben, wie Sie Ihr Leben ab sofort in Liebe zu sich selbst, Frieden und Freiheit gestalten können? Fangen Sie sofort damit an, es lohnt sich und: Sie vollziehen einen ganz wichtigen Beitrag zum Weltfrieden, der fängt nämlich genau so erstmal bei jedem selbst an! Nicht bei Ihrem Partner, Ihren Eltern oder Kinder, oder der Politik, NUR BEI SICH SELBST!!!!

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Weihnachten mit viel Zeit und Ruhe für sich selbst und ein im Sinne des oben Geschriebenen sehr friedvolles, schönes, feierliches Neues Jahr!

Sie hören und lesen von mir wieder am 6. Januar.

Herzlichst Ihre Ingrid Rauber










Ingrid's Blog 19/19

Posted on November 23, 2019 at 11:15 AM Comments comments (4)

...Spannendes zur Osteopathie:


Faszinierende Faszien:

Faszien, was ist das eigentlich? Es ist irgendwie in aller Munde seitdem eine schulmedizinische Studie deren Existenz bestätigt hat. Wir Osteopathen wissen das schon viel länger und wurden lange dafür belächelt.

Faszien sind verschiedene Strukturen im Körper. Es handelt sich um eine ununterbrochene Gewebseinheit, die sich von Kopf bis Fuß, von außen nach innen erstreckt. Sie umhüllen alles (Muskeln, Organe, Nerven, Gefäße), stützen diese Strukturen auch. Faszien bestehen aus kollagenen Fasern, die hinsichtlich ihrer Form, Struktur und Zusammensetzung anpassungsfähig sind. Im Bereich der Sehnen und Bänder sind sie dichter, im Haltungssystem (Knochen) sind sie besonders widerstandsfähig, im Bereich der Drüsen beispielsweise sind sie eher locker.

Faszien leiten und koordinieren die Kräfte, die durch die Bewegungen des Körpers entstehen. Sie sind Stoßdämpfer, sind am Stoffwechsel beteiligt und ein Teil des Immunsystems.

Der Osteopath lernt in seiner langen Ausbildung fasziale Spannungen aufzuspüren und zu lösen. Sei es an einem Organ, am Kopf oder im Knochen/Muskelsystem. Auch durch Mikroentzündungen entstandene Verklebungen der Faszien können so gelöst werden. Da es sich - wie oben erwähnt - um Gewebseinheiten handelt, die durch den Körper ziehen, kann der Osteopath dadurch eventuell an einer Stelle mehrere Probleme lösen.

Faszien ziehen in Ketten durch den Körper. Es gibt Faszien an der Vorderseite des Körpers, hinten, in den Extremitäten, am Kopf und im Bauchraum. Sie haben alle eigene Namen: eine wichtige oberflächliche Faszie des Bauchraumes heisst Faszia transversalis, zum Beispiel. Alle Faszien sind untereinander verbunden.


"Kraut" der Woche:


Die Passionsblume




Die Passionsblume besitzt eine symbolische Bedeutung: Sie soll die Leiden Christi darstellen. Die Blüte weist drei Narben auf, die Nägeln ähneln. Der purpurrote Kranz lässt sich mit der Dornenkrone vergleichen, die fünf Staubblätter stehen für die Wundmale.
 Passionsfrüchte gelten als exotische Delikatesse, sie schmecken süß-säuerlich und kommen in verschiedenen Sorten vor – zum Beispiel als Maracuja oder Granadilla. Die Pflanze stammt aus den Tropen und wurde im 17. Jahrhundert als Zierpflanze auch in Europa eingeführt. Doch erst etwa 300 Jahre später setzten Heilkundige den Kletterstrauch als Arzneipflanze ein – gegen nervöse Unruhe.

Wie sieht die Passionsblume aus und wo kommt die Heilpflanze vor?

Die Passionsblume (Passiflora incarnata) ist ein Kletterstrauch, der einen bis zu fünf Meter langen, dünnen Stängel ausbildet. Die Blätter bestehen aus drei tiefen Lappen, am Rand sind sie gesägt. Die Blätter ordnen sich wechselständig an. In den Blattachseln bilden sich Ranken aus, dort sitzen auch die lang gestielten Blüten. Sie werden bis zu acht Zentimeter groß und können weiß, rot oder violett gefärbt sein. Innerhalb der Blumenkrone befindet sich ein purpurroter Kranz aus Nebenblättern, in dessen Mitte drei große Blütennarben. Die Frucht sieht beerenartig und gelblich aus.
 Die Passionsblume gehört zu den Passionsblumengewächsen (Passifloraceae) und blüht von Juli bis September.
 Wild wächst sie im südlichen Nordamerika sowie in Mittel- und Südamerika.

Welche Pflanzenteile und Inhaltsstoffe werden verwendet?

Als pflanzliche Arznei dient das Kraut, also alle Pflanzenbestandteile außer der Wurzel.
 Es enthält etwa 2,5 Prozent Flavonoide, unter anderem die Substanzen Isovitexin und Schaftosid. Außerdem kommen Zuckerstoffe und geringe Mengen an ätherischem Öl vor.

Was bewirken die Inhaltsstoffe? Wogegen hilft Passionsblume?

Zubereitungen aus Passionsblumenkraut besitzen angstlösende und beruhigende Eigenschaften – das zeigen Laborversuche. Welche Inhaltsstoffe die Wirkungen hervorrufen, konnten Forscher bislang noch nicht klären. Ebenso ist über den Wirkmechanismus wenig bekannt. Versuche weisen daraufhin, dass Passionsblume mit Botenstoffen im Gehirn wechselwirkt.

Laut Studien können Passionsblumenextrakte bei nervöser oder ängstlicher Unruhe und Reizbarkeit hilfreich sein. Die Heilpflanze kann auch das Einschlafen erleichtern. Hierfür wird sie meist mit ähnlich wirkenden Kräutern wie Baldrian oder Hopfen kombiniert.


Geschichtliches:


Die Ausbildung eines Mediziners im Mittelalter:

Wer Mediziner werden wollte, absolvierte bei einem bereits geprüften Arzt eine mehrjährige Lehrzeit. Der angehende Heilkundige begleitete den Arzt bei den Patientenbesuchen. Durch Zuschauen und Beobachten sollte der Kandidat den Arztberuf erlernen. Parallel hatte der Student aber auch Vorlesungen an Universitäten oder medizinischen Schulen zu besuchen.

Die medizinischen Akademien bildeten das eigentliche Zentrum der Medizin im Mittelalter. Die erste Hochschule im Rang einer Universität existierte bereits im 9. Jahrhundert in Byzanz. Die erste medizinische Schule in Europa entstand 1231 in Salerno. Es folgten die medizinischen Fakultäten an den Universitäten von Bologna, Montpellier, Paris, Padua, Prag und Oxford.

Die Prüfung bestand aus einem theoretischen Teil, die der Kandidat vor den Gelehrten der Schule ablegen musste. Der medizinische Lehrmeister bestätigte die praktischen Fähigkeiten. Und nach dem Schwur des Hippokratischen Eides erhielt man die Erlaubnis, als Arzt zu arbeiten.



"Thema" der Woche:


Der Herbst und der Winter: Zeit des Rückzugs und des Innehaltens:

Wenn Sie die Natur beobachten, sehen sie, daß die Blätter fallen, die Natur sich langsam auf den Winter vorbereitet. Einige Tiere halten sogar Winterschlaf. Alle Wesen sind im Winter weniger aktiv, gehen sparsam mit ihren Energien um.

In der Chinesischen Medizin steht der Winter im Wandlungsreich Wasser. Wasser steht für Urvertrauen. Urvertrauen ist das Gegenteil von Angst. Wasser bahnt sich immer seinen Weg zum Ozean, es findet immer einen Durchlass. Wasser ist die "Ursuppe", wir bestehen zu 70% aus Wasser, Wasser speichert die Information.

Vor unserer Geburt schwimmen wir in Wasser, im Mutterleib. Das bedeutet, daß wir im Winter durch Rückzug die Möglichkeit haben, wieder bei uns selbst anzukommen, im Urvertrauen. Uns selbst spüren können und dadurch Kraft sammeln für den Aufbruch im Frühjahr.

Fühlen Sie sich im Winter öfter müde und schlapp? Das hat nicht immer mit fehlendem Vitamin D zu tun und mit fehlenden Vitaminen. Es ist ein ganz natürlicher Prozess und Ihr Körper signalisiert Ihnen: ich will Ruhe, ich will Rückzug. Geben Sie dem nach.

