Praxis für Osteopathie Rauber    

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Ingrid's Blog 04/20

Gepostet am 16. Februar 2020 um 0:00


...Spannendes aus der Osteopathie:


Derzeit kommen viele Patienten zu mir mit Rippenschmerzen, oder Schmerzen im Bereich des Thorax. Die Ursache hierzu ergibt sich aus Anamnese und Untersuchung, hier ein Beispiel:


Die Leber: Die Leber befindet sich unter unseren Rippen, vorwiegend auf der rechten Seite und sie ragt aber bis zur Mitte der Rippen links. Sie hat zur vielen Organen Kontakt: zum Zwerchfell, Speiseröhre, Magen, Niere rechts, Zwölffingerdarm, Dickdarm. Sie bewegt sich dreidimensional. Sie hat mannigfaltige Aufgaben: Entgiftung, Fettabbau, Speicherfunktion, Immunabwehr, Stoffwechsel. Sie ist sehr regenerativ: man kann einen Teil von ihr entnehmen, sie wächst nach! Sie ist ca. 1,5-2,5 kg schwer und sehr gut durchblutet: durch sie fließen etwas 1,5 l Blut pro Minute! Sie reicht oben von der 5. Rippe bis unten zum unteren Rippenbogen, ca. bis zum 11. Brustwirbel. In der Osteopathie können Blockierungen der Brustwirbelsäule, v.a. 7.-10. Brustwirbel, sowie 7.-10. Rippe mit der Leber zu tun haben. Auch Halswirbelsäulenblockierungen ab dem 4. Halswirbel können mit der Leber zu tun haben, weil hier die Nerven zur Versorgung der Lebenkapsel entspringen. Durch Faszienverbindungen hat sie Verbindungen zur rechten Schulter, und zum Nabel.


Die Leber als Ursache für Rippenschmerzen würde nicht bedeuten, daß man eine schwerwiegende Erkrankung der Leber hat. Es bedeutet nur, daß die Leber in eine Richtung unbeweglich ist und dadurch die Durchblutung vermindert ist.


Naturheilmittel der Woche:

Aconitum oder Eisenhut




Eine giftige Pflanze, die auch geschützt ist hier in Deutschland. Arzneilich verwendet werden sowohl die Wurzelknolle als auch die ganze oberirdische Pflanze. Vorkommen vor allem in den Mittelgebirgen, auf den Almen. Blütezeit ist der Juni. Wirkstoff ist das Aconitin, das ein Alkaloid ist. Dieses wirkt auf das gesamte Nervensystem, vor allem schmerzlindernd. Auch jetzt im Winter ist Aconitum erfolgreich gegen Schnupfen und Bronialentzündungen, und fiebrige Erkältungskrankheiten, wie grippaler Infekt. Als Globuli in der Potenzierung C30 empfehlenswert.



Geschichtliches:


Arzneimittelversorgung im Mittelalter:


Die Arzneimittel-Versorgung im Mittelalter erfolgte nicht nur durch die Klöster, sondern auch durch Burggärten. Hier standen Arzneipflanzen zur Wund- und Krankenpflege.

Logisch, wenn man bedenkt, daß nach Kriegseinsätzen oft Wunden zu versorgen waren. Die Kreuzzüge machten auch hier Heilpflanzen bekannt, wie Ysop oder Schwarzkümmel. Auch der Handel brachte das ein oder andere Heilmittel aus dem fernen Orient mit. Hier einige damals bekannte Pflanzen, die zur Heilung verwendet wurden:

Salbei, Weinraute, Eberraute, Flaschenkürbis, Melone, Wermut, Andorn, Fenchel, Schlafmohn, Schwertlilie, Liebstöckel, Kerbel, weiße Lilie, Muskat, Flohkraut, Betonie, Odermenning, Rettich, Poleiminze, Minze, Frauenminze, Ambrosia, Rose.


Die Wirkung dieser Pflanzen war weit verbreitet bekannt und die meisten Menschen, oft Frauen, wussten um deren Wirkung und um deren Zubereitung.


Thema der Woche:


Wahrhaftigkeit und Offenheit:



Ich habe mich - da wir ja Karnevalszeit haben - für ein Thema aus der Yoga-Philosophie entschieden, und zwar geht es um Satya, die Wahrhaftigkeit und Offenheit. Sie ist Bestandteil des Achtstufigen Yogaweges von Patanjali und gehört dort zur 1. Stufe, zu "Yama", dem Umgang mit der Welt.

Wahrhaftigkeit und Offenheit. Sind wir immer wahrhaftig und offen? Zeigen wir uns unserer Umgebung gegenüber immer so, wie wir uns wirklich fühlen? Ich bestreite das!

Das "sich verbiegen", um ein Ziel zu erreichen oder um nicht so viele Widerstände zu erfahren gehört zu jedem Menschen dazu. Der eine mehr der andere weniger.

Ist dieses nur zeitweise vonnöten und wir sind uns der Tatsache bewusst, und wir schädigen damit nicht andere, so halte ich das für "normal".

Ist es aber ein Dauerzustand, beispielsweise um eine Ehe aufrechtzuerhalten oder um jemandem zu gefallen, der uns (angeblich) nicht so akzeptieren will, wie wir wirklich sind, so kann das gefährlich werden. Wir verlieren uns dann selbst, sind irgendwann nur noch ein Schatten unser Selbst. Oft geschieht das unbewußt, wir sind "so hereingerutscht" und das Ganze ist zum Selbstläufer geworden. Irgendwann merken wir dann, daß wir "gegen Wände laufen", denn das Leben wird uns darauf aufmerksam machen, und sei es durch Krankheit.

Oft geschieht das "so tun als ob" dadurch, daß wir uns unserer Selbst gar nicht bewußt sind, unsere zutiefst versteckten Emotionen voller Angst ablehnen, unbewußt gar nicht an die Oberfläche kommen lassen wollen.

Karneval steht vor der Tür, DAS Fest des Verstellens und sich in eine andere Person verwandelns. Das kann Spaß machen, manche wollen endlich Prinzessin sein, andere Monster. Mir ging es immer so, daß ich irgendwann dachte, jetzt reicht es, jetzt möchte ich wieder ich sein.

Ich wünsche Ihnen von Herzen ganz vergnügliche Karnevalstage und anschließend ein wohltuendes Wieder-Ankommen bei sich selbst.


Alaaf, bis zum 2. März!

Eure Ingrid Rauber


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