Mit ein Grund für die Erkrankungen dieser Zeit, wie "Burn out" und hoher Blutdruck ist, daß wir verlernt haben, den Rhythmus der Natur zu leben:

Rückzug im Winter, Aufbruch im Frühjahr, das Feuer, das pralle Leben im Sommer, dann wieder beginnender Rückzug und Vorbereitung auf den Winter im Herbst.

Jetzt, der Herbst, gibt uns die Möglichkeit, die "Essenz" rauszuarbeiten, wie in der chinesischen Medizin gesagt wird. Im Wandlungsreich Metall, dem Dickdarm und Lunge zugeordnet sind, wird das, was losgelassen werden darf, verabschiedet und das, was uns weiterbringt im Leben, was wir an Erfahrung im Jahr gelernt haben, verinnerlicht.

Ich lade Sie ein, jeden Tag, und wenn es nur 10 Minuten sind, nach Innen zu gehen und zu fühlen, was momentan an Gefühlen da ist. Welche können gehen, was bringt mich weiter zu meinem Lebensziel?

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne schöne Herbsttage und eine schöne beginnende Adventszeit. Ich schreibe wieder am 9. Dezember, das letzte Mal vor der Weihnachtspause. Gehen Sie in die Natur, es ist herrlich draußen!

Alles Liebe, Ihre Ingrid Rauber

 

 











Ingrid's Blog 18/19

Posted on November 11, 2019 at 11:00 AM

...Spannendes über Osteopathie:

Der Atlas


Was ist das? Ein Gott? Nein, es ist der erste Halswirbel, der Wirbel direkt unterhalb vom Schädel. Der Atlas bildet zusammen mit dem 2. Halswirbel, dem Axis das sogenannte OAA, Occiput - Atlas - Axis - Gelenk. Von der Bewegung her ermöglicht dieses Gelenk Seitneigen des Kopfes. Der Atlas spielt eine wichtige Rolle für den Kopf und für die Wirbelsäule. Man kann seine Querfortsätze unterhalb vom Ohr ertasten. Er kann nur seitlich nach links oder rechts "verrutschen", sich auch etwas verdrehen, wenn er blockiert ist.


Verursachen kann eine solche Atlasblockade Beschwerden des Kopfes, wie Kopfschmerzen, Ohrgeräusche, Kiefergelenksprobleme, etc. und genauso auch Rückenschmerzen vom Hals bis zur Lendenwirbelsäule.


Der Atlas kann genauso verantwortlich sein für Durchblutungsstörungen des Ohres, was zu Hörstürzen führen kann und zu Schulterschmerzen.


Also man sieht schon, die Auswirkungen einer Atlasblockierung kann mannigfaltig sein. Andererseits kann man nicht immer bei den oben genannten Beschwerden davon ausgehen, daß der Atlas dafür verantwortlich ist. Der Osteopath muss bei seiner Untersuchung feststellen, ob der Atlas blockiert ist und wenn nicht, die Ursache eines Problems an anderer Stelle suchen.



"Kraut" der Woche:


Die Mariendistel





ist in der Naturheilkunde DAS Lebermittel.


Extrakte aus den Mariendistel-Früchten sind für ihre leberschützende und -regenerierende Wirkung bekannt. Sie enthalten als wichtigsten Wirkstoff das Silymarin (ein Gemisch aus verschiedenen Flavonolignanen), außerdem fettes Öl und viel Eiweiß. Die positive Wirkung auf die Leber beruht zum einen darauf, dass Mariendistel-Extrakte die Zellmembranen stabilisieren und so Zellgifte wie Alkohol am Eindringen in die Leberzellen hindern beziehungsweise sie daraus verdrängen können.

Außerdem kann das Silymarin zellschädigende freie Radikale (aggressive Sauerstoffverbindungen) abfangen, die Proteinsynthese ankurbeln und dadurch die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen fördern.

Aufgrund dieser Effekte werden standardisierte Zubereitungen der Mariendistelfrüchte bei toxischen Leberschäden (etwa durch Alkohol oder Pilzgifte) und zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen (wie Hepatitis) und Leberzirrhose angewendet.

Traditionell werden die Mariendistelfrüchte in Pulverform und anderen Zubereitungen zur symptomatischen Behandlung von Verdauungsbeschwerden (wie Völlegefühl, Blähungen) eingesetzt.



Geschichtliches:

Die Pest

Begonnen hatte alles mit einem harmlosen Darmbakterium, das bei Menschen kaum Beschwerden verursachte. Doch zwei Gen-Veränderungen reichten aus, und Yersinia pestis wurde eine der tödlichsten Krankheiten der Welt - die Pest war geboren. Übertragen von Rattenflöhen erlagen allein im 14. Jahrhundert dem Schwarzen Tod etwa 50 Millionen Europäer. Doch woher kam der Erreger, der bei der sogenannten zweiten Pestpandemie teils bis zu 60 Prozent der Bevölkerung dahinraffte?


Ursprung der Pandemie zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert war offenbar ein einziger Erregerstamm, berichten Forscher vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena im Fachblatt "Nature Communications". "Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Yersinia pestis von Osten her nach Europa gelangte", sagt Studienautorin Maria Spyrou.


Das Pestgenom steckte in den Zähnen der Toten. Für die Analyse hatten die Forscher die Zähne von 34 Pestopfern aus ganz Europa untersucht, sie stammten aus England, Frankreich, Deutschland, Russland und der Schweiz. In den Zähnen lagern sich oft Krankheitserreger ab, gleichzeitig ist hier Genmaterial besonders gut erhalten - auch das der Pest.


"Thema" der Woche:

Hetze, Druck, Rastlosigkeit und Stress:

Ich spreche das Thema heute an, weil es immer präsenter wird. Wir alle sind davon betroffen, die Zeit vergeht immer schneller, wir hetzen und hasten nur noch von einem Termin zum Anderen. Es wird immer schwerer, sich dem zu entziehen....sogar die Kinder sind schon davon betroffen.


Ich frage mich immer: wohin hetzen wir denn? Ins Grab? Oder in den Burnout? Was steht am Ende dieser Hetze? Wenn wir uns immer weniger Auszeiten gönnen, immer mehr Druck verspüren, und wir hier in Deutschland sind besonders davon betroffen. In Holland, das habe ich vor kurzem erst erlebt, ist das nicht so.

Also, wozu führt uns das? Das ewige Online - sein? Was ich erlebe: wir werden immer kränker, immer unfähiger anderen zuzuhören, immer unzufriedener und zuletzt trauen wir uns nichtmal mehr, in uns selbst hineinzuhorchen, was uns da eigentlich antreibt. Meistens ja wir selbst, oder bessergesagt der Hetzer in unserem Hirn, der uns sagt: mach schneller, werde perfekter, mach bloß keine Fehler, blamier dich nicht, Du bist zu langsam, Du darfst nicht krankwerden, etc. etc etc. Also zusammengefasst: wir wollen funktionieren und entrücken dabei immer mehr von dem, was soooo wichtig ist, uns selbst zu spüren und wahrzunehmen. Dafür braucht man nämlich Zeit.

Da das Hetzen und Rasen ja nie zum Erfolg und Ende führt, sondern das ewige Hamsterrad ist, ist die einzige Möglichkeit für uns selbst zu sagen: STOP!!!! Streichen Sie radikal ihre Termine zusammen, sagen Sie auf der Arbeit, das ist zuviel, das schaffe ich nicht. Sagen Sie NEIN, steigen Sie aus aus dem Hamsterrad.

Zu Hause sitzen, Allein, Türe zu, keine Termine, keine Telefonate, kein Handy. Einfach da sein.


Können Sie sich das vorstellen?


Ich finde es immer erstrebenswerter dem Stress etwas entgegenzusetzen. Dinge stehen und liegenlassen und Auszeit! Sich wieder spüren, Atmen!  Wie wichtig das ist!!!!

Ich wünsche Ihnen eine schöne, wie man heute sagt, gechillte Zeit!

Bis zum 25.11.!

Ihre Ingrid Rauber








Ingrid's Blog 17/19

Posted on October 27, 2019 at 8:30 AM

....Spannendes über Osteopathie:



Das Stirnbein oder "Os Frontale" genannt:


Jeder weiss wahrscheinlich, wo sich das Stirnbein befindet. Es ist der Bereich, wo sich gerne Kopfschmerzen zeigen, wo man sich gerne hinfasst als Geste, wenn man sich konzentrieren möchte. Ich möchte Ihnen heute etwas über das Stirnbein im osteopathischen Zusammenhang erzählen:


Das Stirnbein ist Bestandteil des Hirnschädels (im Gegensatz zum Gesichtsschädel). Er hat eine große Begrenzungsnaht zu den beiden Teilen des Scheitelbeins oder Os Parietale oben am Kopf.

Das Stirnbein bildet den oberen Teil der Augenhöhle, hat eine Verbindung mit dem Nasenbein, zum Siebbein (Teil der Nasenwand), zum Keilbein (Os sphenoidale), das schon zur Schädelbasis gehört und eine gelenkige Verbindung zum Hinterhauptsbein (Os Occipitale) hat - und schon sind wir hier mit dem Occiput am Foramen magnum, dem großen Loch, wo das Rückenmark durchzieht und die Wirbelsäule beginnt, die die Verbindung bis zum Becken hat.


Über das Jochbein (Os Zygomaticum) hat das Stirnbein eine Verbindung zum Schläfenbein (Os Temporale) und damit dann auch Einfluss auf Ohr und Kiefergelenk.


Den Einfluss des Stirnbeins auf das Auge hatte ich ja schon erwähnt, denn es bildet knöchern das "Dach" der Augenhöhle.


Da der Körper ja als Ganzes und im kompletten Zusammenhang funktioniert, kann man sich vielleicht auch als Laie ausmalen, was es für Konsequenzen haben kann, wenn das Stirnbein durch einseitige Muskelzüge (die Schulter- und Schulterblattmuskulatur zieht bis dort hin) oder wenn man sich das Stirnbein "angeschlagen" hat blockiert oder verschoben ist.


Das kann zu schlechterem Sehen, zu Tinnitus, Schwindel, immer wiederkehrenden Infekten, da die Nebenhöhlen komprimiert sind, Kiefergelenksverschiebungen führen. Und natürlich Kopfschmerzen und Nackenprobleme.


Der Osteopath lernt in seiner 5jährigen, umfangreichen Ausbildung Techniken, wie man das Stirnbein von Blockierungen befreien kann und auch Schiefstellungen des Stirnbeins beheben kann.



"Kraut" der Woche:


Harpagophytum (Teufelskralle):




Harpagophytum procumbens, die Afrikanische Teufelskralle, gehört zur Familie der Sesamgewächse und gedeiht in südafrikanischen oder namibischen Steppenlandschaften. Den dortigen Vegetationsbedingungen angepasst wächst sie vor allem in die Breite. Dazu bildet bis zu 150 cm lange, am Boden kriechende Seitentriebe mit sehr harten, scharfkantigen Blättern und großen, rosa bis purpurrot gefärbten Blüten. Ihren Namen verdankt die Teufelskralle den sich daraus entwickelnden, holzigen Früchten, die sich mit armartigen Auswüchsen und ankerartigen Krallen im Fell vorübergehender Tiere verfangen und so verbreitet werden.


Während über die Inhaltsstoffe und die Wirksamkeit der oberirdischen Pflanzenteile kaum etwas bekannt ist, wird das bis zu 600 g schwere Speicherorgan der Pflanze seit alters her für medizinische Zwecke genutzt. Die afrikanischen Ureinwohner setzten den daraus gewonnenen Tee-Aufguss zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen ein.


Auch die Homöopathie nutzt die entzündungshemmende, schmerzstillende und abschwellende Wirkung der Teufelskralle. Hier wird sie vor allem gegen Arthrose und Bandscheibenbeschwerden verwendet. Als typische Leitsymptome gelten entzündliche Prozesse in den betroffenen Bereichen. Weitere, jedoch nicht so häufig genutzte Einsatzgebiete sind Hautveränderungen wie Gürtelrose, Schuppenflechte oder Ekzeme.



Geschichtliches:


Nach und nach stellt die Wissenschaft fest, daß das Mittelalter in einigen Bereichen gar nicht so rückständig war. Zumal ja vorher im Altertum schon Dinge erforscht waren, zum Beispiel daß die Erde rund ist und auch medizinische Forschung war schon weit.

Wundärzte gab es seit dem 13. Jahrhundert. Sie sind die Vorläufer der heutigen Chirurgen. Die Werkzeuge mit denen sie gearbeitet haben unterscheiden sich nur in den Materialien von denen in der heutigen Chirurgie. Wundarzt war ein Handwerkerberuf, sie waren auch als solches organisiert. Sie machten eine Ausbildung bei einem Bader oder Babier. Sie waren zuständig für äußere Wunden und deren Versorgung.

Es gab Salbenrezepturen, die antibiotische Wirkung hatten. So wurden Notizen von einem Wundarzt aus dem frühen 14. Jahrhundert gefunden, der eine Salbe mixte aus: Zwiebel- und Knoblauchsud, Ochsengalle und Bier. Diese sollte wunderbar bei der Heilung der Wunden helfen. Man hat die antibiotische Wirkung auch nachgewiesen.

Man geht mittlerweile sogar so weit, daß diese aus dem Pflanzenreich entstandenen und in früheren Zeiten eingesetzten Mittel jetzt wieder entdeckt werden, um den antibiotikaresistenten Keimen, wie Staphylokokkus aureus, zu Leibe zu rücken. Mit großem Erfolg übrigens!


"Thema" der Woche:


Das All-Eins-Sein.

Oder Allein sein. Es hat etwas Angstauslösendes für viele Menschen, auch früher einmal für mich. Ich erinnere mich, daß ich meinem Neffen aus einem Kinderbuch vorgelesen habe. Dort war ein Bild, da waren viele Menschen abgebildet, in Gruppen, eine Person stand da ganz alleine. Ich habe damals gedacht: Oh Gott, hoffentlich passiert mir das nie.

Heute bin ich, durch das Leben dort hingeführt, in der glücklichen Lage, hervorragend  und sehr gerne mit mir allein zu sein. Es ist der einzig wirklich erfüllende Zustand, führt dazu, mit sich im Reinen zu sein und zu lernen auf sein Herz zu hören und sich selbst mit allen Sonnen- und Schattenseiten kennenzulernen und damit auch lieben zu lernen.

Die deutsche Sprache, Sprache der Dichter und Denker, sagt es ja: all - ein(s) - sein. Eins sein mit sich, der Welt, dem Universum. Ganz ohne Ablenkung, ohne Zerstreutheit, ohne Wegschauen, ohne Ersatz wie Alkohol oder Drogen, ganz und gar sich spüren, sich hören und FÜHLEN !

Das führt zu Freiheit und dazu den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Das führt zu Ehrlichkeit und Offenheit, dazu, zu sich selbst zu stehen, egal was passiert.

Und: es führt dazu im richtigen Moment auch NEIN zu sagen, wenn sich etwas nicht stimmig für sich selbst anfühlt. Man lernt dann, was zu einem passt und was nicht, welcher Mensch, welche Situation einem guttut oder nicht.

Und es führt zu Kompromisslosigkeit, wenn man sich selbst sonst verraten würde.

Ich beobachte in meiner Umgebung sehr oft, daß Menschen nicht zu sich selbst stehen, sich selbst verraten (ihr Herz verraten), zum Beispiel einer Arbeit nachgehen, die sich nicht richtig anfühlt für sie, einen Partner haben, an den sie sich aus Angst vor dem Alleinsein binden oder aus anderen Gründen.

Ich beobachte dann auch, daß diese Menschen sich das Fühlen abgewöhnen, weil es dazu führen würde, die Wahrheit zu erkennen. Kopfgesteuert stolpern sie durch das Leben und sind von Grund auf Unglücklich. Oder es werden riesige Ablenkungsmanöver gefahren: wie Stress und Hektik erzeugen, viel Reden, Dramatisieren, Krankheiten erzeugen, Opferdasein kultivieren, etc. etc. Es gibt zahlreiche Strategien.

Ich wünsche all diesen Menschen, und auch Ihnen, liebe Leser, seien Sie jeden Tag ein bisschen länger und mehr all-eins mit sich und der Welt.

Das führt zu Frieden mit sich, zu Freude und Erfülltsein.

Und damit auch zu Frieden in der Welt, zu respektvollem Umgang mit den Menschen und mit den Tieren und der Natur.

Beginnen Sie bei sich! Es lohnt sich!

Ich schreibe wieder am 11.11.19 - Alaaf!

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber









Ingrid's Blog 16/19

Posted on October 14, 2019 at 4:00 PM

....Spannendes zur Osteopathie:

Osteopathie bei Fersensporn:


Hier ist Geduld gefragt!!!  Warum?: Der Fersensporn steht am Ende einer langen Kette von Ereignissen, die schon meist Monate vorher in Gang gesetzt wurden. Die Ursache ist sehr oft eine Beckenblockierung die durch falsche / ungewohnte Belastung des Körpers (Anheben schwerer Lasten, etc.) ausgelöst wurde. Auf diese Beckenblockierung reagiert eine hintere Muskelkette des Beines mit Verkürzung auf einer Seite, der Seite, wo dann der Fersensporn auftritt. Also haben wir Zug auf der Muskelkette, die an der Fußsohle endet. Was macht der Körper, wenn irgendwo dran "gezogen" wird? Er bildet Substanz. Ein Fersensporn ist eine verdickte Sehnenstruktur an der Ferse, die durch Überlastung (viel "Zug") oder Fehlbelastung entsteht. Ursache wäre hier die Beckenblockierung, die solange behandelt werden muss, bis der Zug in der Muskelkette aufhört. Nur dann kann sich nach und nach, weil die Stelle nicht mehr belastet wird, die gebildete Substanz an der Ferse wieder auflösen. Das dauert leider etwas,  es hatte ja auch Zeit gebraucht, bis es soweit war.


Noch eine Erklärung zu Beckenblockierungen: Das Becken kann auf verschiedene Arten blockieren: nach außen, nach innen, nach oben, nach unten, nach hinten oder nach vorne - oder eine Mischung aus 2 oder 3 dieser Varianten. Ein nach hinten blockiertes Becken beispielsweise schiebt das Becken nach hinten und macht damit Zug auf die Beinmuskulatur, ebenso ein nach vorne blockiertes Becken drückt das Becken nach vorne und macht damit auch Zug auf die Beinmuskulatur. Es ist ein bisschen vereinfacht erklärt....der Versuch deutlich zu machen, wie das Becken alle Muskeln bis in den Fuß beeinflusst.


Eine weitere wichtige Rolle spielen hier Fußfehlstellungen.



"Kraut" der Woche, heute etwas abgewandelt:


Hekla Lava




ist Lava aus Island. Chemische Analysen des Eruptionsmaterials zeigen, dass die Lava und auch die Asche sehr reich an Quarz sind. Quarz, auch Bergkristall, ist reines Siliciumdioxid (SiO) und deshalb ist es gar nicht überraschend wenn Hekla Lava und Silicea als homöopathische Mittel viele Ähnlichkeiten aufweisen.

Hekla Lava wird in der Homöopathie eingesetzt bei
  absterbendem Knochengewebe (Knochennekrose), Knochenauswüchsen und geschwulstartigen Verformungen.   Fersensporn und andere berührungsempfindliche Exostosen der unteren Extremität sollen sehr gut auf die Behandlung mit diesem homöopathischen Mittel ansprechen.


Geschichtliches:

Der Henker im Mittelalter


Der Henker hatte in der streng hierarisch eingeteilten Gesellschaft des Mittelalters eine Sonderstellung. Er gehörte nirgends dazu, war verachtet und abseits gestellt: er musste auch am Stadtrand wohnen, durfte niemanden ausbilden, daher wurde der "Beruf" innerhalb von Familien weitergegeben, war "unrein", daher hatte er Schwierigkeiten, zu heiraten und einen Partner zu finden. Daher heirateten Henker und Abdecker in der Regel unter sich.

Seine Aufgaben waren, Urteile zu vollstrecken, auch das Foltern gehörte zu seinen Aufgaben.

Die Verdienste der Henker waren sehr gut, die meisten lebten im Wohlstand.

Henker waren auch gute Heiler, da sie mit der Anatomie des Körpers sehr vertraut waren.

Auf deutschem Boden wurden die letzten Hinrichtungen bis 1981 vollzogen, in der damaligen DDR.

Es gibt heute noch Länder, wo die Todesstrafe vollzogen wird, in den USA und den arabischen Ländern.


"Thema" der Woche:


Aus dem Yoga: die Tantrische Weltsicht:


Die Tantriker Nordindiens sahen den Körper als etwas Wichtiges an. Der Körper als Teil der Schöpfungskraft Shakti ist göttlich und heilig. Darauf entwickelte sich mit der Zeit das Yoga mit seinen Asanas (Körperübungen), denn über den Weg des Körpers kann auch der Geist und die Seele wieder rein werden.


Für den Tantriker war alles schlicht und ergreifend Energie. Pflanzen, Tiere, Menschen, Steine, alles hat Energie unterschiedlicher Schwingung. Es gibt in diesem System keine Hierarchie, alles gilt als gleich göttlich, gleich wichtig und wertvoll für die Gesamtheit der Schöpfung.


Mikrokosmos und Makrokosmos sind identisch. Bausteine, aus denen sich das Universum zusammensetzt, finden sich in unseren Körpern wieder. Gesetze, denen sich das Universum unterwirft, ist auch unser Körper unterworfen. Beide Systeme beziehen sich ständig aufeinander. Alles ist miteinander in Beziehung, voneinander abhängig und miteinander verwoben. Tantra bedeutet übersetzt "Gewebe" oder "Netz".


Auch Körper, Geist und Seele beziehen sich ständig aufeinander und beeinflussen sich gegenseitig. Unser Körper soll gesund sein und sich wohlfühlen, damit er für uns zu einer Quelle der Lust und Freude wird. Unser Körper soll außerdem stark und ausdauernd sein damit er uns ein Gefühl von Kraft, Stabilität und Vertrauen vermitteln kann.


Yoga kann ein wunderbarer Weg sein, dem nahe zu kommen.


Ich wünsche allen Yogis und (noch) Nicht-Yogis eine wunderbare Zeit! Genießen Sie jeden Tag mit Freude und Dankbarkeit! Namasté!

Ihre Ingrid Rauber

Sie hören und lesen von mir wieder am 28.10.







Ingrid's Blog 15/19

Posted on September 15, 2019 at 9:05 AM

...Spannendes über Osteopathie:


Die Leber:


Die Leber befindet sich unter unseren Rippen, vorwiegend auf der rechten Seite und sie ragt aber bis zur Mitte der Rippen links. Sie hat zur vielen Organen Kontakt: zum Zwerchfell, Speiseröhre, Magen, Niere rechts, Zwölffingerdarm, Dickdarm. Sie bewegt sich dreidimensional. Sie hat mannigfaltige Aufgaben: Entgiftung, Fettabbau, Speicherfunktion, Immunabwehr, Stoffwechsel. Sie ist sehr regenerativ: man kann einen Teil von ihr entnehmen, sie wächst nach! Sie ist ca. 1,5-2,5 kg schwer und sehr gut durchblutet: durch sie fließen etwas 1,5 l Blut pro Minute! Sie reicht oben von der 5. Rippe bis unten zum unteren Rippenbogen, ca. bis zum 11. Brustwirbel. In der Osteopathie können Blockierungen der Brustwirbelsäule, v.a. 7.-10. Brustwirbel, sowie 7.-10. Rippe mit der Leber zu tun haben. Auch Halswirbelsäulenblockierungen ab dem 4. Halswirbel können mit der Leber zu tun haben, weil hier die Nerven zur Versorgung der Lebenkapsel entspringen. Durch Faszienverbindungen hat sie Verbindungen zur rechten Schulter, und zum Nabel


"Kraut" der Woche:

Der Pestwurz, oder Petasides hybridus



Ich bin einer Patientin von mir sehr dankbar, daß Sie mich auf diese wunderbare Pflanze aufmerksam gemacht hat.

Für alle, die öfter unter Migräne leiden, hält die Pflanzenwelt dieses wirksames Mittel bereit. Die einheimische Pestwurz hat sich in Studien als erfolgreiche Migräne-Vorbeugung erwiesen und ist dabei sehr gut verträglich. Eine gute Nachricht für alle, die ihre Migräne nicht länger mit der permanenten Einnahme von herkömmlichen Schmerzmitteln bekämpfen wollen. Vor allem auch deshalb, weil beim häufigen Einsatz dieser Mittel die Gefahr von Nebenwirkungen und Dauerkopfschmerzen besteht.

Die Heilpflanze wurde bereits im antiken Griechenland zur Behandlung von Entzündungen, Geschwüren und Wunden eingesetzt. Wegen ihrer schweißtreibenden Wirkung diente die Pflanze im Mittelalter als vermeintliches Mittel gegen die Pest.

Die zur Gattung der Korbblütler gehörende europäische Pflanze wächst im Auenbereich von Flüssen und Bächen. Sie fällt durch ihre großen rundlichen Blätter und rosaroten Blüten auf.


Wirkung von Pestwurz bei Migräne: Das Extrakt wirkt schmerzlindernd, krampflösend und entzündungshemmend. Die Heilkräfte stecken in vielen Pflanzenteilen, finden aber in der Herstellung von Migränemitteln nur in den Wurzeln Beachtung.

Aus dem knolligen Wurzelstock der Pestwurz wird ein wertvoller Extrakt mit stark krampflösenden, schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften gewonnen. Außerdem wirkt die Heilpflanze entspannend und ausgleichend auf das vegetative Nervensystem. Der Spezial-Extrakt der Pestwurz wird vor allem bei Migräne, aber auch bei Nacken- und Rückenschmerzen sowie Verkrampfungen eingesetzt.

Der Pestwurz-Extrakt hilft, Migräne-Attacken zu verringern und die Anzahl der Migräne-Tage deutlich zu reduzieren!


Geschichtliches:

Ludwig, der XIV. von Frankreich, der Sonnenkönig (1638-1715)

Nach allem, was man heute weiß, ist es eigentlich ein Wunder, dass der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. überhaupt 79 Jahre alt wurde. Nicht weil er besonders viele Krankheiten gehabt hätte, ganz im Gegenteil.

Seiner guten Grundkonstitution hatte es der mächtige Herrscher wohl zu verdanken, dass er die Behandlung seiner Leibärzte so viele Jahrzehnte überlebte. Denn das medizinische Wissen im 17. und 18. Jahrhundert basierte teilweise auf hanebüchenen Lehren und fatalen Praktiken.

So gingen die Gelehrten am Hof des Königs davon aus, dass die Zähne ein unvergleichlich hohes Infektionsrisiko darstellen. Prinzipiell nicht verkehrt – viele Menschen starben an Zahnkrankheiten und deren Folgen. War das Gebiss vom vermeintlichen "Zahnwurm" befallen, rückten umherziehende Bader und Zahnbrecher mit einer groben Zange an, um das Übel wortwörtlich bei der Wurzel zu packen.

Eine Narkose oder Betäubung gab es nicht – die Dauer der Qual hing einzig von der Schnelligkeit und Geschicklichkeit des Baders ab. Wissen zur Wundheilung und Mundhygiene war kaum vorhanden, sodass nach der Behandlung dennoch etliche Patienten verstarben.

Um diesem Schicksal vorzubeugen, wurden dem Sonnenkönig auf Anraten der Leibärzte schon in jungen Jahren alle Zähne und ein Teil des Gaumens entfernt. Als Folge der wenig fachmännischen und überflüssigen Operation hatte Ludwig XIV. ein Leben lang Probleme mit der Nahrungsaufnahme: Sämtliche Mahlzeiten wanderten unzerkaut in seinen Magen, nicht selten vergammelten Essensreste in seinem löchrigen Kiefer.


"Thema" der Woche:

Meditation

Letztes Mal schrieb ich über Pratyahara, die innere Einkehr in die Stille und die Konzentration auf sich selbst. Eine Steigerung davon ist die Meditation. Man kann auf sehr verschiedene Art und Weise meditieren. Wesentlich dabei ist, daß man "die Antennen" einzieht und sich nicht von Dingen, die einen umgeben, ablenken lässt - auch nicht von den Gedanken, die dann gern im Gehirn vor sich hin plappern.....

Wenn man noch nie meditiert hat, dann gelingt das beim ersten Mal noch nicht. Es geht darum, sich überhaupt auf den Weg zu begeben und sich der Meditation zu öffnen. Beginnen Sie regelmässig, wie ein Ritual, jeden Tag erstmal 5 bis 10 Minuten. Auf dem Boden oder im Stuhl sitzen, die Augen schließen und in den Bauch atmen, der sich sanft hebt und senkt. Stille. Zur Ruhe kommen im tiefsten Innern. Bei sich sein. Alles wohlwollend wahrnehmen, was da ist....zunächst mal die innere Unruhe, die Gedanken, die einen antreiben wollen, Schmerzen und Verkrampfungen......dann, nach einiger Zeit breitet sich langsam tiefer Frieden aus. Und das Wissen in uns, daß alles perfekt und gut ist so wie es ist, das ist der Beginn von Urvertrauen. Alles kann und nichts muss.

Menschen, die regelmässig meditieren, strahlen diesen inneren Frieden irgendwann aus. Das nennt man dann "Ausstrahlung" eines Menschen. Diese Ausstrahlung macht uns schön, ganz ohne Kosmetik. Dann strahlen wir aus, wer wir wirklich sind, ungeschminkt. Wir sind bei uns selbst, in unserer Mitte angekommen.

Ich wünsche Ihnen allen sehr diese Erfahrung. Diese Erfahrung von Stärke und Freiheit und Frieden in uns. Einfach so.

Ich schreibe wieder am 14. Oktober - urlaubsbedingt.

Alles Liebe für Sie alle!

Ihre Ingrid Rauber

Ingrid's Blog 14/19

Posted on September 2, 2019 at 7:00 AM

...Spannendes über Osteopathie:


Das Hyoid - oder das Zungenbein:

Wie der deutsche Namen sagt, befindet sich dieser Knochen unterhalb des Unterkiefers und formt damit unseren Hals und Kehlkopfbereich. Es handelt sich hier um einen sogenannten Sesamknochen. Sesamknochen sind Knochen, die keinerlei Verbindung zu anderen Knochen haben, wie zum Beispiel auch die Kniescheibe. Das bedeutet dann aber nicht, daß sie keine Bedeutung haben. Zusammen mit der starken Unterkiefermuskulatur und mit der Halsmuskulatur schützt das Hyoid die Schilddrüse und den Kehlkopf. Es ist wichtiger Ansatzpunkt für die eben genannte Muskulatur und - was für uns Osteopathen sehr wichtig ist - ist sie oft auch ein behandlungswürdiger Bereich bei Nacken- und Halswirbelsäulenproblemen.  Auch bei Kieferproblemen muss das Hyoid mitbehandelt werden. Es wird vom Osteopathen geprüft, ob das Hyoid an der richtigen Stelle sitzt, wie sich die Muskulatur drum herum anfühlt (meist sehr angespannt), und nicht selten muss auch hier die ein oder andere Blockierung befreit und Verspannungen gelöst werden, damit die Druchblutung an dieser Stelle wieder verbessert wird.


"Kraut" der Woche":

Der Bach-Nelkenwurz oder Geum Rivale





Diese zu den Rosengewächsen gehörende Pflanze wird durch die Bitter- und Gerbstoffe, die in der Wurzel vorhanden sind, in der Volksmedizin  eingesetzt gegen Magen- und Darmstörungen, Durchfall, Hämorrhoiden, Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches.

In Deutschland sind 5 Arten heimisch, insgesamt gibt es 50 Arten. Da sie hübsche, große Blüten hat, findet man sie auch häufig in Gärten angepflanzt.

Ihren Namen verdankt diese Pflanze ihrem wohlriechenden Wurzelstock, das darin enthaltene ätherische Öl Eugenol riecht nach Gewürznelken.


Geschichtliches:

Natur-Wissenschaft versus Natur-Heilkunde


Aus: "Der Naturarzt", eine Zeitschrift von 1866:

Eine extrem bewegte Zeit in der Medizin war das 19. Jahrhundert: Die Sichtweisen und Praktiken der Vertreter der traditionellen abendländischen Medizin mit den überlieferten Verfahren standen denen der modernen, naturwissenschaftlichen Medizin unvereinbar gegenüber. Erst jetzt (1839) wurde der Begriff „Naturheilkunde“ erstmals erwähnt - sozusagen als Abgrenzung zur naturwissenschaftlichen Medizin.

Während das Lager der „Schulmedizin“ so wirkungsvolle wie auch giftige Arzneimittel für sich entdeckte, wie Quecksilber-Salbe gegen Schmerzen und Verletzungen, Arsenik zur Stärkung und Schierlingslösung bei Heiserkeit, steuerte die Naturheilkunde dieser Entwicklung entgegen: Hahnemann experimentierte mit starken Verdünnungen dieser Gifte und entwickelte so die Homöopathie. Die Naturheil-Vereine lehnten Arzneimittel jeglicher Art ab und setzten auf Licht, Luft, Wasser, Wärme, Nahrung, Bewegung und Ruhe.

Die größten Feinde der Naturheilkunde und des Fortschrittes sind: die Genusssucht, Bequemlichkeit und Denkfaulheit der Leute. Am meisten macht und erhält gesund: natürliche Nahrung und Mäßigkeit, Nachtruhe und Frühaufstehen, Hautpflege und Abhärtung, Arbeit mit Bewegung und Luftgenuss.


Naturheilkunde in Deutschland – heute:


Von den ca. 360 000 berufstätigen Ärzten haben rund 35 000 eine naturheilkundliche oder komplementärmedizinische Qualifikation. Etwa genauso viele Heilpraktiker üben darüber hinaus die Naturheilkunde in Deutschland aus. Leider hat man noch immer das Gefühl, dass sich Vertreter der Naturheilkunde und der Schulmedizin gegenüberstehen – anstatt Hand in Hand das gleiche Ziel zu verfolgen: Gesundheit. Das ist erstaunlich, weil viele naturheilkundliche Verfahren inzwischen sogar den wissenschaftlichen Kriterien zur Wirksamkeit entsprechen, andererseits aber viele wissenschaftlich-schlüssige Therapie-Verfahren einer kritischen Betrachtung nicht immer standhalten bzw. von der Einbeziehung naturmedizinischer Sichtweisen profitieren würden.

Aber: Naturheilkunde wird immer beliebter und die Menschen sehnen sich nach dem Natürlichen, dem Ursprünglichen und wünschen sich, dass Naturheilkunde und Schulmedizin gleichberechtigt nebeneinander stehen und sich gegenseitig ergänzen. Das beweisen auch aktuelle Studienergebnisse.


Thema der Woche:


Aus dem Yoga: Pratyahara, oder das Zurückziehen der Sinne


Ich hatte schon in letzten Einträgen über den Umgang mit der Welt und den Umgang mit sich selbst geschrieben. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Yoga ist ein Schritt zur Meditation, das Zurückziehen der Sinne, genannt Pratyahara.

Pratyahara befasst sich mit dem Erlangen der Fähigkeit, unsere Sinne im Zaum zu halten und uns in unsere Mitte zurückzuziehen.

Normalerweise folgen die Sinne jedem Reiz, der von außen auf sie eindringt. Mit den Sinnen wendet sich auch der Geist diesem Reiz zu. Da in unserer modernen Welt ständig Reize auf uns eindringen, kann man sich vorstellen, wie die Sinne mit dem Geist im Gefolge ständig hin und herhüpfen.

Es geht bei Pratyahara darum, die Sinne nicht mehr jedem Reiz folgen zu lassen. Bildlich gesprochen geht es darum zu lernen, "die Antennen einzuziehen", und damit nicht mehr auf Empfang geschaltet zu sein.

Eine gute Übung im Alltag ist, wenn man etwas tut, sich nur auf dieses Tun in diesem Moment zu konzentrieren, auf nichts Anderes. Wenn Sie spülen, spülen Sie, wenn sie gehen, gehen sie, wenn Sie auf der Toilette sitzen, dann tun sie nur das. Den Geist nur auf das konzentrieren, was in diesem Moment, im Hier und Jetzt geschieht.

Das kann sehr heilsam sein! Man erwirbt dadurch mehr Ruhe und Gelassenheit im Leben und man lebt viel intensiver!! Denn das, was uns vom wirklichen Leben abhält, ist sich ständig in der Zukunft oder/und in der Vergangenheit zu befinden, oder in den Angelegenheiten Anderer.

Das ist vor allem eine gute Übung für diejenigen, die ständig "Online" sind und sich ein intensives Maß an "nicht mehr bei sich sein" erworben haben.

Probieren Sie es aus. Eine Steigerung wäre dann die Meditation. Dann kommt der Geist zur Ruhe und man geht völlig erfrischt in den Tag. Fähig, alles mit Leichtigkeit zu bewältigen, was einen vorher aus der Bahn geworfen hat.

Ich wünsche Ihnen viele solche wunderbaren Tage! Namasté!

Ich schreibe wieder am 16. September! Genießen Sie den Spätsommer!

Herzlichst Ihre Ingrid Rauber








Ingrid's Blog 13/19

Posted on July 28, 2019 at 4:00 PM Comments comments (4)

...Spannendes über Osteopathie:


Das Kiefergelenk


Hier handelt es sich um eine der wichtigsten Gelenke in der osteopathischen Arbeit. Leider in der Schulmedizin oft nicht beachtet, dabei kann das Kiefergelenk Auslöser sein für viele Beschwerden.

Der Gelenkkopf befindet sich am Ende des Unterkiefers, seine Pfanne in einem Anteil des Schädels, der sich Os Temporale nennt, direkt neben dem Ohr. Damit benenne ich schon eine Struktur, die anfällig ist, wenn Kopf und Pfanne nicht direkt aufeinandersitzen. Schwindel und Tinnitus können den Auslöser Kiefergelenk haben.

Auch schlechter werdendes Sehen kann die Konsequenz sein, wenn das Kiefergelenk blockiert ist. Genauso wie Nackenprobleme, Schulterprobleme und Probleme der Brustwirbelsäule.

Kopfschmerzen, Probleme mit den Gesichtsnerven (Facialisparese, Trigeminusneuralgie), Nebenhöhlenprobleme, kurz: alle Geschehnisse am Kopf können auf das Kiefergelenk zurückzuführen sein. Sie merken also: ein weites Feld!

Große Probleme werden gesetzt durch die Zahnkorrekturen bei Kindern. Vor allem feste Zahnspangen sorgen dafür, daß durch die Fixierung der Kiefer andere Strukturen durch den Versuch, diese Unbeweglichkeit auszugleichen, in Mitleidenschaft geraten. Ich habe schon erlebt, daß Kinder dadurch schlechter hörten, schlechtere Augen bekamen, sogar der ganze Körper sich verdrehte, bis zum Becken. Beckenblockierungen beobachte ich bei diesen Kindern eigentlich immer.

Deshalb rate ich Eltern: gehen Sie einmal monatlich zum Osteopathen, wenn Ihre Kinder Spangen tragen!


"Kraut" der Woche:


Minze




Wie der Gattungsname Mantha bereits bekräftigt, zeichnet die Minze das ätherische Öl „Menthol“ aus. Für das intensive und vielfältig ausgeprägte Aroma ist die Minze bekannt. So kann man die aromatischen Blätter erntefrisch zum Tee aufbrühen. Dabei wird auf die bekannte Pfefferminze als wohltuendes Heilkraut beispielsweise bei Unwohlsein in der Bauchregion oder bei Erkältungen zurückgegriffen. Außerdem kann aus den Blättern ein Destillat hergestellt werden. Das konzentrierte ätherische Öl ist beispielsweise zum Einreiben verspannter Muskulatur und zur Inhalation geeignet.

Ebenso Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen kann die Minze mit Hilfe von krampflösenden und kühlenden Eigenschaften günstig beeinflussen. Auch Blähungen und Gastritis, Magenschleimhautentzündung und Übelkeit.

Jetzt im Hochsommer empfehle ich einige Blätter Minze in das Trinkwasser zu tun oder - auch bei Hitze- einen Minztee aufzubrühen und zu trinken. Minze kühlt von innen, auch wenn man sie gewärmt, als Tee, zu sich nimmt.


Geschichtliches:

Die Hexensalbe aus dem Mittelalter:


Alle Rezepturen der Hexensalbe aus der frühen Neuzeit beinhalten durchgehend als wesendliche Bestandteile psychoaktive Substanzen: Schlafmohn/Opium, Nachtschatten/Tollkirsche, Alraune, Bilsenkraut, Stechapfel, Lattich, Taumelolch, Sturm- und Eisenkraut, Schierling, Hanf, Steppenraute, Seerosen. Die meisten dieser Pflanzen sind in astrologischer Hinsicht „Pflanzen des Saturns“ also Kräuter die am Samstag gesammelt werden.

Eine dieser saturnischen Zauberpflanzen hat jedoch Eingang in das Buch der verbotenen Künste gefunden: die Alraune, die unter ihrem im Odenwald gebräuchlichen Namen „Atzman“ beschreibt (Buch aller verbotenen Künste, Kapitel 79/79a). Immerhin ist die Alraune, die „Menschenwurzel“, seit der Antike Bestandteil vieler Riten, die als „verbotene Künste“ angesehen werden: Orakelwesen, Totenbeschwörung, Flugsalben, Dienstbarmachung von Hilfsgeistern, Liebeszauber und Aphrodisiaka, magische Räucherungen usw.

Der deutsche Name Alraune leitet sich von Alruna, „die Alles weiß“, dem Namen für die südgermanischen Seherinnen und weisen Frauen, ab. So wie diese ehemals heiligen Frauen und Schamaninnen später als „Hexen“ verfolgt und ermordet wurden, so wurde die Alraune, ihre psychoaktive Orakelpflanze, dämonisiert. Mit der Christianisierung Germaniens wurde die Mandragora (als alte heidnische Ritualpflanze) zuerst von Hildegrad von Bingen (1093- 1179) verteufelt.

Es waren in erster Linie die kräuterkundigen Hebammen des Mittelalters, die sich genau mit diesen gefährlichen Pflanzen und deren Wirksamkeit und Dosierung auskannten. Da diese ihr Wissen nur mündlich weitergaben, ist viel Wissen aus dieser Zeit verlorengegangen.


"Thema der Woche":


Wunder:


Gibt es Wunder?


Ich behaupte, ja! Für mich ist Wunder die Kunst, all das was im Leben passiert - auch das Negative - als Chance zu begreifen und daraus zu lernen und damit vor allem sich selbst besser und besser kennenzulernen. Sich dem Urvertrauen öffnen und der Dankbarkeit gegenüber den Dingen, die uns offensichtlich tagtäglich begegnen: der Sonnenaufgang, die Natur überhaupt, der Regen, das Lächeln das einem begegnet, ein Dach über dem Kopf zu haben und fließendes Wasser, überhaupt die Fülle, die wir hier in unserer westlichen Welt haben.

Wir sind niemals Opfer und auch nicht dafür geboren worden, einen Punkt nach dem Anderen im Leben abzuhaken oder/und von jemand Anderen abhängig zu sein. Wir sind auf der Welt, uns selbst zu entfalten und kennenzulernen - mit allen Facetten. Und dabei auf unser Herz zu hören, das uns auf unserem Weg begleitet und unser Denken und Handeln führt.

Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber und ein offenes Herz führen dahin, daß uns tagtäglich Wunder begegnen!

Öffnen Sie Ihr Herz für das Fühlen und Ihre Gedanken für die Möglichkeit, daß Ihnen Wunder begegnen!

Vielleicht ist das Tor dafür ja schon offen allein dadurch, daß Ihnen dieser Text hier begegnet ist und bei Ihnen etwas auslöst?

Genießen Sie den Sommer!

Ich mache jetzt im August eine kleine Sommerpause und melde mich hier wieder am 2. September.

Viel Licht, Liebe und positive Begegnungen für Sie!


Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber





Ingrid's Blog 12/19

Posted on July 15, 2019 at 4:00 PM

....über Osteopathie:


Blasenprobleme


Bei verschiedenen Problemen mit dem Wasserlassen (Wasser nicht halten können ebenso wie nur tröpfelweises Absetzen von Urin) kann der Osteopath helfen.


Zunächst gilt es der Ursache auf den Grund zu gehen. Ist eine chronische Blasenreizung oder eine Blasenentzündung die Ursache so kann zusätzlich zur medikamentösen Behandlung durch Osteopathie der Faszien in dem Bereich Entspannung erreicht werden und damit eine bessere Durchblutung, was aus meiner Erfahrung letztendlich dazu führt, daß die chronischen Reizsymptome der Blase irgendwann wegbleiben.


Bei Problemen mit dem Wasserlassen bei Frauen nach Geburten oder auch im Alter kann auch gut osteopathisch behandelt werden. Auch hier werden die Faszien im Unterleib entspannt und die Durchblutung verbessert sich.


Tröpfelweises Absetzen von Urin kommt eher bei Männern vor, bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. Auch hier habe ich mit Faszienarbeit schon gute Ergebnisse erzielen können.



"Kraut" der Woche:


Lavendel



Wer kennt sie nicht, die unendlichen Lavendelfelder in Frankreich! Mir sind sie unvergessen, ganz abgesehen von dem Duft....


Außer seiner Schönheit hat der Lavendel auch eine Menge medizinischer Fähigkeiten:

Der echte Lavendel blickt als Heilkraut auf eine lange und eindrucksvolle Geschichte. Den Römern, Ägyptern und Griechen galt der Lavendel als nahezu heiliges Kraut. Im römischen Militär wurde die Pflanze u.a. als Wundheilungsmittel und Stimulans verwendet. Sowohl Griechen als auch Römer verwendeten Lavendel als Zutat für ihr Badewasser. Der römische Arzt Dioskurides hat in seinem Buch Materia Medica (1. Jahrhundert n. Chr.) bereits ausführlich über den Lavendel und seine Anwendungsmöglichkeiten berichtet.

Das Kraut sowie dessen Heilwirkung wurde auch in den europäischen Ländern bekannt, so dass er in vielen Klostergärten kultiviert wurde und auch bei vielen Erkrankungen und Beschwerden zur Anwendung kam. Hildegard von Bingen beschrieb den Lavendel als warmes und trockenes Kraut, welches von ihr u.a. bei Lungen- und Leberkrankheiten sowie bei psychologischen Befindlichkeiten verabreichtet wurde. Paracelsus kannte bereits seine beruhigende Wirkung und setzte das Kraut als Sedativum sowie zur Behandlung bei Herz- und Verdauungsbeschwerden ein.

Das Heilkraut findet in nahezu allen mittelalterlichen Kräuterbüchern Erwähnung. Im Kräuterbuch von Pietro Andrea Matthioli (spätes 16. Jahrhundert) wurden zahlreiche innerliche wie äußerliche Anwendungen beschrieben. So wurde Lavendel u.a. dafür eingesetzt, um Lähmungen, Krämpfe, Magenbeschwerden sowie Leber- und Milzkrankheiten zu behandeln. Dort wurde empfohlen, den Lavendel in Wein oder Wasser zu sieden (Tee) und zu trinken oder als Schnaps (gebranntes Wasser) auf die Pulsadern zu streichen.

Außerdem wurde der Lavendel bei verschiedenen Zahnkrankheiten, bei Sprachproblemen sowie bei Gliederschmerzen empfohlen. Ebenso wurde er bei Schwangeren, die Beschwerden durch Wehen haben, verabreicht. Bei letzterem wurden pure Lavendelzweige auf dem Bauch gelegt.

Heute findet der Lavendel vor allem bei nervösen Unruhezuständen, leichten Depressionen, Schlaflosigkeit sowie als leichtes Beruhigungsmittel Anwendung. Die einschlaffördernde, sedative und muskelentspannende Wirkung des Lavendels wurde in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt. Verantwortlich für die beruhigende, sedative Wirkungen sind bestimmte ätherische Öle im Lavendel, v.a.der Stoff Linalool.

Neben der beruhigenden Wirkung wirken die Inhaltsstoffe des Lavendels zudem antibakteriell (u.a. Shigella, Staphylococcus aureus, Escherichia coli), antifungizid, galletreibend sowie krampflösend. Für die antibakteriellen und antifungiziden Eigenschaften sind vor allem die ätherischen Öle verantwortlich. Je nach Sorte und Anbaugebiet können mehr als 40 ätherische Öle vorkommen. Die galletreibenden Eigenschaften werden vor allem durch die enthaltenden Gerbstoffe bewirkt.

Angewendet wird Lavendel in der Naturheilkunde heute wie damals als Tee oder als Badezusatz. Weitere Darreichungsformen sind die Aromatherapie mit ätherischen Ölen oder die Verwendung von Lavendelkissen.

Zubereitung von Lavendel-Tee:

Für die Zubereitung von 250 ml Lavendeltee werden ein gestrichener Esslöffel Lavendelblätter oder -blüten mit 250 ml kochend heißem Wasser übergossen. Der Tee sollte wenigstens 7 Minuten, aber nicht länger als 10 Minuten ziehen. Der Tee sollte nach Möglichkeit nicht gesüßt werden.

Lavendeltee kann bei nervösen Unruhezuständen, bei Schlaflosigkeit sowie bei kleineren Magen- und Darmbeschwerden wie Völlegefühl oder Durchfall getrunken werden.

Für die Zubereitung eines Kräuterbads mit Lavendel sollten etwa 40 bis 50 Gramm Lavendelblüten mit einem Liter kochendem Wasser in einem Behälter übergossen werden und etwa 15 Minuten ziehen gelassen werden. Der Behälter kann dann in die vorgefüllte Wanne gegossen werden. Auch wenn das Lavendelbad durchaus entspannungsfördernd und beruhigend ist, sollte das Bad nach spätestens 25 Minuten beendet werden.

Einige Inhaltsstoffe des Lavendels könnten auch bei der Behandlung des so genannten Hodgin Lymphoms helfen. Unter Laborbedingungen konnten Lymphomzellen in ihrem Wachstum (Proliferation) gehemmt werden.

Ein weiterer medizinischer Forschungsansatz ist die Anwendung von Lavendelextrakten bei der Alzheimer-Erkrankung. Beispielsweise könnten Lerndefizite bei Alzheimer-Patienten vermindert werden, oder das Enzym Acetylcholinesterase, welches bei der Entstehung und Fortschreiten der Krankheit eine Rolle spielt, nachhaltig gehemmt werden.

Hinweis: Eine Überdosierung von Lavendeltee über einen längeren Zeitraum sollte vermieden werden. Lavendelöl sollte niemals pur eingenommen werden, denn es kann im Magen zu Reizungserscheinungen führen.


Geschichtliches aus der Medizin: der Wundarzt

Wundärzte gab es seit dem 13. Jahrhundert. Sie sind die Vorläufer der heutigen Chirurgen. Übrigens: die Werkzeuge mit denen sie gearbeitet haben unterscheiden sich nur in den Materialien von denen in der heutigen Chirurgie. Wundarzt war ein Handwerkerberuf, sie waren auch als solches organisiert. Sie machten eine Ausbildung bei einem Bader oder Babier. Sie waren zuständig für äußere Wunden und deren Versorgung. Einige Wundärzte hatte sogar eigene Salbenrezepturen, damit die Wunden besser heilen konnten. So wurden Notizen von einem Wundarzt aus dem frühen 14. Jahrhundert gefunden, der eine Salbe mixte aus: Zwiebel- und Knoblauchsud, Ochsengalle und Bier. Diese sollte wunderbar bei der Heilung der Wunden helfen. Man hat auch nachgewiesen, daß diese Mischung tatsächlich antiseptische Wirkung hatte.


Thema der Woche:

Gedankenhygiene!

Ich möchte Sie heute dazu einladen, täglich Ihre Gedanken auszumisten, so wie Sie Müll und Überflüssiges entsorgen, entsorgen Sie Gedanken, die Ihnen offensichtlich schaden und Sie im Leben nicht weiterbringen, sondern Sie sogar am Weiterkommen hemmen.

Betreiben Sie regelmässig Gedankehygiene? Wessen Geistes Kind sind Sie? Welche Gedanken und Glaubenssätze kehren immer wieder ohne von Ihnen auf Wahrheitsgehalt überprüft zu werden? Ja, welche Gedanken und Glaubenssätze sind vielleicht gar nicht ihre Gedanken sondern ungefragt von anderen Personen übernommene? Haben Sie viele Sätze mit Konjunktiv wie "ich hätte, müsste, wollte eigentlich...." Byron Katie sagt dazu: diese Gedanken entsprechen nicht der Realität, sie sind schlicht unwahr und müssen dringend auf den Prüfstand. Ich rate Ihnen, solche Gedanken aufzuschreiben und mit dem 5-Schrittesystem von Byron Katie zu überprüfen:

1. "Ist dieser Gedanke wirklich wahr?" Übernimm Deine Verantwortung für alles, was Du in Deinem Leben vorfindest. (denn Du hast es erschaffen).

2. "Kannst Du 100% sicher sein, daß er wahr ist?" Anerkenne und nimm an, was jetzt ist.

3." Wie reagierst Du und Dein Körper auf diesen Gedanken?" Nimm all deine Urteile über andere und Situationen zurück und vergebe (auch Dir selbst).

4. "Wer wärst Du ohne diesen Gedanken?" Fühle deine Emotionen bejahend (nur dann können sie gehen).

5. "Kehre Deinen Gedanken um".Triff eine neue Entscheidung! Vielleicht wird ja beispielsweise aus "Er müsste freundlicher zu mir sein" "ICH müsste freundlicher zu mir sein".

Wie ich finde, ein wichtiger Schritt zur Begegnung mit sich selbst, zur Selbstliebe und zu persönlicher Freiheit!

Gedankenhygiene betreiben ist nicht nur befreiend für sich selbst, sondern auch für alle Menschen und Tiere, die uns umgeben.


Probieren Sie es aus und Sie werden sehen wie sich Probleme in ihrem Leben von selbst lösen, nur dadurch, daß Sie Ihre Gedanken beachten und Ihre Gefühle fühlen.

Ich wünsche Ihnen noch eine wunderbare fühlende Sommerzeit. Genießen Sie mit allen Sinnen, riechen Sie die Natur, lauschen Sie den Bäumen, den Vögeln, dem Surren der Insekten und betrachten Sie die bunten Farben der Natur. Das intensive Grün beispielsweise.

Bis zum nächsten Mal, ich schreibe wieder am 29.7.19.

Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber








Ingrid's Blog 11/19

Posted on June 30, 2019 at 3:30 PM

....über Osteopathie:


Die Rippen

Behandlung der Rippen ist in einer osteopathischen Behandlung sehr wesentlich. Warum? Die Rippen sind Bestandteil des Thorax, gemeinsam mit dem Brustbein, den Schlüsselbeinen, und der Brustwirbelsäule. Der Thorax - oder Brustkorb - umschließt die Lunge und das Herz, zwei sehr wichtige Organe im Körper. Ebenso bedeutsam ist hier das Zwerchfell, das wie eine Kuppel von den Rippen nach oben zieht und den "Durchlass" für Speiseröhre und Aorta und Hohlvene, zwei grossen Gefässen, bietet. Rippen sind oft gemeinsam mit Brustwirbeln blockiert. Blockierungen der Brustwirbel können zu Atemproblemen und sogar zu Herzrhythmusstörungen führen. Blockierungen der obersten Brustwirbel führen oft zu "Kribbeln" im Arm, Kopfschmerzen, Nackenproblemen bis hin zu Tinnitus und Schwindel. Man muss wissen, daß oberhalb von den Schlüsselbeinen sich die 1. Rippen befinden, die nach oben und unten verschoben sein können und damit empfliche Nerven, die dort langziehen, stören können.

"Kraut der Woche":




"Achillea Millefolium" oder die Gemeine Schafgarbe:

Man findet sie jetzt im Sommer am Wegesrand. Eine krautartige, bis zu einer Höhe von 60 cm wachsende Pflanze, die zu der Familie der Korbblütler gehört wie Echinacea. Sie ist unkompliziert, verwendet in der Medizin werden Blüten und Blätter.

Die getrockneten Blüten oder Blätter ist ein Mittel gegen Fieber und Erkältungs-
krankheiten, heilt Wunden, ist geeignet gegen Zahnschmerzen, und wirkt auch abschwellend. Seiner blutstillenden Wirkung verdankt die Pflanze seinen Namen: Soldatenkraut. Sie wurde bei Wunden der Soldaten im Krieg im Mittelalter eingesetzt.

In der Kosmetik wird die Pflanze verwendet, um das Haarwachstum anzuregen.

Geschichtliches:

 

Hildegard von Bingen:

Hildegard von Bingen lebte im 12. Jahrhundert und war DIE Lichtgestalt des Mittelalters. Sie hinterliess zahlreiche Schriften, darunter auch Musikkompositionen. Sie gründete ihr eigenes Kloster auf dem Rupertsberg und sie war für ihre Zeit medizinisch sehr bewandert. Sie beschäftigte sich mit Kräutern und deren Wirkung und gründete in ihrem Kloster auch ein Krankenhaus. Als Seelenheilerin war auch der ganzheitliche Blick auf ihre Patienten vorhanden, sie kannte schon den Zusammenhang zwischen Krankheiten und den seelischen Aspekten des Menschen. Auch als wichtig erachtete sie das Wissen über Lebensführung, wie Ernährung und Bewegung.

Hildegard von Bingen kam mit 6 Jahren bereits ins Kloster, sie starb mit 80 Jahren, was für diese Zeit ein biblisches Alter war.


Thema der Woche:


Zyklen des Lebens:

Ich bin fest davon überzeugt, daß alles im Leben zyklisch ist. Alles hat einen Anfang und ein Ende. Nach jedem Ende kommt wieder ein Anfang.


Was bedeutet das?: Sich dem Fluss des Lebens hingeben und nichts festhalten. Das ist leichter gesagt als getan, stimmt. Hier spielt wieder das Urvertrauen eine Rolle.


Im "Hier und Jetzt" leben, einfach nur da sein und sich durch nichts ablenken lassen, sich dem Leben stellen und auch einen Blick für die "kleinen" Dinge, die oft schon so selbstverständlich sind, haben. Zum Beispiel das satte Grün der Wiesen, die leuchtenden Farben der Sommerblumen, der Reichtum in der Natur, die Früchte an den Bäumen, der Duft des Waldes, vor allem nach einem Sommerregen, all das macht mich sehr dankbar und demütig. Daß ich hier sein darf auf diesem wunderbaren Planeten und das alles mit allen Sinnen erleben darf. Für mich hat alles in der Natur eine Seele, die Tiere, die Bäume, sogar die Steine, alles hat einen Sinn und eine Daseinsberechtigung, die es verdient gewürdigt zu werden.


Geht der Mensch mit dieser Haltung durch das Leben, dann erkennt er, daß alles Andere sehr unwichtig ist: all die Dinge mit denen wir uns so gerne ablenken, die wir konsumieren. Letztendlich ist alles was zählt, da zu sein, jetzt in diesem Moment.


So wie der Sommer zu Ende geht, dann der Herbst, der Winter, danach wieder ein Frühjahr und Sommer kommen, so verändert sich auch unser Dasein auf diesem Planeten, durch das Älterwerden. Und: unser Dasein ist begrenzt, das verdrängen wir Menschen gerne.


Mein Lieblingstext von Hermann Hesse beschreibt das wunderbar:


"Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf´um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde."


Genießen Sie den Sommer, gehen Sie in die Natur!


Ich schreibe das nächste Mal am 15.7.


Herzlichst, Ihre Ingrid Rauber











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